Was ist Magnesium?
Magnesium ist ein Mineral, das jedes Pferd braucht. Es trägt zu mehreren Funktionen im Körper des Pferdes bei: Magnesium dient als Baustein des Skeletts, hat eine positive Wirkung auf die Funktion des Nervensystems und ist gut für die allgemeine Stimmung. Magnesium fördert die Konzentration und spielt eine Rolle bei der Erhaltung geschmeidiger Muskeln und starker Knochen.
Wie kommt es zu einem Magnesiummangel bei Pferden?
Das Knochengewebe eines Pferdes enthält die Bausteine Magnesium, Phosphor und Kalzium. Während altes Knochengewebe durch neues ersetzt wird, werden diese Mineralien ins Blut abgegeben und stehen für andere Funktionen im Körper zur Verfügung. In Notfällen kann Ihr Pferd auf dieses Magnesium zurückgreifen. Wenn das freigesetzte Magnesium jedoch von den Muskeln verbraucht wird, steht es nicht mehr für den Aufbau neuer Knochen zur Verfügung und enthält weniger Mineralien als zuvor. Bei langfristigem Mangel wird das Skelett schwächer und es kommt leichter zu Verletzungen, weil die Last schneller zu schwer wird. Darüber hinaus wirkt sich Magnesiummangel negativ auf das Magen-Darm-System und das zentrale Nervensystem aus.
Magnesium in Stresssituationen
In angespannten Situationen verbraucht der Körper des Pferdes zusätzliches Magnesium. Umgekehrt führt ein Magnesiummangel zu Anspannung und nervösem Verhalten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, zusätzliches Magnesium zu geben, damit sich Ihr Pferd entspannter fühlt.
Magnesium für Sportpferde
Wenn Sie Ihr Pferd intensiv trainieren, besteht ein erhöhter Bedarf an Magnesium wodurch Nahrungsergänzung sinnvoll wird. Je mehr ein Pferd schwitzt und sich bewegt, desto höher ist auch sein Magnesiumbedarf.
Magnesium bei Hufrehe
Bei Hufrehe und Insulinresistenz kann die Einnahme eines Magnesiumpräparats sehr nützlich sein. Ein Magnesiummangel macht die Zellen weniger empfindlich für Insulin.
Symptome von Magnesiummangel bei Pferden
- steifer Gang
- erhöhte Nervosität
- Konzentrationschwierigkeiten
- erhöhte Muskelspannung
- Muskelzittern und Krämpfe
Magnesium in Pferdefutter
Grundsätzlich nehmen Pferde Magnesium über ihre Nahrung auf. Leider enthält das Raufutter an sich allerdings nicht immer genügend Magnesium. Das liegt daran, dass die heimischen Böden arm an diesem Mineral sind, wodurch es widerum schneller zu einem Mangel kommt. In diesem Fall ist eine Ergänzung durch Kraftfutter oder ein Ergänzungsmittel erforderlich. Wichtig ist auch das richtige Verhältnis von Kalzium und Magnesium in der Ration, sonst wird das Magnesium verdrängt und über den Urin wieder ausgeschieden. Überschüssiges Magnesium wird vom Körper nicht aufgenommen.
Magnesium in Supplementen
Wenn das Magnesium aus dem Standardfutter nicht ausreicht, können Sie ein Ergänzungsmittel wie das Puur Magnesium verabreichen. Magnesium kann ergänzend zum Beispiel auf Basis von reinem Magnesium, wie Magnesiumoxid, Magnesiumzitrat oder Magnesiumchelat gegeben werden. Es ist wichtig, dass die Form des Magnesiums leicht absorbierbar ist und eine hocherwertige Qualität wie Magnesiumzitrat oder Magnesiumchelat gewählt wird.
Magnesiumchelat
Wenn Ihr Pferd unter einem Mangel leidet, empfiehlt es sich, Magnesiumchelat zu wählen, das die am besten absorbierbare Form ist und einen hohen Magnesiumgehalt aufweist.
Magnesiumcitrat
Ist Ihr Pferd nervös, reizbar oder leidet an steifen Muskeln? Diese Symptome können auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sein. Eine zusätzliche Unterstützung mit Magnesium ist dann wünschenswert. Magnesiumcitrat ist eine Form des Stoffes, die von Pferden gut absorbiert wird.
Wie lange kann man zusätzliches Magnesium geben?
Sie können bei chronischen Beschwerden durchgehend Magnesium geben, es schadet dem Pferd nicht.
Haben Sie noch Fragen zum Thema Magnesium bei Pferden? Wenden Sie sich gerne kostenlos per Email an unser tierärztliches Team unter tierarzt@medpets.de .