Bei welchen Hunden treten Wachstumsschmerzen auf?
Wachstumsschmerzen treten am häufigsten auf bei:
- Mittelgroßen bis großen Rassen wie Labrador, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund und Rottweiler
- Schnell wachsenden Welpen
- Rüden häufiger als Hündinnen
In welchem Alter entstehen Wachstumsschmerzen?
Die Beschwerden treten meist im Alter von 4 bis 12 Monaten auf, können in manchen Fällen jedoch bis zum Alter von 18 Monaten anhalten. Wachstumsschmerzen kommen vor allem während Wachstumsschüben vor. Sobald ein Hund ausgewachsen ist, sind die Wachstumsschmerzen meist vollständig verschwunden. Dies ist in der Regel im Alter von etwa 18 Monaten der Fall.
Symptome von Wachstumsschmerzen bei Hunden
Die häufigsten Symptome sind:
- Plötzliches Humpeln, häufig abwechselnd an verschiedenen Beinen
- Lahmheit, die ohne erkennbaren Anlass auftritt und wieder verschwindet
- Schmerzen bei Berührung der langen Knochen, zum Beispiel am Ober- oder Unterschenkel
- Manchmal leichtes Fieber oder verminderter Appetit
Wie erkennen Sie als Halter Wachstumsschmerzen bei Ihrem Hund?
Auffällig bei Wachstumsschmerzen ist, dass:
- Die Beschwerden plötzlich auftreten
- Einmal das linke und ein anderes Mal das rechte Bein schmerzt
- Ihr Hund häufig noch spielen möchte, aber manchmal plötzlich aufhört oder zu lahmen beginnt
Lassen Sie Ihren Hund immer von einem Tierarzt untersuchen, um andere Ursachen der Lahmheit, wie eine Verletzung oder ein Gelenkproblem, auszuschließen.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entstehung von Wachstumsschmerzen?
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Skeletts eines jungen Hundes. Überfütterung, zu energiereiches Futter oder ein falsches Calcium-Phosphor-Verhältnis können zu einem zu schnellen Wachstum und damit zu Wachstumsschmerzen oder anderen orthopädischen Problemen wie Hüftdysplasie oder Ellenbogendysplasie führen.
Vor allem bei Welpen großer Rassen ist es wichtig, ein angepasstes Welpenfutter zu geben, das speziell auf ihr Wachstumstempo abgestimmt ist. Entscheiden Sie sich daher vorzugsweise für ein spezielles Welpenfutter für große Rassen, wie zum Beispiel Royal Canin Maxi Puppy oder ein anderes Futter mit kontrolliertem Energiegehalt und ausgewogenem Mineralstoffverhältnis.
Wie werden Wachstumsschmerzen behandelt?
Wachstumsschmerzen sind selbstlimitierend, was bedeutet, dass sie von selbst wieder verschwinden. Die Behandlung besteht aus:
- Ruhe und Einschränkung wilder Bewegungen
- Schmerzmitteln oder entzündungshemmenden Medikamenten in Absprache mit dem Tierarzt
- Anpassung der Ernährung, falls erforderlich
Bei anhaltenden Beschwerden kann Ihr Tierarzt eine Röntgenaufnahme anfertigen, um die Diagnose zu bestätigen oder andere Erkrankungen auszuschließen.
Wie kann die Ernährung bei der Behandlung von Wachstumsschmerzen helfen?
Die richtige Ernährung trägt dazu bei, dass sich das Skelett stabil weiterentwickelt. Entscheiden Sie sich für:
- Welpenfutter mit angepasstem Calcium- und Phosphorgehalt
- Futter ohne einen Überschuss an Eiweiß oder Kalorien
- Eine Futtermenge, die sich am erwarteten Endgewicht Ihres Hundes orientiert
Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob das Futter, das Sie derzeit geben, für das Wachstum Ihres Welpen geeignet ist.
Welche Nahrungsergänzungsmittel können bei Wachstumsschmerzen unterstützen?
Manchmal können Nahrungsergänzungsmittel Linderung verschaffen oder die Genesung unterstützen, zum Beispiel:
- Omega-3-Fettsäuren: Sie wirken entzündungshemmend, zum Beispiel Dr. Ann’s Salmon Oil
- Glucosamin und Chondroitin: Sie unterstützen das Wachstum und die Entwicklung der Gelenke, zum Beispiel PrimeVal Gelatinat Welpen
- Vitamin D und Calcium: nur in Absprache mit dem Tierarzt! Eine Überdosierung ist schädlich
Entscheiden Sie sich vorzugsweise für Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für heranwachsende Hunde entwickelt wurden.
Was können Sie tun, um Wachstumsschmerzen bei Ihrem Welpen vorzubeugen?
Wachstumsschmerzen lassen sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko verringern, indem Sie:
- Ein für die Rasse und Größe geeignetes Welpenfutter geben
- Nicht zu viel oder zu energiereiches Futter geben
- Wildes Spielen und Treppensteigen in den ersten Monaten einschränken
- Das Gewicht regelmäßig kontrollieren und Übergewicht vermeiden
- Ruhige Bewegung fördern, zum Beispiel Spaziergänge in gemächlichem Tempo
Noch Fragen?
Sind Sie unsicher, ob Ihr Hund Wachstumsschmerzen hat, oder wünschen Sie eine Beratung zu geeignetem Futter oder passenden Nahrungsergänzungsmitteln? Kontaktieren Sie uns gerne unter tierarzt@medpets.de.