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Basset Hound

Der Basset Hound ist ein auffälliger Hund mit kurzen Beinen, einem langen Körper und charakteristischen langen Ohren. Trotz seines ruhigen Erscheinungsbildes ist der Basset Hound ein echter Jagdhund. Der Basset Hound wurde gezüchtet, um mit seiner ausgezeichneten Nase Wildspuren zu verfolgen, und verfügt über eine große Portion Ausdauer. Er ist in der Regel freundlich, anhänglich und sozial, kann aber auch ziemlich eigensinnig sein. Eine konsequente, positive Erziehung sowie ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung sind daher wichtig. Aufgrund seines besonderen Körperbaus verdient auch seine Gesundheit besondere Aufmerksamkeit. Der Basset Hound passt am besten zu einem Besitzer, der seinen selbstständigen Charakter zu schätzen weiß und ausreichend Zeit für Gesellschaft, Bewegung und Pflege hat.

Eigenschaften

Ursprungsland: Großbritannien
Auch bekannt als: Basset
Körperbau: Ein kräftiger Hund mit kurzen, starken Beinen, einem langen Körper, großen Pfoten und auffallend langen Ohren.
Farben und Felltypen: Meist dreifarbig (schwarz, weiß und braun) oder zweifarbig (lemon und weiß). Das Fell ist glatt, kurz und dicht.
Gewicht: 18 - 27 kg
Widerristhöhe: 33 - 38 cm
Lebenserwartung: Durchschnittlich 10 Jahre oder älter
Gesundheitliche Risiken: Ohrenprobleme, Augenprobleme wie Ektropium und Glaukom, Hautprobleme, Bandscheibenprobleme (IVDD) sowie Magendilatation/Magendrehung.
FCI-Gruppe: 6. Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Geeignet für: Geduldige, engagierte und konsequente Besitzer mit ausreichend Zeit

Charakterprofil

Lernfreude
Trainierbarkeit
Sozialverhalten
Energie
Bewegung
Wachsamkeit
Kinderfreundlichkeit
Jagdinstinkt
Verspieltheit
Fellpflege

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Herkunft des Basset Hound

Die Geschichte des Basset Hound ist sowohl von französischen als auch von britischen Einflüssen geprägt. Die Vorläufer der Rasse wurden laut Rassegeschichte in Frankreich für die Jagd in dichtem und schwer zugänglichem Gelände eingesetzt. Der Name „Basset“ leitet sich vom französischen Wort bas ab, das „niedrig“ bedeutet. Später wurde die Rasse in Großbritannien zum Basset Hound weiterentwickelt, wie wir ihn heute kennen. Der Basset Hound wurde als Laufhund für die Jagd eingesetzt und ist auf das Verfolgen von Geruchsspuren spezialisiert. Dabei arbeitete er in einem relativ ruhigen Tempo und konnte große Entfernungen zurücklegen. Besonders die Jagd auf Kleinwild wie Hasen passte gut zu seiner Arbeitsweise. Seine kurzen Beine hielten seine Nase nah am Boden, während sein ausgeprägter Geruchssinn ihm half, eine Spur präzise zu verfolgen. Obwohl der Basset Hound heute vor allem als Begleithund gehalten wird, sind seine ursprünglichen Eigenschaften als Jagdhund noch deutlich vorhanden.

Charakter des Basset Hound

Der Basset Hound ist als ruhiger, freundlicher und anhänglicher Hund bekannt. Ursprünglich jagte der Basset Hound gemeinsam mit anderen Hunden. Dadurch ist er in der Regel sozial und hat gerne Menschen und andere Hunde um sich. Längeres Alleinsein passt daher weniger gut zu dieser Rasse und sollte, wie bei jedem Hund, schrittweise erlernt werden. Gleichzeitig ist der Basset Hound ein selbstständiger Jagdhund. Bei der Jagd musste er selbstständig einer Geruchsspur folgen, und diese Unabhängigkeit zeigt sich noch immer in seinem Charakter. Sobald seine Nase einen interessanten Geruch wahrnimmt, kann die Aufmerksamkeit für seinen Besitzer vorübergehend in den Hintergrund treten. Dadurch kann er eigensinnig und hartnäckig sein. Eine konsequente, aber freundliche Erziehung funktioniert am besten. Positives Training, Geduld und interessante Belohnungen helfen dabei, seine Aufmerksamkeit zu halten. Sein soziales Wesen macht ihn häufig zu einem geeigneten Familienhund, sofern er gut sozialisiert ist.

Alles über den Basset Hound

Wie sieht der Basset Hound aus?

Der Basset Hound ist sofort an seinem niedrigen Körperbau, seinem langen Rücken und seinen auffallend langen Ohren zu erkennen. Trotz seiner niedrigen Statur ist er kein kleiner oder leicht gebauter Hund. Er hat einen kräftigen Körper, schwere Knochen und starke, kurze Beine. Sein Kopf hat einen charakteristischen, ruhigen Ausdruck. Die Ohren sind tief angesetzt und lang, schmal und geschmeidig. Die Haut ist weich und elastisch und bildet an einigen Stellen Hautfalten, insbesondere am Kopf und an den Beinen. Diese Hautfalten dürfen nicht übermäßig ausgeprägt sein. Der Basset Hound hat ein kurzes, glattes und dichtes Fell. Die bekannte dreifarbige Kombination aus Schwarz, Weiß und Braun kommt häufig vor. Auch Lemon-Weiß und andere anerkannte Farben sind möglich.

Wie viel Bewegung braucht der Basset Hound?

Seine kurzen Beine und sein ruhiges Erscheinungsbild können den Eindruck erwecken, dass der Basset Hound wenig Bewegung braucht, doch das stimmt nicht. Die Rasse ist ursprünglich ein ausdauernder Jagdhund und benötigt tägliche Bewegung, um körperlich und geistig im Gleichgewicht zu bleiben.

Bei einem gesunden erwachsenen Basset Hound sollten Sie mit etwa einer Stunde Bewegung pro Tag rechnen, verteilt auf mehrere Spaziergänge. Der genaue Bedarf unterscheidet sich von Hund zu Hund und hängt unter anderem von Alter, Kondition und Gesundheit ab. Lange Spaziergänge, bei denen der Hund ausgiebig schnüffeln darf, passen hervorragend zu seinem natürlichen Verhalten. Auch Suchspiele, Nasenarbeit und Puzzles bieten eine gute geistige Beschäftigung.

Aufgrund seines langen Rückens und seiner kurzen Beine ist es sinnvoll, Überlastung zu vermeiden. Besonders bei Welpen und Hunden mit Gelenk- oder Rückenproblemen sollte die Bewegung sorgfältig aufgebaut werden. Ein gesundes Körpergewicht ist besonders wichtig, da Übergewicht die Belastung für Rücken und Gelenke erhöht.

Welche Pflege braucht der Basset Hound?

Das kurze Fell des Basset Hound ist relativ pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare und Schmutz zu entfernen.

Seine langen, hängenden Ohren benötigen mehr Aufmerksamkeit. Aufgrund der Form der Ohren wird der Gehörgang weniger gut belüftet, wodurch Basset Hounds ein erhöhtes Risiko für Ohrenentzündungen haben. Kontrollieren Sie die Ohren daher regelmäßig auf Rötungen, Schmutz, unangenehmen Geruch oder übermäßiges Kratzen. Verwenden Sie bei Bedarf ausschließlich geeignete Ohrenpflege für Hunde und fragen Sie bei Beschwerden Ihren Tierarzt um Rat.

Auch die Hautfalten benötigen Aufmerksamkeit. Halten Sie diese sauber und trocken und kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Rötungen und Reizungen. Kontrollieren Sie außerdem die Augen, Pfoten und Krallen.

Eine gute Zahnpflege gehört ebenfalls zur täglichen Pflege. Idealerweise werden die Zähne täglich mit einer speziellen Hundezahnbürste und Hundezahnpasta geputzt.

Was sind die häufigsten Gesundheitsprobleme beim Basset Hound?

Aufgrund seines charakteristischen Körperbaus hat der Basset Hound eine Veranlagung für verschiedene Gesundheitsprobleme. Einige davon stehen mit äußeren Rassemerkmalen wie den langen Ohren, kurzen Beinen, dem langen Rücken, der lockeren Haut und den hängenden Augenlidern in Zusammenhang.

Ohrenentzündungen kommen relativ häufig vor. Die langen, hängenden Ohren sorgen für eine geringere Belüftung des Gehörgangs, wodurch ein warmes und feuchtes Milieu entstehen kann. Auch Augenprobleme verdienen Aufmerksamkeit. Beim Ektropium hängt das untere Augenlid nach außen, wodurch das Auge möglicherweise nicht ausreichend geschützt wird und Reizungen oder Verletzungen entstehen können. Darüber hinaus besteht bei der Rasse eine Veranlagung für Glaukom. Dabei steigt der Druck im Auge an, was schmerzhaft ist und das Sehvermögen beeinträchtigen kann.

Aufgrund seines langen Körpers und seiner relativ kurzen Beine kann der Basset Hound außerdem anfällig für Bandscheibenprobleme (IVDD) sein, bei denen die Bandscheiben geschädigt werden. Dies kann Rückenschmerzen und in schweren Fällen neurologische Probleme verursachen. Auch Hautprobleme, insbesondere im Bereich der Hautfalten, können auftreten. Darüber hinaus wird Magendilatation/Magendrehung als Gesundheitsrisiko bei der Rasse genannt. Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortige tierärztliche Hilfe erfordert.

Daher ist es wichtig, beim Kauf eines Basset Hound sorgfältig auf die Gesundheit der Elterntiere zu achten und sich für einen Züchter zu entscheiden, dem Gesundheit und Wohlbefinden wichtiger sind als übertriebene äußere Rassemerkmale.

Welche Rassen sind mit dem Basset Hound vergleichbar?

Es gibt verschiedene Hunderassen, die hinsichtlich Jagdinstinkt, Aussehen oder Charakter Ähnlichkeiten mit dem Basset Hound aufweisen:

  • Beagle: Wie der Basset Hound ist auch der Beagle ein sozialer Laufhund mit ausgezeichnetem Geruchssinn und stark ausgeprägtem Jagdinstinkt. Der Beagle steht höher auf den Beinen und ist in der Regel etwas athletischer und lebhafter.
  • Bluthund: Auch dieser größere Laufhund ist für seinen außergewöhnlichen Geruchssinn bekannt. Wie der Basset Hound wurde er dafür gezüchtet, Geruchsspuren präzise zu verfolgen.
  • Basset Artésien Normand: ein französischer, niederläufiger Jagdhund, der hinsichtlich Körperbau und Herkunft Ähnlichkeiten mit dem Basset Hound aufweist, jedoch in der Regel leichter gebaut ist.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Basset Hound achten?

Beim Kauf eines Welpen ist es wichtig, nicht nur auf das charakteristische Aussehen des Basset Hound zu achten. Einige äußere Rassemerkmale können bei übermäßiger Ausprägung nämlich Gesundheits- und Tierschutzprobleme verursachen.

Achten Sie darauf, dass sich die Elterntiere frei und geschmeidig bewegen können. Der Hund sollte ausreichend Abstand zwischen Brust und Boden haben, und Hautfalten dürfen nicht übermäßig ausgeprägt sein. Auch extrem lange Ohren, stark hängende Augenlider und ein übermäßig schwerer Körperbau sind keine Merkmale, nach denen gezielt gesucht werden sollte. Der offizielle Rassestandard betont vielmehr, dass der Basset Hound ein funktionaler Arbeitshund bleiben soll, der sich frei und kraftvoll bewegen kann.

Fragen Sie den Züchter, welche Gesundheitsuntersuchungen bei den Elterntieren durchgeführt wurden. Erkundigen Sie sich auch nach erblichen Erkrankungen, die in den verwendeten Blutlinien vorkommen. Ein vertrauenswürdiger Züchter kann erklären, welche Untersuchungen für die Rasse relevant sind und warum.

Schauen Sie sich abschließend die Lebensumgebung der Welpen genau an. Ein Welpe sollte in einer sauberen Umgebung aufwachsen, gut sozialisiert werden und Kontakt zu verschiedenen Menschen, Geräuschen und normalen Alltagssituationen haben.

Für welchen Besitzer ist der Basset Hound geeignet?

Der Basset Hound ist ein sozialer und anhänglicher Hund, doch sein ruhiges Erscheinungsbild bedeutet nicht automatisch, dass er ein unkomplizierter Hund ist. Sein Jagdinstinkt, seine ausgezeichnete Nase und seine Selbstständigkeit erfordern Geduld und eine konsequente Erziehung.

Der Basset Hound eignet sich für einen Besitzer, der:

  • einen freundlichen und sozialen Familienhund sucht
  • ausreichend Zeit hat, um gemeinsam mit dem Hund zu verbringen
  • täglich Zeit für Spaziergänge und Schnüffelmomente einplant
  • geduldig mit einem selbstständigen und manchmal eigensinnigen Hund umgeht
  • bereit ist, konsequent und positiv zu trainieren
  • Ohren, Haut, Augen, Zähne und Krallen regelmäßig kontrolliert und pflegt
  • das Gewicht des Hundes gut im Blick behält
  • den starken Jagd- und Spürinstinkt berücksichtigt
  • bereit ist, rassetypischen Gesundheitsrisiken besondere Aufmerksamkeit zu schenken

Ist der Basset Hound für Anfänger oder erfahrene Besitzer geeignet?

Der Basset Hound kann für einen motivierten Anfänger geeignet sein, sofern dieser sich gründlich über die Rasse informiert und bereit ist, Zeit in Erziehung, Sozialisierung und Pflege zu investieren. Er ist in der Regel freundlich und sozial, doch sein selbstständiger Charakter kann das Training anspruchsvoller machen.

Auch seine Gesundheit erfordert zusätzliche Aufmerksamkeit. Ein Besitzer sollte bereit sein, das Körpergewicht gut zu kontrollieren, Ohren und Haut regelmäßig zu überprüfen und auf Beschwerden unter anderem an Augen, Rücken und Gelenken zu achten.

Der Basset Hound ist vor allem eine gute Wahl für einen geduldigen und engagierten Besitzer, der sein freundliches Wesen und seinen eigensinnigen Jagdhundinstinkt zu schätzen weiß.

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