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Staupe bei Hunden: Symptome, Impfung und Risiken

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Staupe, auch als Carré-Krankheit oder Canine Distemper Virus bezeichnet, ist eine schwere und hoch ansteckende Viruserkrankung. Dank der Impfung kommt Staupe bei Haushunden glücklicherweise viel seltener vor als früher. Trotzdem tritt das Virus manchmal noch auf, vor allem durch Hunde, die aus dem Ausland stammen, oder bei Wildtieren wie Füchsen, Mardern, Frettchen und Waschbären. In diesem Blog erklären wir, was Staupe ist, wie sich Staupe bei Hunden äußert und wie wichtig die Impfung weiterhin bleibt.

Blonder Labrador-Welpe läuft durch das Gras

Was ist Staupe?

Staupe ist eine ansteckende Virusinfektion, die durch das Canine Distemper Virus verursacht wird. Das Virus befällt verschiedene Teile des Körpers, darunter:

  • die Atemwege
  • den Magen-Darm-Trakt
  • das Nervensystem

Die Krankheit kann schwer verlaufen und ist besonders gefährlich für Welpen, nicht geimpfte Hunde und Hunde mit geschwächtem Immunsystem.

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Wie verbreitet sich Staupe?

Das Virus verbreitet sich über Nasenausfluss und Speichel, also im Allgemeinen durch Husten/Niesen und direkten Kontakt zwischen Hunden. Infizierte Hunde können das Virus bereits verbreiten, bevor sie deutlich krank sind.

Staupe in Deutschland

Staupe wird in Deutschland regelmäßig bei Wildfüchsen festgestellt, vor allem in Grenzregionen und waldreichen Gebieten. Da die Population von Wildfüchsen und Mardertieren in den letzten Jahren zugenommen hat, besteht in der Natur stets die Gefahr einer Ansteckung.

Daher ist es nach wie vor sehr wichtig, Hunde gegen Staupe zu impfen.

Symptome der Staupe bei Hunden

Die Symptome der Staupe bei Hunden können sehr unterschiedlich sein. Manche Hunde erkranken nur leicht, während andere schwere Beschwerden entwickeln. Die Symptome der Staupe können von Atemwegs- und Darmbeschwerden bis hin zu schweren neurologischen Problemen reichen.

Häufige Symptome der Staupe sind:

  • Fieber
  • Teilnahmslosigkeit
  • verminderter Appetit
  • Nasenausfluss
  • Augenausfluss
  • Husten
  • Durchfall
  • Erbrechen

In schwereren Fällen kann das Virus auch das Nervensystem angreifen. Dann können Sie auch Beschwerden sehen wie

  • Muskelzittern
  • unkontrollierte Bewegungen
  • epileptische Anfälle
  • Lähmungserscheinungen

Einige Hunde entwickeln außerdem eine Verdickung der Nase oder der Fußballen. Dies wird auch als “Hard Pad Disease” bezeichnet.

Wie wird Staupe festgestellt?

Ein Tierarzt wird Folgendes beurteilen:

  • die Symptome
  • den Impfstatus
  • eine mögliche Herkunft aus dem Ausland

Manchmal sind zusätzliche Tests nötig, um die Diagnose zu bestätigen.

Ist Staupe behandelbar?

Es gibt kein spezielles Medikament gegen das Virus selbst. Die Behandlung ist daher unterstützend.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Infusion
  • Medikamente gegen Übelkeit
  • Antibiotika gegen Sekundärinfektionen
  • Unterstützung der Ernährung und des Flüssigkeitshaushalts

Die Prognose hängt stark ab von:

  • dem Schweregrad der Infektion
  • dem Alter des Hundes
  • dem Auftreten neurologischer Beschwerden

Staupeimpfung: Wie wichtig ist sie?

Die Staupeimpfung ist der wichtigste Schutz gegen diese Krankheit.

Durch die Impfung baut der Körper einen Schutz gegen das Virus auf. Lesen Sie auch unseren Blog Jährliche Impfung von Hunden.

Wie oft muss ein Hund gegen Staupe geimpft werden?

Welpen werden mehrfach gegen Staupe geimpft, standardmäßig im Alter von 6, 9 und 12 Wochen. Danach wird die Impfung im Alter von 1 Jahr wiederholt. Anschließend ist Ihr Hund 3 Jahre oder länger geschützt.

Die genaue Häufigkeit kann je nach Impfstoff und Hund unterschiedlich sein. Ihr Tierarzt kann Sie beraten, welches Schema am besten passt.

Wie lange wirkt die Staupeimpfung?

Viele moderne Impfstoffe bieten mehrere Jahre Schutz. Bei den meisten Impfstoffen gegen Staupe gilt ein Schutz von etwa 3 Jahren. Um nicht unnötig gegen Staupe zu impfen, können Sie nach 3 Jahren auch einen Titer bestimmen lassen.

Können geimpfte Hunde trotzdem krank werden?

Die Impfung bietet einen sehr guten Schutz, aber keine Impfung gibt eine 100%ige Garantie. Trotzdem verläuft eine Infektion bei geimpften Hunden in der Regel viel milder als bei nicht geimpften Hunden.

Haben Sie noch Fragen zur Staupe? Nehmen Sie dann Kontakt auf über tierarzt@medpets.de.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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