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Wie richtet man ein Terrarium für Reptilien ein? Ein kompletter Leitfaden

Geschrieben von Mara |

Ein gut eingerichtetes Terrarium ist die Grundlage für ein gesundes und aktives Reptil. Reptilien sind vollständig von ihrer Umgebung abhängig: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Ernährung und Einrichtung müssen ihrem natürlichen Lebensraum möglichst genau entsprechen. In diesem Blog führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung eines Terrariums – von der ersten Entscheidung bis hin zu Pflanzen, Beleuchtung und Klima.

Schlange sitzt auf einem Ast

Schritt 1: Überlegen Sie zuerst, welches Tier Sie halten möchten

Bevor Sie ein Terrarium kaufen oder einrichten, sollten Sie sich genau überlegen, welches Reptil (oder Amphibium) Sie halten möchten. Jede Art stellt unterschiedliche Anforderungen an:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Beleuchtung (UV)
  • Platzangebot
  • Einrichtung
  • Ernährung

Eine Wüstenechse benötigt eine völlig andere Umgebung als ein tropischer Frosch. Informieren Sie sich daher immer artspezifisch. Auf unserer Seite über Reptilienarten erfahren Sie, welche Haltungsbedingungen zu Ihrem Tier passen.

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Schritt 2: Wählen Sie den richtigen Terrariumtyp

Abhängig vom natürlichen Lebensraum Ihres Tieres wählen Sie Ihr Terrarium. Es gibt 4 Haupttypen:

1. Gemäßigtes Terrarium

Dieser Terrariumtyp ahmt ein Klima nach, wie es in Südeuropa vorkommt. Er ist großzügig gestaltet und enthält:

  • Holz und Steine
  • Versteckmöglichkeiten
  • kleinere Pflanzen

Dieses Terrarium eignet sich für Arten, die keine extreme Hitze oder Feuchtigkeit benötigen.

2. Wüstenterrarium

Ein Wüstenterrarium hat:

  • ein trockenes Klima
  • viel Licht
  • große Temperaturunterschiede zwischen warmen und kühleren Bereichen

Ein Wüstenterrarium ist ideal für Wüstenechsen und -schlangen.

3. Tropisches Terrarium

Dieses Terrarium ähnelt einem Regenwald:

  • hohe Temperatur
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • viele Pflanzen
  • gegebenenfalls ein kleiner Wasserbereich

Dieser Terrariumtyp ist zum Beispiel geeignet für Geckos, Baumfrösche und Pfeilgiftfrösche, aber auch für Anolis-Arten, bestimmte Echsen und sogar einige Schlangenarten.

4. Tropisches Paludarium

Ein Paludarium ist mit einem tropischen Terrarium vergleichbar, besteht jedoch zu etwa ⅓ aus Wasser. Es ist geeignet für Arten, die sowohl Land als auch Wasser nutzen, wie bestimmte Frösche und Salamander.

Schritt 3: Bestimmen Sie die richtige Größe des Terrariums

Die Größe des Terrariums hängt ab von:

  • der ausgewachsenen Größe des Tieres
  • der Anzahl der Tiere
  • wie gut die Tiere zusammen leben können.

Ein größeres Terrarium hat wichtige Vorteile:

  • stabileres Klima
  • bessere Verteilung von warmen, kühlen, feuchten und trockenen Zonen
  • Verschmutzung tritt weniger schnell auf
  • mehr Bewegungsraum und weniger Stress

Schritt 4: Heizung

Nahezu alle Reptilien benötigen zusätzliche Wärme. Eine Beheizung von oben ist zu bevorzugen, da sie die Sonne nachahmt. Eine Beheizung von unten ist oft weniger geeignet, da viele Reptilien gerade graben, um sich abzukühlen.

Sehen Sie sich Heizlösungen in unserer Kategorie Heizung an.

Schritt 5: Beleuchtung und UV-Strahlung

Beleuchtung ist für Reptilien essenziell:

  • UV-A: wichtig für Verhalten und die Erkennung von Artgenossen
  • UV-B: notwendig für die Bildung von Vitamin D3

Ein Mangel an UV-B und Vitamin D3 kann zu Metabolic Bone Disease (MBD) führen, bei der Knochen sich verformen und schwächer werden. Häufig ist auch zusätzliche Unterstützung über Vitamine und Mineralstoffe nötig.

Entdecken Sie unser Sortiment an Beleuchtung für Reptilien.

Schritt 6: Klimasteuerung

Nach der Wahl von Terrarium und Beleuchtung bestimmen Sie das Klima:

  • Temperatur (Tag/Nacht)
  • Luftfeuchtigkeit
  • Belüftung

Eine gute Klimatisierung verhindert Schimmel, Bakterien und Gesundheitsprobleme.

Schritt 7: Bodengrund (Substrat)

Der Bodengrund muss sicher, hygienisch und funktional sein.

Sichere Optionen:

  • Buchenholzspäne
  • Kokosfaser
  • Reptiliensand

Sägemehl ist als Bodengrund nicht geeignet.

Das Substrat beeinflusst:

  • Feuchtigkeitsregulierung
  • Hygiene
  • Grabverhalten

Bei echter Bepflanzung können Sie auch eine Mischung aus Erde und Torf als Unterlage wählen.

Schritt 8: Einrichtung und Versteckmöglichkeiten

Reptilien benötigen Sicherheit. Diese schaffen Sie durch:

  • mehrere Verstecke (Höhlen, Tunnel)
  • dichte Bepflanzung
  • Äste und Steine mit weichen Kanten

Echte Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, dürfen jedoch nicht giftig sein. Kunstpflanzen sind eine sichere Alternative.

Sehen Sie sich unser Sortiment an Einrichtung und Dekoration für Ihr Terrarium an.

Schritt 9: Wasser und Ernährung

Sorgen Sie immer für:

Schritt 10: Belüftung und Standort

Eine gute Luftzirkulation verhindert Schimmel und Bakterien. Stellen Sie das Terrarium:

  • stabil und waagerecht auf (vorzugsweise auf einer Styroporplatte)
  • zugfrei
  • nicht in direktes Sonnenlicht
  • mit ausreichend Platz für die Wärmeabfuhr

Versuchen Sie, mit Ihrem Terrarium die Natur so gut wie möglich nachzuahmen. Ein Terrarium ist kein Dekorationsstück, sondern ein lebender Biotop. Wenn Sie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht an die Natur anpassen, fühlen sich Reptilien sicher und bleiben gesund. Wechseln Sie trockene und feuchte Perioden ab, sorgen Sie für Luftbewegung und beobachten Sie Ihre Tiere gut.

Zweifeln Sie? Lassen Sie sich immer von einem spezialisierten Terraristik-Fachgeschäft oder erfahrenen Hobbyhaltern beraten. Ein gut vorbereiteter Start ist der Schlüssel zu jahrelanger Freude an Ihren Reptilien.

Hier finden Sie unser komplettes Sortiment an Zubehör für Reptilien und Amphibien.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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