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Augenentzündung bei Katzen

Geschrieben von Mara |

Eine Augenentzündung (Konjunktivitis) kommt bei Katzen regelmäßig vor. Sie kann harmlos beginnen, weist jedoch manchmal auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin, die eine Behandlung durch den Tierarzt erfordert. In diesem Blog erfahren Sie, wodurch Augenentzündungen entstehen, welche Symptome auftreten können und wie der Tierarzt das Problem untersucht und behandelt.

Katze blickt in die Kamera

Was ist eine Augenentzündung bei der Katze?

Bei einer Augenentzündung ist die Schleimhaut des Auges (Konjunktiva) gereizt oder entzündet. Dies kann nur ein Auge betreffen, aber auch beide Augen gleichzeitig. Die Ursache kann lokal sein (zum Beispiel Reizung oder Verletzung), aber auch Teil einer allgemeinen Erkrankung wie Katzenschnupfen.

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Ursachen einer Augenentzündung bei Katzen

Eine Augenentzündung bei Katzen kann also verschiedene Ursachen haben. Im Folgenden besprechen wir die häufigsten Ursachen.

1. Reizung des Auges

Viele Augenentzündungen entstehen durch leichte Reizungen, zum Beispiel durch:

  • Staub
  • Sand
  • Haare
  • Zugluft
  • Rauch oder Sprays

Dies führt häufig zu milden Beschwerden, die sich manchmal von selbst bessern, sich aber auch verschlimmern können, wenn die Reizung bestehen bleibt.

Lesen Sie auch unseren Blog: Kann eine Katze Heuschnupfen haben?

2. Katzenschnupfen

Eine Augenentzündung ist ein häufiges Symptom von Katzenschnupfen. Dabei spielen vor allem das Herpesvirus (FHV-1) und das Calicivirus eine Rolle. Sekundär können auch Bakterien beteiligt sein, wie Bordetella bronchiseptica, Chlamydia felis und Mycoplasma.

Typische Merkmale von Katzenschnupfen sind:

  • häufig beide Augen betroffen
  • Rötung, Schwellung und Ausfluss
  • oft kombiniert mit Niesen, Nasenausfluss und allgemeinem Krankheitsgefühl

3. Entropium (nach innen gerolltes Augenlid)

Beim Entropium rollt sich das Augenlid nach innen, wodurch:

  • Wimpern und Haare ständig über die Hornhaut reiben
  • chronische Reizung und Entzündung entstehen

Dies tritt häufiger bei bestimmten Katzenrassen wie der Perserkatze und der Exotic Shorthair auf und kann ein- oder beidseitig sein.

4. Fremdkörper im Auge

Sand, Staubpartikel oder kleine Splitter können hinter das Augenlid gelangen und folgende Beschwerden verursachen:

  • akute Schmerzen
  • Zukneifen des Auges
  • plötzliche Rötung

Manchmal ist der Fremdkörper nicht sofort sichtbar.

5. Hornhautschäden

Kratzer, Kämpfe oder ein harter Stoß können die Hornhaut verletzen. Dies ist oft sehr schmerzhaft. Ihre Katze wird das Auge meist fest zukneifen. In diesem Fall sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Eine tiefe Verletzung kann sogar zu einer Ruptur des Auges führen, was unbedingt verhindert werden muss.

6. Hornhaut-Sequester

Ein Hornhaut-Sequester ist eine typische Erkrankung bei Katzen, insbesondere bei Rassen mit hervorstehenden Augen wie Persern.

Was ist das?

Ein Sequester ist ein dunkelbrauner bis schwarzer „mumifizierter“ Bereich auf der Hornhaut, meist zentral gelegen und kann wie ein Splitter im Auge aussehen. Er ist häufig sehr schmerzhaft.

Wie entsteht er?

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, mögliche Faktoren sind:

  • chronische Reizung (z. B. durch Entropium oder Haare)
  • trockene Augen
  • vermindertes Blinzeln (bei hervorstehenden Augen)
  • frühere Infektionen (z. B. Herpesvirus)
  • verminderte Hornhautqualität
  • frühere Eingriffe am dritten Augenlid

Die Behandlung reicht von intensiver Augentherapie bis zur chirurgischen Entfernung durch den Tierarzt.

7. KCS (Keratoconjunctivitis sicca oder trockene Augen)

Bei KCS produziert das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit, was führt zu:

  • chronischer Reizung
  • Entzündung
  • erhöhtem Risiko für Hornhautschäden und Sequesterbildung

Mit spezieller Medikation (z. B. Cyclosporin-Augensalbe) kann versucht werden, die Tränenproduktion wieder anzuregen. Eine frühe Diagnose ist hierbei sehr wichtig. Zusätzlich werden häufig antibiotische Salben und künstliche Tränen zur Befeuchtung eingesetzt.

Symptome einer Augenentzündung bei Katzen

Eine Augenentzündung bei Ihrer Katze können Sie an folgenden Symptomen erkennen:

  • gerötete Augenbindehaut
  • Zukneifen oder geschlossenes Auge
  • Ausfluss (klar, schleimig oder eitrig)
  • Schwellung des Augenlids
  • häufiges Blinzeln
  • Reiben mit der Pfote am Auge
  • Lichtempfindlichkeit

Die Beschwerden können also nur ein Auge betreffen oder beide Augen gleichzeitig.

Wie untersucht der Tierarzt eine Augenentzündung?

Der Tierarzt betrachtet nicht nur das Auge selbst, sondern auch den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Katze, zum Beispiel:

  • Fieber
  • Nasenausfluss
  • Atembeschwerden
  • verminderter Appetit

Darüber hinaus können folgende Untersuchungen am Auge durchgeführt werden:

  • Kontrolle der Stellung der Augen und der Pupillengröße. Gegebenenfalls kann mit den Fingern auch eine Einschätzung des Drucks im Augapfel erfolgen.
  • Anfärben des Auges (Fluoreszein-Test), um Verletzungen oder Geschwüre der Hornhaut sichtbar zu machen.
  • Schirmer-Tränen-Test zur Messung der Tränenproduktion. Dies hilft bei der Feststellung trockener Augen (KCS).
  • Untersuchung unter den Augenlidern: Nach lokaler Betäubung werden die Augenlider vorsichtig nach außen gestülpt, um zu prüfen, ob ein Fremdkörper vorhanden ist. Dieser kann, sofern möglich, direkt entfernt werden.
  • Kontrolle der Lidkanten mit einer speziellen Lampe, um festzustellen, ob Haare an Stellen wachsen, an denen sie nicht wachsen sollten.

Je nachdem, was bei der Untersuchung festgestellt wird, kann eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Behandlung einer Augenentzündung bei Katzen

Die Behandlung hängt von der Ursache ab und besteht häufig aus Augentropfen oder Augensalbe. Bei einer Infektion ist eine antibiotische Augensalbe vom Tierarzt erforderlich. Viele Augenprobleme können zusätzlich mit anderen Tropfen oder Salben unterstützend behandelt werden.

Zum Beispiel:

  • Augentropfen oder -salben mit Vitamin A haben eine pflegende Wirkung auf das Auge, zum Beispiel Ophtosan.
  • TVM Ophtaprime ist eine Augensalbe, die das Auge auf eine weiterführende Behandlung vorbereitet. Sie reinigt das Auge und sorgt dafür, dass Antibiotika besser wirken können.
  • Bei trockenen Augen (KCS) ist neben der tierärztlich verordneten Behandlung zusätzlich ein Gel oder Tropfen notwendig, die das Auge befeuchten, wie Optixcare Eye Lube und TVM Remend 0.4.
  • Bei Hornhautschäden oder einem Sequester können ebenfalls Augentropfen eingesetzt werden, um die Heilung und Befeuchtung zu fördern, zum Beispiel TVM Remend 0.75 und TVM Clerapliq Augentropfen. Remend 0.75 eignet sich besonders bei schweren trockenen Augen mit Hornhautschäden, etwa bei einer Verletzung im Rahmen von KCS.

Tränenstreifen bei Katzen

Sehen Sie dunkle Tränenstreifen unter den Augen? Mögliche Ursachen hierfür sind:

  • verengte oder verstopfte Tränenkanäle
  • kleine oder fehlende Öffnungen der Tränenkanäle
  • Anatomie (runde Augen, kurze Nase)
  • verminderter Abfluss der Tränenflüssigkeit

Diese Tränenstreifen können Sie beispielsweise mit TVM Ocryl reinigen.

Wann sollten Sie zum Tierarzt?

Augenprobleme können sich schnell verschlimmern. Nehmen Sie immer Kontakt mit dem Tierarzt auf, wenn:

  • Ihre Katze Schmerzen zu haben scheint
  • das Auge geschlossen bleibt
  • das Auge stark gerötet oder geschwollen ist
  • gelber oder grüner Eiter aus dem Auge austritt
  • das Auge trüb oder bläulich erscheint
  • Ihre Katze mit der Pfote am Kopf reibt
  • die Beschwerden sich verschlimmern oder nicht bessern

Haben Sie Fragen zu Augenproblemen oder Produkten? Nehmen Sie Kontakt auf über tierarzt@medpets.de.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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