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Feline Akne bei Katzen

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Sehen Sie schwarze Körnchen am Kinn Ihrer Katze? Dann könnte es sich um Katzenakne (feline Akne) handeln. Diese Hauterkrankung kommt bei Katzen relativ häufig vor. Zum Glück haben die meisten Katzen kaum oder gar keine Beschwerden. Manchmal kann sich die Akne jedoch zu einer Entzündung entwickeln, die behandelt werden muss. In diesem Blog erfahren Sie, was feline Akne genau ist, wie sie entsteht und wann Sie eingreifen sollten.

Katze liegt auf dem Rücken auf dem Bett

Was ist feline Akne?

Feline Akne ist eine Hauterkrankung, die vor allem am Kinn der Katze auftritt. Am Kinn befinden sich viele Talgdrüsen. Bei Akne kommt es zu einer Störung der Verhornung der Haut (Keratinisierung) und der Talgproduktion. Man spricht von einer lokalen Keratinisierungsstörung: Bei der Bildung und Abschilferung der Hautzellen läuft etwas nicht richtig. Gleichzeitig ist auch die Talgproduktion gestört.

Dadurch:

  • staut sich Talg an
  • verstopfen Haarfollikel
  • entstehen Mitesser (schwarze Punkte)

Die genaue Ursache ist nicht vollständig bekannt. Es gibt relativ wenig wissenschaftliche Forschung zu feliner Akne, weshalb der genaue Mechanismus noch nicht vollständig geklärt ist.

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Welche Faktoren können bei feliner Akne eine Rolle spielen?

Obwohl die genaue Ursache unbekannt ist, scheinen mehrere Faktoren zur Entstehung von feliner Akne beizutragen:

  • Abweichungen im Haarwachstum
  • Gestörte Talgproduktion
  • Allergien
  • Stress
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Unzureichende Reinigung des Kinns
  • Virale Infektionen (z. B. Calicivirus)

Wahrscheinlich handelt es sich um eine Kombination verschiedener Faktoren.

Was sehen Sie bei feliner Akne?

Feline Akne kann in verschiedenen Stadien auftreten – von unkomplizierter Akne bis zu einer komplizierten Form mit Hautinfektion und Entzündung.

Unkomplizierte feline Akne

Bei den meisten Katzen sehen Sie lediglich schwarze Körnchen am Kinn (Mitesser). Es gibt keine Rötung, Schwellung oder Schmerzen. Dies wird als unkomplizierte feline Akne bezeichnet. Die Katze hat in der Regel keine Beschwerden.

In diesem Stadium lautet der Rat: Lassen Sie es in Ruhe. Zu häufiges Reinigen oder Behandeln kann die Talgproduktion zusätzlich stören.

Komplizierte feline Akne (entzündete Akne)

Wenn die Katze beginnt zu reiben, zu kratzen oder sich übermäßig zu putzen, kann die Haut beschädigt werden. Dadurch können Bakterien oder Hefen eine sekundäre Infektion verursachen. Das Erscheinungsbild der Akne verändert sich dann mit:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Pusteln
  • Krusten
  • Verfärbungen des Fells
  • Kahlen Stellen
  • Schmerzen

In schweren Fällen kann das Kinn deutlich geschwollen und empfindlich sein.

Wie wird feline Akne behandelt?

Wie bereits erwähnt, wird bei einer unkomplizierten Form in der Regel keine Behandlung empfohlen. Sie können die Haut eventuell reinigen, aber vermeiden Sie unbedingt starkes Reiben oder das Ausdrücken der Mitesser. Dadurch kann eine Infektion entstehen. Eine tägliche Reinigung ist ebenfalls nicht notwendig.

Möchten Sie die Haut dennoch vorsichtig reinigen? Verwenden Sie milde Tücher wie Maxani Regular Wipes und reinigen Sie maximal 2–3 Mal pro Woche. Wischen Sie immer in Haarwuchsrichtung und vermeiden Sie starkes Reiben.

Ist die Haut entzündet? Dann sollten Sie immer Ihren Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt kann mittels zytologischer Untersuchung auf Bakterien, Hefen und Entzündungszellen prüfen. Abhängig vom Befund kann die Behandlung bei einer milden Entzündung aus Reinigung und Desinfektion der Haut bestehen, beispielsweise mit Dermoscent PYOclean Mousse oder CLX Wipes.

Bei aktiven Infektionen sind häufig zusätzliche Mittel erforderlich, wie Antibiotika-Salben und/oder Kortikosteroide.

Wie können Sie feline Akne vorbeugen?

Ist Ihre Katze anfällig für entzündete Akne? Dann können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um dies möglichst zu verhindern.

  • Sanfte Reinigung: Sie können die Haut 2–3 Mal pro Woche vorsichtig reinigen, zum Beispiel mit Maxani Regular Wipes.
  • Unterstützung der Hautbarriere: Die Hautbarriere Ihrer Katze kann mit speziellen Pipetten unterstützt werden, zum Beispiel Virbac Allerderm Spot-On oder Dermoscent Essential 6 (blaue Variante).
  • Futter- und Wassernäpfe beachten: Manchmal wird angenommen, dass feline Akne durch eine Kontaktallergie gegen Futter- oder Trinknäpfe entstehen kann. Wissenschaftlich bewiesen ist dies nicht, aber ein Wechsel des Materials kann nicht schaden.

Futternäpfe gibt es aus verschiedenen Materialien wie Keramik, Kunststoff, Edelstahl oder Bambus. Wählen Sie am besten eine Schale mit niedrigem Rand und großer Oberfläche (um Schnurrhaarstress zu vermeiden). Stellen Sie Wasser an einen anderen Ort als das Futter.

Gute Optionen sind der District 70 Bamboo Katzenfutternapf oder die Nobby Keramikschale Oval.

Feline Akne kommt häufig vor und ist meist harmlos. Schwarze Körnchen am Kinn ohne Entzündung sind kein Grund zur Sorge und vor allem kein Grund, intensiv zu reinigen. Erst wenn die Haut rot, schmerzhaft oder entzündet ist, ist eine Behandlung notwendig. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie Ihre Katze von Ihrem Tierarzt untersuchen.

Haben Sie noch Fragen zu feliner Akne? Kontaktieren Sie uns gerne über
tierarzt@medpets.de
.

Häufig gestellte Fragen zu Katzenakne

Ist feline Akne ansteckend?

Nein, feline Akne ist nicht ansteckend. Es handelt sich um eine lokale Hauterkrankung und sie kann nicht auf andere Katzen oder Menschen übertragen werden.

Wie kann ich Akne bei meiner Katze reinigen?

Nur bei milden Beschwerden können Sie das Kinn vorsichtig 2–3 Mal pro Woche mit einem milden Tuch reinigen. Wischen Sie in Haarwuchsrichtung und vermeiden Sie starkes Reiben oder Ausdrücken. Bei Rötung, Schwellung oder Schmerzen: gehen Sie zum Tierarzt.

Was ist Katzenakne?

Katzenakne (feline Akne) ist eine Hauterkrankung am Kinn, bei der sich Talg durch eine Störung der Verhornung der Haut ansammelt. Dadurch entstehen schwarze Punkte (Mitesser) und manchmal eine Entzündung.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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