Schlammige Pfoten nach dem Spaziergang reinigen
Hat Ihr Hund nur nasse Pfoten? Dann reicht gründliches Abtrocknen mit einem saugfähigen Handtuch meist aus. Nach einem Spaziergang durch Schlamm, Sand oder nasses Gras kann eine zusätzliche Reinigung erforderlich sein.
Spülen Sie stark verschmutzte Pfoten gegebenenfalls mit lauwarmem Wasser ab. So entfernen Sie Schlamm und Sand, ohne jedes Mal Shampoo verwenden zu müssen. Ein Pfotenreiniger kann ebenfalls praktisch sein, um Schmutz rund um die Pfoten und zwischen den Zehen zu lösen. Trocknen Sie die Pfoten anschließend sorgfältig ab. Vergessen Sie dabei vor allem die Zwischenräume zwischen den Zehen und den Bereich rund um die Ballen nicht. Bei Hunden mit viel Fell zwischen den Zehen können Feuchtigkeit und Schmutz dort leicht zurückbleiben.
Möchten Sie nur die Pfoten, den Bauch oder eine andere kleine Stelle reinigen? Dann können Sie auch einen feuchten Waschlappen verwenden. Verwenden Sie vorzugsweise nur lauwarmes Wasser oder ein Pflegeprodukt, das für die Haut von Hunden geeignet ist.
Einen nassen Hund richtig abtrocknen
Beginnen Sie beim Abtrocknen am besten mit den Pfoten. Arbeiten Sie sich anschließend über Bauch und Brust zum restlichen Körper vor. Verwenden Sie vorzugsweise ein weiches, gut saugfähiges Handtuch, das groß genug für Ihren Hund ist.
Wie lange es dauert, bis ein Hund vollständig trocken ist, kann sehr unterschiedlich sein. Ein kurzhaariger Hund kann nach gründlichem Abtrocknen relativ schnell trocken sein, während langes, dickes oder doppeltes Fell die Feuchtigkeit wesentlich länger speichern kann. Fühlen Sie deshalb nicht nur die Felloberfläche, sondern prüfen Sie auch, ob das Fell näher an der Haut noch feucht ist.
Ein Hundebademantel kann dann eine praktische Ergänzung sein. Dieser nimmt nach dem ersten Abtrocknen noch zusätzliche Feuchtigkeit aus dem Fell auf. Das ist nicht nur angenehm für Ihren Hund, sondern kann auch verhindern, dass er anschließend sein nasses Fell am Sofa, Teppich oder an Ihrer Hose trocken reibt.
Kann man einen Hund trocken föhnen?
Ein Föhn kann dabei helfen, das Fell weiter zu trocknen, sollte jedoch vorsichtig verwendet werden. Wählen Sie eine niedrige Temperatur und eine sanfte Gebläsestufe und halten Sie ausreichend Abstand zur Haut. Richten Sie niemals über längere Zeit heiße Luft auf dieselbe Stelle.
Nicht jeder Hund empfindet das Geräusch oder den Luftstrom als angenehm. Gewöhnen Sie Ihren Hund deshalb langsam daran. Für Hunde mit langem oder sehr dickem Fell kann ein Hundeföhn beziehungsweise Blower praktisch sein. Im Gegensatz zu einem normalen Föhn ist ein solcher Blower vor allem dafür gedacht, Wasser mit einem kräftigen Luftstrom aus dem Fell zu blasen. Dies kann das Trocknen von dickem Fell und Doppelfell deutlich erleichtern. Gewöhnen Sie Ihren Hund auch hier langsam an das Geräusch und den Luftstrom.
Warum riecht ein nasser Hund?
Der typische Geruch eines nassen Hundes entsteht nicht dadurch, dass Regenwasser selbst unangenehm riecht. Auf der Haut und im Fell leben von Natur aus Mikroorganismen. Außerdem befinden sich dort Hautfette und verschiedene Geruchsstoffe. Wenn das Fell nass wird, werden flüchtige Geruchsstoffe leichter freigesetzt und zusammen mit der verdunstenden Feuchtigkeit verbreitet. Deshalb riecht ein nasser Hund häufig deutlich stärker als ein trockener Hund.
Gründliches Abtrocknen und ausreichendes Trocknen des Fells tragen dazu bei, dass der Geruch schneller verschwindet. Riecht Ihr Hund auch dann auffällig stark oder unangenehm, wenn er vollständig trocken ist? Kontrollieren Sie dann Haut und Ohren. Ein ungewöhnlicher Geruch in Kombination mit beispielsweise Juckreiz, Rötungen, Schuppen oder häufigem Lecken kann ein Grund sein, Haut oder Ohren von einem Tierarzt untersuchen zu lassen.
Wie bleibt Ihr Zuhause mit einem nassen Hund frisch?
Am einfachsten ist es, zu verhindern, dass sich Feuchtigkeit und Schlamm im ganzen Haus verteilen. Machen Sie die Reinigung nach der Rückkehr deshalb zu einer festen Routine. Lassen Sie Ihren Hund beispielsweise kurz auf einer Schmutzfangmatte an der Tür warten, während Sie Pfoten und Fell abtrocknen.
Waschen Sie Hundehandtücher, Decken, Bezüge von Hundebetten und andere Textilien, auf denen Ihr Hund regelmäßig liegt, entsprechend den Pflegehinweisen. Lassen Sie nasse Handtücher und Decken außerdem vollständig trocknen, bevor Sie sie erneut verwenden oder verstauen. Ein feuchtes Hundebett oder eine feuchte Decke kann sonst selbst einen unangenehmen Geruch entwickeln.
Hat Ihr Hund an seinem Liegeplatz eine nasse Stelle hinterlassen? Lassen Sie den Untergrund gut trocknen und waschen Sie einen abnehmbaren Bezug, wenn dies möglich ist. Bei einem Sofa, Teppich oder anderen Textilien ist es wichtig, die Feuchtigkeit so schnell wie möglich aufzunehmen und das Material anschließend vollständig trocknen zu lassen.
Muss man einen schlammigen Hund jedes Mal waschen?
Nein, das ist normalerweise nicht notwendig. Ist Ihr Hund hauptsächlich nass oder befinden sich nur einige Schlammspritzer an Pfoten und Bauch? Dann reichen Abspülen mit lauwarmem Wasser und gründliches Abtrocknen häufig aus. Ihren Hund nach jedem nassen Spaziergang vollständig mit Shampoo zu waschen, ist in der Regel nicht erforderlich.
Ist das Fell wirklich schmutzig oder hat sich Ihr Hund beispielsweise in etwas gewälzt? Dann kann eine Wäsche natürlich sinnvoll sein. Verwenden Sie dafür ein mildes Hundeshampoo, das zur Haut und zum Fell Ihres Hundes passt. Für kleinere verschmutzte Stellen kann ein Reinigungsschaum oder -spray für Hunde eine praktische Alternative zu einer vollständigen Wäsche sein.
Auch die Pfotenballen verdienen Aufmerksamkeit. Besonders bei viel Regen, Kälte oder Streusalz können sie trockener oder rauer werden. Ein Pfotenbalsam kann zur Pflege der Ballen und dazu verwendet werden, sie geschmeidig zu halten.
Ein Hund, der gerne durch Pfützen und Schlamm rennt, und ein jederzeit blitzsauberes Zuhause lassen sich vielleicht nie ganz perfekt miteinander vereinbaren. Eine gute Routine macht jedoch einen großen Unterschied. Und der eine schlammige Pfotenabdruck, der trotzdem entwischt? Der gehört vielleicht einfach ein kleines bisschen zum Leben mit einem Hund dazu.