Wie entstehen Schuppen?
Eine der häufigsten Ursachen für Schuppen ist trockene Haut. Genau wie beim Menschen kann die Haut eines Hundes durch trockene Luft, starke Heizungsluft, Kälte oder zu häufiges Waschen austrocknen. Auch die Verwendung eines ungeeigneten Shampoos kann die natürliche Schutzschicht der Haut beeinträchtigen.
Darüber hinaus spielt Talg eine wichtige Rolle. Die Haut produziert von Natur aus Talg, um geschmeidig und gesund zu bleiben. Wird die Talgproduktion gestört, können Schuppen entstehen. Manche Hunde entwickeln dadurch trockene Haut, während andere eher fettige Haut mit Schuppenbildung bekommen.
Auch die Ernährung kann Einfluss auf den Hautzustand haben. Essenzielle Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind wichtig für eine gesunde Hautbarriere. Ein Mangel oder eine verminderte Aufnahme dieser Nährstoffe kann zu trockener, schuppiger Haut beitragen.
Schuppen sind mehr als nur trockene Haut
Obwohl Schuppen häufig harmlos sind, können sie manchmal auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen. Allergien, Hautinfektionen und Parasiten können beispielsweise ebenfalls Schuppen verursachen.
Bei Hunden mit einer Allergie sehen wir neben Schuppen häufig auch Juckreiz, Rötungen, Ohrenprobleme oder vermehrtes Lecken an den Pfoten. Parasiten wie Flöhe oder bestimmte Milben können ebenfalls Hautreizungen und Schuppenbildung verursachen. Eine bekannte Milbe ist die Cheyletiella-Milbe, die auch als „wandernde Schuppen“ bezeichnet wird, da sich die Schuppen scheinbar bewegen.
Außerdem können bakterielle Hautinfektionen, Hefepilzinfektionen und bestimmte hormonelle Erkrankungen, wie Schilddrüsenprobleme, bei der Entstehung von Schuppen eine Rolle spielen.
Schuppen mit oder ohne Juckreiz
Nicht jeder Hund mit Schuppen hat Juckreiz. Manche Hunde haben lediglich weiße Schuppen im Fell und zeigen ansonsten keine Beschwerden. In solchen Fällen ist trockene Haut häufig die Ursache.
Wenn ein Hund zusätzlich zu den Schuppen viel kratzt, beißt oder sich scheuert, liegt häufiger eine zugrunde liegende Erkrankung vor. Juckreiz in Kombination mit Schuppen kann beispielsweise auf eine Allergie, eine Hautinfektion oder einen Parasitenbefall hindeuten.
Da Juckreiz die Haut zusätzlich schädigt, können sich die Beschwerden gegenseitig verstärken. Die geschädigte Haut schuppt stärker, was wiederum zusätzliche Reizungen verursacht.
Was können Sie selbst bei Schuppen tun?
Wenn die Haut ansonsten ruhig aussieht, können Sie zu Hause verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Haut zu unterstützen.
Verwenden Sie ein pflegendes Shampoo
Ein mildes Hundeshampoo kann helfen, Schuppen zu lösen und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Verwenden Sie immer ein Shampoo, das speziell für Hunde entwickelt wurde. Die Haut eines Hundes hat nämlich einen anderen pH-Wert als die Haut des Menschen. Ein geeignetes Shampoo ist beispielsweise das Maxani Honig Komplex Shampoo.
Unterstützen Sie die Haut mit einem Conditioner
Nach dem Waschen kann ein Conditioner helfen, Feuchtigkeit zu speichern und die Hautbarriere zu unterstützen. Dies ist besonders bei Hunden mit trockener oder empfindlicher Haut sinnvoll.
Hautpflegende Spot-ons
Es gibt verschiedene Spot-on-Produkte, die speziell zur Pflege der Haut entwickelt wurden. Diese enthalten häufig Inhaltsstoffe wie essenzielle Fettsäuren, Ceramide oder hautregenerierende Bestandteile, die die natürliche Hautbarriere unterstützen.
Achten Sie auf die Ernährung
Eine gesunde Haut beginnt von innen. Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren oder hautunterstützenden Ölen können zu einer besseren Haut- und Fellkondition beitragen. Auch hautunterstützendes Futter kann eine gute Wahl sein, wie beispielsweise Specific Skin Function Support COD.
Regelmäßiges Bürsten
Durch regelmäßiges Bürsten entfernen Sie lose Schuppen und verteilen die natürlichen Hautfette besser über Haut und Fell. Außerdem können Sie beim Bürsten schneller Auffälligkeiten wie Rötungen, kleine Wunden oder Parasiten entdecken.
Wann sollten Sie zum Tierarzt gehen?
Obwohl Schuppen häufig eine relativ harmlose Ursache haben, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, wenn:
- die Beschwerden plötzlich auftreten
- die Schuppenbildung zunimmt
- starker Juckreiz vorhanden ist
- kahle Stellen entstehen
- die Haut gerötet oder entzündet ist
- Ihr Hund sich anders verhält oder krank wirkt
Der Tierarzt kann untersuchen, ob eine Allergie, Infektion, ein Parasitenbefall oder eine andere zugrunde liegende Erkrankung vorliegt.
Haben Sie noch Fragen zu Schuppen bei Hunden? Dann kontaktieren Sie uns unter tierarzt@medpets.de.