Kätzchen erziehen: Wie macht man das?
Geschrieben von Edith |
Endlich ist es so weit! Ihr neues Kätzchen ist bei Ihnen zu Hause. Aber wie bringt man einem Kätzchen bei, was es im Haus darf und was nicht? Am Anfang ist es vielleicht noch lustig, wenn es an Ihren Hosenbeinen hochklettert, aber wenn bald auch die Vorhänge und Möbel nicht mehr sicher sind, macht es weniger Spaß. Wie bringt man einem Kätzchen außerdem bei, sein Geschäft in der Katzentoilette zu verrichten? In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr darüber, wie Sie ein Kätzchen richtig erziehen.
Wie lernt ein Kätzchen?
Um Ihr Kätzchen erziehen zu können, müssen Sie zuerst wissen, wie ein Kätzchen lernt. Ein Kätzchen lernt die Grundlagen seines Verhaltens zunächst von der Mutterkatze und den anderen Kätzchen im Wurf. Kätzchen ahmen zuerst die Mutter nach und gehen dann selbst auf Entdeckungstour. Diese Basis im Wurf ist sehr wichtig. Sie lernen von der Mutter grundlegende Hygiene- und Sozialverhaltensweisen. Ein Kätzchen sollte daher nicht vor einem Alter von 2 Monaten von seiner Mutter getrennt werden – am besten sogar noch später. Es wird angestrebt, das Trennungsalter von Kätzchen auf 13 bis 16 Wochen zu erhöhen, da Studien gezeigt haben, dass dies das Wohlbefinden der Kätzchen verbessert und das Risiko für zukünftige Gesundheits- und Verhaltensprobleme senkt. Leider sehen wir in der Praxis, dass Kätzchen oft sehr früh von der Mutter getrennt werden. Das kann eine Ursache für bestimmte Verhaltensprobleme sein, die Katzen mit zunehmendem Alter entwickeln.
Was muss ein Kätzchen lernen?
Um Ihr Kätzchen zu erziehen, ist es wichtig sich im Voraus zu überlegen, was Sie ihm beibringen möchten. Kätzchen lernen im Wurf durch Beißen und Kratzen, wie sie mit anderen Katzen umgehen können. Ein Kätzchen lernt schnell, dass es mit seinen Geschwistern anders umgehen muss als mit der Mutterkatze. Auch für Kätzchen spielt die Sozialisierung eine große Rolle. Je mehr positive Erfahrungen dein Kätzchen in der frühen Lebensphase macht, desto neugieriger wird es sein. Dadurch kann es sich auch leichter an neue Umgebungen anpassen. Lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die Sozialisierung von Kätzchen.
Ein Kätzchen lernt also durch Ausprobieren. Wenn Ihr Kätzchen eine bestimmte Handlung als angenehm empfindet, wird es diese mit Sicherheit wiederholen. Machen Sie Ihrem Kätzchen daher so früh wie möglich klar, was erlaubt ist und was nicht.
Wie wird ein Kätzchen stubenrein?
Ein Kätzchen lernt von der Mutter, die Katzentoilette zu benutzen. Wenn Ihr Kätzchen 5–6 Wochen alt ist, hat es in der Regel gelernt, auf die Katzentoilette zu gehen und Kot und Urin zu vergraben. Manchmal ist das jedoch noch nicht der Fall. Dann müssen Sie Ihrem Kätzchen selbst beibringen, wie es die Katzentoilette benutzt. Setzen Sie es regelmäßig auf die Katzentoilette, besonders nach dem Fressen. Graben Sie selbst mit seinen Pfötchen ein kleines Loch und zeigen ihm, dass es Kot und Urin vergraben soll. Oft versteht ein Kätzchen schon nach ein- oder zweimal, was gemeint ist. Neugierig, wie Sie das am besten angehen können? Lesen Sie mehr in unserem Artikel über Katzentoilettentraining für Kitten.
Eine Katze ist kein Hund. Sie haben oft weniger Kontrolle über das Training eines Kätzchens als über das Training eines Welpen. Dennoch können Sie lernen, ein Kitten besser zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. So schaffen Sie eine gute Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben!
Wie mache ich mein Zuhause kätzchensicher?
Um Ihr Zuhause kätzchensicher zu machen, brauchen Sie natürlich die richtige Ausstattung, damit sich das Kätzchen wohlfühlt. Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, Ihr Zuhause sicher für das Kätzchen zu gestalten.
Was braucht man zu Hause für ein Kätzchen?
Sie möchten nicht, dass Ihr Kätzchen an Möbeln, Vorhängen, Hosenbeinen usw. kratzt oder beißt. Sorgen Sie also dafür, dass es etwas hat, woran es kratzen darf! Ein Kratzbaum darf deshalb auf keinen Fall fehlen. Viele Kratzbäume haben auch ein gemütliches Körbchen zum Schlafen. Geben Sie Ihrem Kätzchen außerdem genügend Spielzeug, damit es seine Umgebung entdecken und überschüssige Energie abbauen kann. Katzen sind Jäger und reagieren auf Geräusche, Bewegung und Geruch. Beliebtes Spielzeug ist zum Beispiel eine Spielangel mit einer Feder oder ein Laserpointer, mit dem Sie über den Boden oder die Wand leuchten können. Jede Katze hat ihre eigenen Spielzeug-Vorlieben – finden Sie heraus, was Ihrem Kitten gefällt!
Eine gute Katzentoilette ist natürlich ein Muss. Achten Sie darauf, dass Sie diese an einem geeigneten Ort aufstellen – also nicht direkt vor einer Tür oder einem großen Fenster mit Blick in den Garten. Auch ein gutes Futter- und Trinknapfset ist notwendig. Stellen Sie die Näpfe nicht zu nah beieinander und auf keinen Fall in der Nähe der Katzentoilette! Sorgen Sie dafür, dass die Katze an mehreren Stellen im Haus die Möglichkeit hat zu fressen, zu trinken und ihr Geschäft zu verrichten.
Es kann auch hilfreich sein, Ihr Kätzchen zusätzlich mit Produkten zu unterstützen, die helfen, den Stress durch die neue Umgebung zu reduzieren. Die Produkte von Feliway und Pet Remedy helfen, Kätzchen zu beruhigen und stress- oder angstbedingtes Verhalten zu vermindern. Das Willkommen-Zuhause-Set von Pet Remedy enthält alles, was Sie brauchen, damit sich Ihr Kätzchen stressfrei an die neue Umgebung gewöhnen kann. Das Set besteht aus einem beruhigenden Verdampfer, einem beruhigenden Spray und beruhigenden Tüchern, die das Tier auf natürliche Weise entspannen.
Vielleicht haben Sie Ihr Kätzchen schon in einer Transportbox abgeholt. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass Ihr Kätzchen sich an die Transportbox gewöhnt, damit Sie diese nicht nur benutzen, wenn es zum Tierarzt geht (was für Katzen meist unangenehm ist). Sie können die Transportbox offen in der Wohnung aufstellen, mit einer weichen Decke darin. So kann Ihr Kitten die Box auch als Schlafplatz nutzen und lernt, dass es ein angenehmer und sicherer Ort ist.
Schauen Sie sich unser umfangreiches Sortmient an – bei Medpets finden Sie alles, was Sie für Kitten brauchen.
Tipps zur Sicherheit für Kätzchen zu Hause
Hier finden Sie weitere hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Zuhause für Kätzchen sicher gestalten können:
- Verschließen Sie kleine Öffnungen, um zu verhindern, dass Ihr Kätzchen entwischt. Kippfenster sind sehr gefährlich für Katzen. Es gibt spezielle Schutzgitter für Kippfenster, um die Katze zu schützen.
- Viele Zimmerpflanzen sind giftig für Katzen!
Zum Beispiel Aloe Vera, Weihnachtsstern und Lilien. Lesen Sie unseren Artikel über giftige Pflanzen für Katzen. - Verstaueen Sie Stromkabel, Handy-Ladekabel usw. sicher und außer Reichweite.
- Sichern Sie Steckdosen ab.
- Achten Sie darauf, dass die Schnüre von Vorhängen, Jalousien usw. nicht in Reichweite hängen.
- Halten Sie Lebensmittel, die nicht für Kätzchen geeignet sind, außerhalb ihrer Reichweite.
- Bewahren Sie Reinigungsmittel, Plastiktüten usw. sicher und unzugänglich auf.
Was braucht ein Kätzchen sonst noch?
Neben der Erziehung, der Ausstattung mit Materialien und der Sicherung Ihres Zuhauses gehört natürlich noch viel mehr dazu, wenn man ein Kätzchen hat. Dazu zählen unter anderem:
- Ein gutes Kätzchenfutter
- Fellpflege für Ihr Kätzchen
- Entwurmung des Kätzchens
- Flohbehandlung Ihres Kätzchens
Besuchen Sie auch einen Tierarzt für einen Gesundheitscheck, einen Mikrochip und eventuelle Impfungen, sobald das Kätzchen bei Ihnen zu Hause ist. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen.
Haben Sie noch Fragen zur Erziehung eines Kittens? Kontaktieren Sie gerne kostenlos unser Veterinärteam per Email unter tierarzt@medpets.de.