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Kaninchen und Winterwetter

Geschrieben von Astrid |

Der Winter kann eine wunderschöne Jahreszeit sein. Frische Morgen, eine gefrorene Landschaft und manchmal sogar eine Schneedecke machen diese Zeit besonders. Gleichzeitig bringt der Winter aber auch Kälte, Regen und Wind mit sich. Für Kaninchen bedeutet das, dass sie ein wenig zusätzliche Aufmerksamkeit benötigen, damit auch sie gut und sicher durch den Winter kommen. Lesen Sie unten, worauf Sie achten können und wie Sie Ihre Kaninchen im Winter optimal unterstützen.

Kaninchen im Schnee

Können Kaninchen Kälte vertragen?

Obwohl Kaninchen Kälte besser vertragen als Hitze, birgt das Winterwetter dennoch gewisse Risiken. Vor allem Feuchtigkeit, Zugluft und plötzliche Temperaturschwankungen können ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, Ihre Kaninchen auch im Winter möglichst komfortabel zu halten.

Vorbereitung des Winterfells bei Kaninchen

Kaninchen sind von Natur aus gut an niedrigere Temperaturen angepasst. Wenn der Winter näher rückt, entwickeln sie ein dichteres Winterfell, das ihnen hilft, warm zu bleiben. Gesunde Kaninchen, die es gewohnt sind, draußen zu leben, können daher oft problemlos Temperaturen um oder sogar unter dem Gefrierpunkt vertragen. Wichtig ist jedoch, dass dieser Übergang schrittweise erfolgt. Kaninchen, die das ganze Jahr über draußen leben, bauen ihr Fell und ihre Widerstandskraft ganz natürlich auf.

Halten Sie ein Wohnungskaninchen im Winter drinnen

Für Kaninchen, die normalerweise im Haus leben, gilt dies nicht: Sie sollten im Winter nicht einfach nach draußen gesetzt werden (und umgekehrt). Plötzliche Temperaturschwankungen können zu gesundheitlichen Problemen führen. Dabei ist nicht unbedingt die Kälte selbst das größte Risiko, sondern vor allem Feuchtigkeit, Zugluft und starke Temperaturschwankungen.

Lassen Sie Ihr Außenkaninchen im Winter draußen

Lassen Sie Kaninchen im Winter vorzugsweise draußen, insbesondere wenn sie daran gewöhnt sind. Kaninchen vertragen große Temperaturunterschiede schlecht, und ein Umzug nach drinnen verursacht häufig unnötigen Stress. Wenn die Umgebung gut angepasst ist, können sie auch während der Wintermonate sicher draußen bleiben.

Winterliche Unterstützung

Praktische Wintertipps für Kaninchen

Tip 1 – Sorgen Sie für einen trockenen und geschützten Unterschlupf

Ein trockener Unterschlupf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Kaninchen im Winter. Feuchtigkeit erschwert es ihnen, ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Sorgen Sie daher für einen wasserdichten Stall, der leicht erhöht steht und ausreichend Schutz vor Regen und Spritzwasser bietet. Füllen Sie das Schlafhaus großzügig mit Stroh, damit die Kaninchen gemeinsam einen warmen und gemütlichen Rückzugsort haben. Unter dem Stroh können Sie optional Strohpellets verwenden. Diese nehmen Urin gut auf und helfen, den Stall trocken zu halten. Für stubenreine Kaninchen ist dies nicht zwingend notwendig, kann aber zusätzlichen Komfort während der Wintermonate bieten.

Tip 2 – Schutz vor Wind und Zugluft

Frische Winterluft ist für Kaninchen kein Problem, Zugluft hingegen schon. Platzieren Sie den Stall daher möglichst windgeschützt und decken Sie offene Seiten teilweise ab, zum Beispiel mit Plexiglas oder einer Plane. Achten Sie darauf, dass dennoch ausreichend Belüftung vorhanden bleibt, damit die Luft frisch bleibt, ohne dass es zieht. Kaninchen suchen bei Kälte gerne gemeinsam Schutz. Sorgen Sie deshalb immer für ausreichend Versteckmöglichkeiten, damit sie sich jederzeit zurückziehen können.

Tip 3 – Zusätzliche Aufmerksamkeit an regnerischen Tagen

Regen und winterliche Schauer erfordern zusätzliche Kontrollen. Prüfen Sie täglich, ob der Stall trocken bleibt, und ersetzen Sie nasse Einstreu sofort. Auch das Fell und die Ohren der Kaninchen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Sie sollten trocken und sauber bleiben. So verhindern Sie, dass sich Kälte und Feuchtigkeit ansammeln.

Tip 4 – Wie schützt man Kaninchen vor Kälte und Frost?

Bei Kälte und Frost kuscheln sich Kaninchen gerne zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen. Mit zusätzlichem Stroh können sie gemeinsam ein warmes Nest bauen. Außerdem kann eine Isolierung an der Außenseite des Stalls helfen, die Kälte draußen zu halten, während das Innere trocken und gut belüftet bleibt. Achten Sie darauf, dass der Stall geschützt steht und nicht an einem zugigen Ort.

Achten Sie besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme

Bei Frost trinken Kaninchen oft weniger, insbesondere wenn das Wasser (teilweise) gefriert. Dennoch ist ausreichendes Trinken sehr wichtig, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Kontrollieren Sie daher mehrmals täglich, ob frisches, flüssiges Wasser zur Verfügung steht, und bieten Sie zusätzlich auf einfache Weise Flüssigkeit an, zum Beispiel durch:

  • Leicht angefeuchtetes Gemüse: Spülen Sie Gemüse ab und geben Sie es noch leicht feucht. Steigern Sie dies langsam, wenn Ihre Kaninchen nicht daran gewöhnt sind, da eine plötzliche Menge frisches Gemüse Bauchschmerzen verursachen kann. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog: Was dürfen Kaninchen fressen?
  • Einen milden Kräutertee anzubieten: Abgekühlter Kräutertee (z. B. Kamille) kann bis zu dreimal pro Woche angeboten werden, immer zusätzlich zu einer Schale mit normalem Wasser. Zubereitung: Gekochtes Wasser in ein Glas geben, 2 Minuten abkühlen lassen, 1 Teelöffel getrocknete Kräuter hinzufügen und 10 Minuten ziehen lassen. Kräuter entfernen, vollständig abkühlen lassen und anbieten.
  • Eine frostfreie Trinkflasche zu verwenden: Bei anhaltendem Frost kann eine frostfreie Trinkflasche, wie die Kerbl Trinkflasche NoFrost, eine praktische Ergänzung sein. Beachten Sie jedoch, dass eine Wasserschale bevorzugt wird, da Kaninchen daraus meist mehr trinken. Beide Optionen anzubieten ist daher ideal.

Tip 5 – Schnee

Schnee kann für Kaninchen eine besondere und sogar schöne Erfahrung sein, solange sie selbst wählen können, wo sie sich aufhalten. Viele Kaninchen laufen oder spielen gerne kurz im Schnee. Stellen Sie jedoch immer sicher, dass ein trockener, schneefreier Unterschlupf vorhanden ist, in den sie sich zurückziehen können. Halten Sie Laufwege übersichtlich und – wenn möglich – teilweise schneefrei. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig die Pfoten, damit sich kein nasser Schnee im Fell sammelt. Bei Kaninchen mit langen Hängeohren ist es besonders wichtig, auch die Ohren zu kontrollieren und bei Bedarf vorsichtig zu trocknen.

Tip 6 – Unterstützen Sie Ihre Kaninchen mit der richtigen Ernährung

Im Winter verbrauchen Kaninchen mehr Energie, um sich warm zu halten. Unbegrenzter Zugang zu hochwertigem Heu bleibt daher die Grundlage ihrer Ernährung. Heu unterstützt nicht nur eine gesunde Verdauung, sondern trägt auch zur Wärmeregulierung bei. Achten Sie darauf, dass das Heu stets trocken bleibt und nicht zertreten oder nass wird. Eine Heuraufe oder Futterstation, wie die Trixie Futterstation, kann dabei helfen und sorgt für sauberen Zugang zum Heu.

Häufig gestellte Fragen

Welche Temperatur ist für Kaninchen zu kalt?

Kaninchen vertragen Kälte grundsätzlich gut. Gesunde, an das Leben im Freien gewöhnte Kaninchen können Temperaturen um den Gefrierpunkt und sogar bis zu –10 °C aushalten. Kritisch wird es vor allem, wenn Kälte mit Feuchtigkeit, Zugluft oder starken Temperaturschwankungen einhergeht. Nässe stellt dabei ein größeres Risiko dar als niedrige Temperaturen allein.

Wie erkenne ich, ob meinem Kaninchen kalt ist?

Kaninchen zeigen oft sehr subtil, wenn ihnen kalt ist oder sie sich nicht ganz wohlfühlen. Sie ziehen sich häufiger zurück, sitzen zusammengerollt oder bewegen sich weniger als sonst. Auch kalte Ohren – insbesondere bei Widderkaninchen – können ein Anzeichen sein. Deshalb ist es wichtig, täglich kurz zu beobachten, wie sich Ihre Kaninchen verhalten, und Fell sowie Ohren zu kontrollieren.

Achten Sie außerdem genau auf Veränderungen im Fress- und Trinkverhalten. Weniger Trinken, weniger Fressen, Teilnahmslosigkeit oder eine deutliche Abnahme der Kotmenge können darauf hindeuten, dass es einem Kaninchen nicht gut geht. Diese Signale erfordern immer besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie solche Veränderungen bemerken, ist es ratsam, Kontakt mit Ihrem Tierarzt aufzunehmen. Durch aufmerksames Beobachten und rechtzeitiges Handeln lassen sich Probleme oft vermeiden oder frühzeitig beheben.

Was ist im Winter bei Kaninchen zu beachten?

Im Winter ist es wichtig, die Kaninchen mehrmals täglich zu kontrollieren. Sorgen Sie für einen trockenen, zugluftfreien Unterschlupf, ausreichend Stroh, unbegrenzten Zugang zu Heu und frisches Trinkwasser. Achten Sie besonders auf das Trinkverhalten und prüfen Sie regelmäßig, ob das Wasser nicht gefroren ist und das Fell trocken bleibt. Mit einigen einfachen Anpassungen kommen Kaninchen auch im Winter gut zurecht.

Lassen Sie Kaninchen im Winter möglichst draußen, sofern sie daran gewöhnt sind. Kaninchen vertragen große Temperaturunterschiede schlecht, und ein Umzug nach drinnen verursacht häufig unnötigen Stress. Durch eine gut angepasste Umgebung können sie auch während der Wintermonate sicher draußen bleiben.

Was frisst ein Kaninchen im Winter?

Auch im Winter bleibt unbegrenztes Heu die Grundlage der Ernährung. Heu unterstützt die Verdauung und hilft Kaninchen, warm zu bleiben. Darüber hinaus können Kaninchen ihre gewohnte Nahrung weiterhin erhalten. Es ist nicht sinnvoll, im Winter mehr Trockenfutter zu geben – eine ausgewogene Fütterung bleibt entscheidend.

In kalten Perioden verbrauchen Kaninchen zwar etwas mehr Energie, dies wird jedoch hauptsächlich durch ausreichend Heu und eine ausgewogene, passende Ernährung ausgeglichen. Was Kaninchen fressen dürfen und was nicht, erfahren Sie in unserem Blog: Was dürfen Kaninchen essen?

Können Kaninchen draußen bleiben, wenn es friert?

Ja, Kaninchen können auch bei Frost draußen bleiben, sofern sie daran gewöhnt sind und über einen gut geschützten, trockenen Unterschlupf verfügen. Wichtig sind ausreichend Stroh, die Möglichkeit, gemeinsam Wärme zu speichern, sowie jederzeit Zugang zu frischem, flüssigem Wasser.

Kaninchen, die normalerweise im Haus leben, sollten im Winter nicht plötzlich nach draußen gesetzt werden – und umgekehrt. Diese abrupten Temperaturschwankungen sind für Kaninchen zu belastend und können gesundheitliche Probleme verursachen.

Sind Sie unsicher, ob es zu kalt wird? Stellen Sie den Stall lieber an einen geschützteren Ort, zum Beispiel windgeschützt oder in eine kalte Scheune. Auch eine große Decke oder Plane über einem Teil des Stalls kann vorübergehend zusätzlichen Schutz bieten. Achten Sie dabei stets auf ausreichende Belüftung.

Ist es sinnvoll, eine Decke über den Kaninchenstall zu legen?

Eine Decke kann vorübergehend zusätzlichen Schutz vor Kälte und Wind bieten, darf jedoch niemals den gesamten Stall abschließen. Eine gute Belüftung bleibt wichtig, um Feuchtigkeit und Kondensation zu vermeiden. Verwenden Sie vorzugsweise Isoliermaterial an der Außenseite des Stalls und achten Sie darauf, dass das Innere trocken bleibt. Stroh ist für Kaninchen immer die beste Möglichkeit, sich selbst warm zu halten.

Wie halte ich mein Kaninchen im Winter warm?

Kaninchen halten sich selbst warm durch ihr Winterfell, indem sie eng zusammenrücken und sich im Stroh eingraben. Durch eine gute Isolierung des Stalls, ausreichend Stroh und das Vermeiden von Zugluft unterstützen Sie sie dabei optimal. Zusätzliche Wärmequellen sind in der Regel nicht notwendig – eine trockene, geschützte Umgebung ist am wichtigsten.

Was machen Kaninchen im Winter?

Im Winter sind Kaninchen oft etwas ruhiger. Sie schlafen mehr, bewegen sich weniger intensiv und suchen häufiger die Nähe zueinander, um sich zu wärmen. Bei schönem Winterwetter, wie trockener Kälte oder Schnee, können sie dennoch aktiv sein und spielen – vorausgesetzt, sie können sich jederzeit zurückziehen.

Sorgen Sie auch im Winter für ausreichend Abwechslung. Indem Sie das Futter an verschiedenen Stellen anbieten, bleiben Kaninchen aktiv mit der Nahrungssuche beschäftigt. Dies fördert natürliches Verhalten und zusätzliche Bewegung. Auch Futterpuzzles bieten eine schöne Abwechslung, ebenso wie neues Spielzeug oder zusätzliche Möglichkeiten zum Klettern und Erkunden. So bleiben Kaninchen auch in den Wintermonaten körperlich und geistig aktiv.

Auch Wohnungskaninchen benötigen im Winter besondere Aufmerksamkeit

Nicht nur Außenkaninchen benötigen im Winter zusätzliche Pflege. In Innenräumen kann die Luft trockener sein, und die Temperaturen schwanken stärker, etwa durch Heizung oder Lüftung. Sorgen Sie daher auch drinnen für ausreichend Bewegung, eine stabile Umgebung und vermeiden Sie plötzliche Temperaturschwankungen. Auch Wohnungskaninchen suchen gerne die Nähe zueinander.

Beobachten Sie Ihre Kaninchen und vertrauen Sie Ihrem Gefühl

Kaninchen zeigen oft sehr subtil, wie es ihnen geht. Wenn Sie täglich kurz beobachten, wie sie sich verhalten, fressen und bewegen, erkennen Sie Veränderungen schnell. So können Sie rechtzeitig reagieren und der Winter bleibt auch für Ihre Kaninchen eine angenehme Jahreszeit.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie uns gerne unter tierarzt@medpets.de.

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Astrid-Klein

Über die Person

Astrid, tiermedizinische Fachangestellte bei Medpets

Astrid ist tiermedizinische Fachangestellte und arbeitet bei Medpets als Content-Spezialistin. Dort bringt sie ihre langjährige Praxiserfahrung ein, um Tierhaltern klare und verlässliche Informationen bereitzustellen. Sie ist auf Kaninchenverhalten spezialisiert und denkt gerne mit, wenn es um innovative Produkte und Blogartikel geht, die auf die Bedürfnisse von Tier und Halter abgestimmt sind.

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