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Hirschlausfliege bei Hunden: die „fliegende Zecke“, die schmerzhafte Bisse verursacht

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Die Hirschlausfliege ist ein Parasit, mit dem immer mehr Hundebesitzer konfrontiert werden, besonders bei Spaziergängen in Waldgebieten. Diese besondere Fliege wird auch als fliegende Zecke bezeichnet und kann bei Hunden ziemlich unangenehme Beschwerden verursachen. Vor allem im August und September sind Hirschlausfliegen aktiv, aber bei günstigen Wetterbedingungen können sie auch zu anderen Jahreszeiten vorkommen. In diesem Blog erfahren Sie, wie Sie eine Hirschlausfliege erkennen, welche Symptome sie bei Hunden verursacht und wie Sie Ihren Hund schützen können.

Familie spaziert mit Hund im Wald

Was ist eine Hirschlausfliege?

Die Hirschlausfliege ist ein kleiner, blutsaugender Parasit aus der Familie der Lausfliegen. Die Fliege ist etwa 3,5 bis 5 mm groß und rotbraun gefärbt. Sie besitzt einen flachen, lederartigen Kopf, Brustbereich und Hinterleib und ist mit kräftigen Haaren bedeckt.

Das Besondere an dieser Fliege ist, dass sie ihre Flügel abwirft, sobald sie einen geeigneten Wirt gefunden hat. Danach kriecht sie durch das Fell zur Haut, um Blut zu saugen. Durch dieses Verhalten wird die Hirschlausfliege auch als fliegende Zecke bezeichnet.

Wo kommt die Hirschlausfliege vor?

Hirschlausfliegen kommen in gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vor, darunter auch in Europa. Sie leben hauptsächlich in Wäldern, an Waldrändern und in Gebieten mit viel Wild. Zu ihren natürlichen Wirten gehören unter anderem Rothirsche, Rehe, Damhirsche, Rentiere und Elche.

Manchmal irrt sich die Fliege und landet auf Hunden, Pferden, Menschen oder Dachsen.

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Lebenszyklus der Hirschlausfliege

Der Lebenszyklus dieser Fliege ist außergewöhnlich. Das Weibchen entwickelt jeweils nur eine Larve gleichzeitig in einer Art „Gebärmutter“, wo sie mit speziellen Drüsensekreten ernährt wird. Sobald die Larve ausgewachsen ist, wird sie im Fell des Wirts oder auf dem Boden abgelegt. Danach verpuppt sich die Larve. Im Spätsommer oder Herbst schlüpft die erwachsene Fliege aus der Puppe. Anschließend sucht die Fliege aktiv nach einem Wirt.

Nach der Landung wirft die Fliege ihre Flügel ab und kriecht durch das Fell zur Haut des Tieres. Dort saugt sie etwa 15 bis 25 Minuten lang Blut. Danach sucht sie einen Partner und der Zyklus beginnt erneut.

Wie erkennt man eine Hirschlausfliege bei Ihrem Hund?

Wenn die Fliege einen Hund als möglichen Wirt entdeckt, kreist sie oft zunächst um den Hund herum, bevor sie landet. Die Fliege beißt vor allem an Stellen mit wenig Fell, wie am Bauch, an der Innenseite der Oberschenkel und rund um den After. Eine Hirschlausfliege bewegt sich deutlich schneller als eine Zecke und ist deshalb schwer zu fangen.

Symptome eines Bisses der Hirschlausfliege

Ein Biss der Hirschlausfliege ist schmerzhaft und kann starke Reizungen verursachen.

Häufige Beschwerden bei Hunden sind:

  • plötzliches Beißen oder Schnappen nach der Haut
  • starkes Kratzen
  • Rötungen oder Schwellungen
  • schmerzhafte Knötchen
  • Unruhe während oder nach dem Spaziergang

Bei manchen Hunden entstehen stärkere Entzündungsreaktionen.

Wie entfernt man eine Hirschlausfliege?

Wenn Sie eine Hirschlausfliege im Fell entdecken, versuchen Sie, sie so schnell wie möglich zu entfernen, bevor sie zubeißt. Das kann schwierig sein, da sich die Fliege schnell bewegt und sich fest im Fell festklammert.

Praktische Tipps:

  • verwenden Sie ein Stück Klebeband, um die Fliege zu fangen
  • manche Menschen verwenden Haarspray, um die Fliege vorübergehend weniger beweglich zu machen
  • kontrollieren Sie das Fell nach einem Waldspaziergang gründlich

Was können Sie bei Insektenstichen tun?

Nach einem Biss können Sie die Haut mit beruhigenden oder pflegenden Produkten unterstützen. Geeignete Produkte sind zum Beispiel:

Diese Produkte können helfen, die Haut zu pflegen und Reizungen zu lindern.

Wie kann man Hirschlausfliegen bei Hunden vorbeugen?

Eine vollständige Vorbeugung ist schwierig, aber Sie können das Risiko verringern.

Vermeiden Sie Risikogebiete

Vor allem in Wäldern, dicht bewachsenen Naturgebieten und Regionen mit vielen Hirschen kommen Hirschlausfliegen häufig vor. Vermeiden Sie diese Gebiete, wenn die Fliegen aktiv sind.

Verwenden Sie ein abwehrendes Mittel

Einige Mittel gegen Zecken und Fliegen können helfen, Hirschlausfliegen fernzuhalten. Denken Sie zum Beispiel an:

Diese Produkte wirken abwehrend gegen verschiedene Insekten und Parasiten.

Kontrollieren Sie das Fell nach dem Spaziergang

Kontrollieren Sie Ihren Hund nach einem Spaziergang gründlich, besonders an dünn behaarten Stellen wie Bauch, Leisten, Achseln und Schwanzansatz.

Hirschlausfliegen bei Pferden

Auch Pferde können stark unter Hirschlausfliegen leiden. Besonders Pferde, die in oder nahe an Waldgebieten stehen, reagieren durch die schmerzhaften Bisse oft unruhig.

Beschwerden bei Pferden können sein:

  • Unruhe
  • Scheuern
  • Schweifschlagen
  • Hautreizungen
  • Überempfindlichkeit beim Reiten

Bei manchen Pferden werden sogar starke Reaktionen oder kolikartige Symptome beschrieben.

Produkte zur Unterstützung der Haut bei Fliegenbissen sind:

Die Hirschlausfliege ist also ein kleiner, aber lästiger Parasit, der vor allem in Waldgebieten vorkommt. Obwohl die Fliege normalerweise auf Wildtieren lebt, können auch Hunde und Pferde Opfer der schmerzhaften Bisse werden.

Kontrollieren Sie Ihr Tier deshalb nach Spaziergängen in der Natur sorgfältig und unterstützen Sie die Haut bei Bedarf mit pflegenden Produkten.

Häufig gestellte Fragen zur Hirschlausfliege bei Hunden

Welche Hausmittel kann man gegen die Hirschlausfliege anwenden?

Hirschlausfliegen sind schwer zu fangen, da sie sich schnell bewegen. Deshalb verwenden manche Hundebesitzer einige praktische Hausmittel:

  • die Fliege mit etwas Haarspray besprühen, damit sie sich langsamer bewegt
  • die Fliege mit einem Stück Klebeband entfernen
  • das Fell nach einem Waldspaziergang gründlich kontrollieren

Außerdem hilft es, Hunde während der Hauptsaison möglichst aus dicht bewachsenen Waldgebieten fernzuhalten.

Welche Symptome verursacht ein Biss der Hirschlausfliege?

Ein Biss der Hirschlausfliege ist oft schmerzhaft. Hunde können dadurch:

  • plötzlich aufspringen oder nach der Haut schnappen
  • stark kratzen oder sich scheuern
  • unruhig werden
  • rote oder geschwollene Stellen bekommen
  • empfindlich auf Berührungen reagieren

Bei manchen Hunden entsteht eine starke Entzündungsreaktion.

Wie sieht ein Biss der Hirschlausfliege aus?

Der Biss sieht meist wie ein rotes Knötchen oder eine kleine geschwollene Stelle aus. Manchmal mit einer Kruste oder gereizter Haut darum herum. Häufig befindet sich der Biss an Stellen mit wenig Fell, wie Bauch, Leisten, Innenseite der Oberschenkel und rund um den After.

Was sollten Sie tun, wenn Sie eine Hirschlausfliege bei Ihrem Hund finden?

Versuchen Sie, die Fliege so schnell wie möglich zu entfernen, bevor sie zubeißt. Da sich die Fliege schnell bewegt, kann das schwierig sein. Verwenden Sie eventuell Klebeband oder machen Sie die Fliege mit etwas Haarspray weniger beweglich.

Kontrollieren Sie anschließend die Haut auf Bissstellen und beobachten Sie Ihren Hund gut. Bei Reizungen oder Juckreiz können Sie die Haut mit einem beruhigenden Produkt pflegen. Entstehen starke Schwellungen, Schmerzen oder Entzündungen, nehmen Sie Kontakt mit einem Tierarzt auf.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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