Wie viel sollten Sie mit einer Wohnungskatze spielen?
Es gibt keine feste Bewegungsdauer, die für jede Katze geeignet ist. Eine junge, energiegeladene Katze ist vielleicht mehrmals am Tag bereit für eine Verfolgungsjagd, während eine ältere Katze möglicherweise lieber etwas ruhiger spielt. Orientieren Sie sich daher vor allem an Ihrer Katze. Mehrere kurze Spieleinheiten über den Tag verteilt funktionieren häufig besser als eine lange Spielrunde. Schon ein paar Minuten aktives Jagen nach einer Katzenangel, einem Ball oder einem anderen Spielzeug können eine schöne Abwechslung im Tagesablauf sein. Versuchen Sie, das Spiel zu beenden, bevor Ihre Katze das Interesse vollständig verliert. So bleibt das Spielen interessant und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass sie beim nächsten Mal wieder begeistert mitmacht.
Indoor-Spiele für Katzen
Nicht jede Katze mag dasselbe. Die eine Katze jagt begeistert einem Ball hinterher, während eine andere lieber aus einem Versteck heraus eine Katzenangel beobachtet. Indem Sie verschiedene Spielarten ausprobieren, finden Sie heraus, wodurch der Jagdinstinkt Ihrer Katze am stärksten angeregt wird.
1. Jagen mit einer Katzenangel
Eine Katzenangel ist eine einfache Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrer Katze zu spielen. Bewegen Sie das Spielzeug nicht ständig direkt vor ihrer Nase, sondern versuchen Sie, die Bewegungen eines Beutetiers nachzuahmen. Lassen Sie es beispielsweise langsam über den Boden gleiten, kurz hinter einem Stuhl verschwinden und anschließend plötzlich wieder auftauchen. Wechseln Sie ruhige Bewegungen mit kurzen, schnellen Bewegungen ab. Geben Sie Ihrer Katze außerdem regelmäßig die Möglichkeit, ihre „Beute“ tatsächlich zu fangen. Gerade das Anschleichen, Verfolgen und schließlich das Greifen machen das Spiel interessant.
2. Verstecken Sie Spielzeug im Haus
Machen Sie aus Ihrem Wohnzimmer eine kleine Entdeckungstour. Verstecken Sie ein Lieblingsspielzeug beispielsweise hinter einem Stuhl, unter einem Karton oder teilweise unter einer Decke. Sie können Spielzeug auch an verschiedenen sicheren Stellen im Haus platzieren, sodass Ihre Katze bei ihrem täglichen Rundgang immer wieder etwas Neues entdeckt. Wechseln Sie die Verstecke regelmäßig. Katzen sind neugierig und schon eine kleine Veränderung in einer vertrauten Umgebung kann neues Interesse wecken.
3. Lassen Sie Ihre Katze einem Ball hinterherjagen
Bälle sind ideal für Katzen, die gerne beweglichen Gegenständen hinterherjagen. Rollen Sie beispielsweise einen Ball über den Boden oder durch den Flur und beobachten Sie, ob Ihre Katze die Verfolgung aufnimmt. Sie können das Spiel anspruchsvoller gestalten, indem Sie den Ball an Möbeln entlangrollen oder in einem leeren Karton landen lassen. Manche Katzen finden leichte oder raschelnde Bälle besonders interessant.
4. Stellen Sie einen Katzentunnel auf
Ein Spieltunnel bietet einer Katze gleich mehrere Möglichkeiten. Ihre Katze kann hindurchrennen, sich darin verstecken, aus dem Tunnel heraus einem Spielzeug auflauern oder einfach gemütlich darin liegen. Sie können eine Katzenangel an der Außenseite des Tunnels entlangbewegen oder einen Ball hindurchrollen. So verbinden Sie Verstecken und Jagen in einem Spiel.
5. Lassen Sie Ihre Katze für ihr Futter arbeiten
Futter muss nicht immer direkt aus dem Futternapf kommen. Mit einem Futterspiel oder befüllbarem Katzenspielzeug muss sich Ihre Katze etwas anstrengen, um an ihre Kroketten oder Snacks zu gelangen. Das fördert nicht nur die Bewegung, sondern bietet gleichzeitig geistige Beschäftigung. Beginnen Sie mit einem einfachen Futterspiel, damit Ihre Katze versteht, was von ihr erwartet wird. Sobald sie dieses problemlos lösen kann, können Sie zu einer schwierigeren Variante wechseln.
Sie können auch einen Teil der täglichen Trockenfuttermenge an verschiedenen Stellen im Haus verstecken. So muss Ihre Katze ihre Nase und ihre Neugier einsetzen, um ihre Mahlzeit zu finden. Achten Sie darauf, dass Kroketten und Snacks, die Sie während des Spielens geben, zur täglichen Futtermenge gehören. So vermeiden Sie, dass zusätzliche Spiel- und Futtermomente unbemerkt für viele zusätzliche Kalorien sorgen.
6. Nutzen Sie Kartons und Papier
Ein Spielzeug muss nicht kompliziert sein. Ein stabiler Karton kann für manche Katzen mindestens genauso interessant sein wie spezielles Katzenspielzeug. Schneiden Sie beispielsweise verschiedene Öffnungen in einen Karton und bewegen Sie eine Spielzeugmaus an den Öffnungen vorbei. Ihre Katze kann versuchen, das Spielzeug mit ihrer Pfote zu erwischen. Auch mehrere Kartons nebeneinander können einen spannenden Versteck- und Entdeckungsplatz bilden. Kontrollieren Sie selbstgemachtes Spielzeug immer auf lose Teile, Heftklammern, Schnüre oder andere Materialien, die Ihre Katze verschlucken könnte.
7. Wechseln Sie das Spielzeug regelmäßig
Hat Ihre Katze einen ganzen Korb voller Spielzeug, beachtet ihn aber kaum noch? Das bedeutet nicht automatisch, dass ihr das Spielzeug nicht gefällt. Wenn dasselbe Spielzeug ständig verfügbar ist, kann es seinen Reiz verlieren. Räumen Sie deshalb einen Teil des Spielzeugs weg und wechseln Sie regelmäßig. Eine Spielzeugmaus, die eine Weile nicht zu sehen war, kann plötzlich wieder besonders interessant sein.
Fördern Sie das natürliche Jagdverhalten
Ein gutes Katzenspiel ähnelt häufig einer kleinen Jagd. Eine Katze beobachtet zunächst, schleicht sich anschließend näher heran, nimmt die Verfolgung auf und versucht schließlich, ihre Beute zu fangen. Dies können Sie beim Spielen berücksichtigen. Ein Spielzeug, das ständig wild vor dem Gesicht Ihrer Katze bewegt wird, ist nicht für jede Katze attraktiv. Lassen Sie eine Katzenangel oder Spielzeugmaus stattdessen gelegentlich verschwinden und wieder auftauchen.
Vergessen Sie auch den letzten Schritt nicht: Lassen Sie Ihre Katze das Spielzeug regelmäßig fangen. Dadurch wird das Spiel befriedigender.
Verwenden Sie einen Laserpointer? Ein Laser kann viel Bewegung auslösen, der Lichtpunkt lässt sich jedoch nicht tatsächlich fangen. Beenden Sie das Spiel daher vorzugsweise mit einem physischen Spielzeug oder einem kleinen Futterstück, das Ihre Katze wirklich greifen beziehungsweise fressen kann.
Klettern und Kratzen gehören ebenfalls zur Bewegung
Bewegung bedeutet für eine Katze mehr als nur Laufen. Katzen klettern, springen, strecken sich und kratzen. Besonders für Wohnungskatzen ist es deshalb wichtig, auch in der Höhe ausreichend Möglichkeiten anzubieten.
Ein hoher Kratzbaum oder ein Kratzmöbel kann gleichzeitig als Kletterplatz, Aussichtspunkt und Kratzmöglichkeit dienen. Viele Katzen beobachten ihre Umgebung gerne von einem erhöhten Platz aus. Haben Sie wenig Bodenfläche? Dann können stabile Wandbretter oder andere sichere erhöhte Liegeplätze eine Möglichkeit sein. Achten Sie immer darauf, dass die Konstruktion stabil ist und Ihre Katze sicher hinauf- und hinuntergelangen kann.
Gestalten Sie Ihr Zuhause als interessante Katzenumgebung
Sie müssen Ihre Katze nicht ständig aktiv beschäftigen. Auch eine gute Gestaltung des Zuhauses kann sie dazu anregen, sich selbstständig zu bewegen und ihre Umgebung zu erkunden. Stellen Sie beispielsweise nicht alle wichtigen Dinge direkt nebeneinander. Wenn Ihre Katze für Futter, Wasser, Katzentoilette, Lieblingsschlafplatz und Kratzmöglichkeit verschiedene Bereiche des Hauses aufsuchen muss, entsteht automatisch mehr Bewegung. Auch ein sicherer Platz am Fenster kann interessant sein. Vorbeigehende Menschen, Vögel und Bewegungen draußen bieten viel zu beobachten. Sorgen Sie bei einem geöffneten Fenster oder Balkon selbstverständlich dafür, dass Ihre Katze nicht entkommen oder herunterfallen kann.
Im Sortiment mit Zubehör für Katzen finden Sie unter anderem Katzenspielzeug, Kratzbäume und Kratzmöbel, Körbchen, Futter- und Wassernäpfe sowie weitere Produkte, mit denen Sie die Lebensumgebung Ihrer Wohnungskatze abwechslungsreicher gestalten können.
Indoor-Aktivitäten für Katzen, die sich schnell langweilen
Manche Katzen brauchen mehr Abwechslung als andere. Besonders junge und aktive Katzen können sich bei einem vorhersehbaren Spiel schnell langweilen. Versuchen Sie in diesem Fall, regelmäßig etwas zu verändern. Stellen Sie einen Tunnel an einen anderen Platz, bauen Sie einen neuen Parcours aus Kartons, verstecken Sie Trockenfutter an anderen Stellen oder bieten Sie ein neues Futterspiel an. Sie müssen nicht jede Woche neues Spielzeug kaufen. Schon das andersartige Anbieten und regelmäßige Wechseln vorhandener Spielzeuge kann ausreichen, um das Interesse erneut zu wecken.
Auch gemeinsames Spielen bleibt wichtig. Interaktives Spielzeug, bei dem Sie bestimmen, wie sich die „Beute“ bewegt, ist deutlich weniger vorhersehbar als Spielzeug, das sich immer auf die gleiche Weise verhält.
Meine Katze möchte nicht spielen – was nun?
Nicht jede Katze springt sofort begeistert einem Spielzeug hinterher. Probieren Sie verschiedene Bewegungen und Spielzeuge aus. Manche Katzen reagieren besonders auf Federn, andere auf raschelnde Geräusche, Bälle oder Spielzeug, das sich über den Boden bewegt. Auch die Tageszeit kann einen Unterschied machen. Katzen sind häufig morgens und abends aktiver. Probieren Sie das Spielen daher zu verschiedenen Tageszeiten aus.
Berücksichtigen Sie außerdem das Alter und die körperliche Verfassung Ihrer Katze. Auch eine ältere Katze kann noch viel Freude am Spielen haben, benötigt jedoch häufig ein ruhigeres Spiel, bei dem sie nicht so hoch springen muss.
Möchte Ihre Katze plötzlich nicht mehr spielen, obwohl sie normalerweise aktiv ist? Oder bemerken Sie zusätzlich, dass sie weniger frisst, sich zurückzieht, steif läuft, Schwierigkeiten beim Springen hat oder anderes ungewöhnliches Verhalten zeigt? Dann könnte mehr dahinterstecken als Langeweile. Lassen Sie Ihre Katze in diesem Fall von einem Tierarzt untersuchen.
Spielen mit einer übergewichtigen Katze
Bewegung ist besonders wichtig, wenn Ihre Katze zu schwer ist. Steigern Sie die Aktivität jedoch langsam. Eine übergewichtige Katze muss nicht plötzlich längere Zeit einer Katzenangel hinterherjagen. Beginnen Sie mit kurzen Spieleinheiten und regen Sie Ihre Katze mehrmals täglich zu etwas zusätzlicher Bewegung an. Lassen Sie Ihre Katze beispielsweise einige Meter einem Spielzeug folgen oder verwenden Sie ein Futterspiel, durch das sie sich aktiver mit ihrer Mahlzeit beschäftigt.
Gewichtsverlust hängt jedoch nicht nur von der Bewegung ab. Die Ernährung und die gesamte tägliche Energieaufnahme spielen ebenfalls eine große Rolle. Ist Ihre Katze deutlich zu schwer? Lesen Sie mehr über Übergewicht bei Katzen und besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welches Zielgewicht und welcher Plan zur Gewichtsabnahme geeignet sind.
Vergessen Sie die Ruhe nicht
Eine aktive Wohnungskatze braucht auch ausreichend Ruhe. Katzen schlafen und dösen einen großen Teil des Tages. Das ist normales Verhalten und bedeutet nicht automatisch, dass sich Ihre Katze langweilt. Sorgen Sie deshalb neben ausreichender Beschäftigung auch für ruhige, komfortable Schlafplätze, an die sich Ihre Katze zurückziehen kann. Besonders in einem Haushalt mit Kindern oder mehreren Haustieren ist es angenehm, wenn eine Katze selbst zwischen Aktivität und Ruhe wählen kann.
So macht das Leben in der Wohnung Spaß
Eine Wohnungskatze muss sich keineswegs langweilen. Indem Sie Bewegung, Jagdspiele, Klettern, Kratzen, Futterbeschäftigung und Ruhe miteinander abwechseln, geben Sie Ihrer Katze die Möglichkeit, verschiedene natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Achten Sie vor allem darauf, was Ihrer eigenen Katze Spaß macht. Die eine Katze liebt eine Katzenangel, während eine andere lieber ein Futterspiel löst oder aus einem Tunnel heraus einem Ball auflauert. Regelmäßige Abwechslung hält die Umgebung interessant. Mit einigen kurzen Spieleinheiten pro Tag und einem abwechslungsreich gestalteten Zuhause können Sie bereits viel dazu beitragen, Ihre Wohnungskatze sowohl körperlich als auch geistig aktiv zu halten.