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Igel

Der Igel ist ein bekanntes und beliebtes Gartentier, das vor allem nachts aktiv ist. In Deutschland und anderen europäischen Ländern kommt hauptsächlich der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) vor. Daneben gibt es auch eine afrikanische Igelart (den Afrikanischen Weißbauchigel), die jedoch überwiegend als Haustier gehalten wird und nicht in freier Wildbahn in unseren Gärten vorkommt. Igel sind Einzelgänger (sie leben allein) und echte Insektenfresser. Sie spielen eine wichtige Rolle im Garten, da sie bei der Bekämpfung von Schnecken und anderen kleinen Schädlingen helfen. Bei Gefahr kann sich ein Igel zu einer stacheligen Kugel zusammenrollen, wobei der weiche Bauch vollständig durch die Stacheln geschützt wird. Dies ist ihr wichtigster Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde. Heutzutage hat es der Igel zunehmend schwerer durch Faktoren wie Verkehr, den Einsatz von Pestiziden und das Verschwinden natürlicher Unterschlupfmöglichkeiten. Dadurch werden Igel immer seltener in Gärten gesehen. Im Winter halten Igel Winterschlaf.

Igel

Eigenschaften

Körperbau: Kompakter Körper mit Stacheln auf dem Rücken, kurze Beine.
Farben und Felltypen: Braun, graubraun oder weiß mit hellen Stachelspitzen.
Gewicht: 600 - 1200 g
Lebenserwartung: 2 - 5 Jahre
Gesundheitliche Risiken: Parasiten (Flöhe, Zecken), Untergewicht, Verkehr, Vergiftung, Mähroboter.

Verhaltensprofil

Aktivität (Nacht)
Sichtbarkeit im Garten
Nützlich für den Garten
Empfindlichkeit gegenüber Störungen
Bezogenheit zum Menschen

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Lebensraum

Igel leben am liebsten in ruhigen, geschützten Gärten mit ausreichend Versteckmöglichkeiten wie Sträuchern, Holzstapeln oder Igelhäusern. Sie benötigen Durchgänge zwischen Gärten, um Nahrung zu suchen. Eine wilde Ecke im Garten ist ideal. Sie können selbst viel tun, um Ihren Garten igelfreundlich zu gestalten. Sorgen Sie beispielsweise für Öffnungen in Zäunen, damit sich Igel zwischen Gärten bewegen können, bieten Sie Schutz durch Laub oder Äste und vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden. Außerdem ist es wichtig, einen sicheren Ort zu schaffen, an dem Igel fressen oder sich verstecken können, ohne dass Katzen oder andere größere Tiere leicht Zugang haben, zum Beispiel indem Sie das Futter geschützt oder in einem speziellen Igelhaus anbieten. Achten Sie auch im Straßenverkehr und seien Sie vorsichtig mit Mährobotern und Gartengeräten, besonders in der Dämmerung und nachts, wenn Igel aktiv sind.

Ernährung

Igel fressen hauptsächlich Insekten, Schnecken, Würmer und andere kleine wirbellose Tiere und erfüllen dadurch eine sehr nützliche Funktion im Garten. Wenn Sie Igel zusätzlich unterstützen möchten, können Sie zufüttern mit speziellem Igelfutter, Igel-Pastete oder Nassfutter für Katzen (vorzugsweise ohne Fisch). Wichtig ist, keine Milch zu geben, da diese Verdauungsprobleme verursachen kann. Besonders im Herbst, zur Vorbereitung auf den Winterschlaf, und im frühen Frühjahr ist zusätzliche Nahrung willkommen. Zudem ist es empfehlenswert, immer eine Schale frisches Wasser bereitzustellen, besonders in trockenen Perioden. Bieten Sie das Futter an einem ruhigen, geschützten Ort an, damit andere Tiere weniger leicht Zugang haben.

Rolle im Garten

Igel tragen zu einem natürlichen Gleichgewicht im Garten bei, da sie helfen, Schädlinge wie Schnecken und Insekten zu reduzieren. Dadurch kann der Einsatz von Pestiziden oft eingeschränkt werden. Indem Sie Ihren Garten naturnah gestalten, helfen Sie nicht nur dem Igel, sondern auch anderen nützlichen Tieren wie Vögeln und Insekten. Denken Sie an abwechslungsreiche Bepflanzung, das Liegenlassen von Laub und das Schaffen von Versteckmöglichkeiten. So machen Sie Ihren Garten zu einem attraktiven Lebensraum für verschiedene Tierarten.

Schutz und Hinweise

Igel haben es zunehmend schwer zu überleben durch Verkehr, den Einsatz von Pestiziden und das Verschwinden natürlicher Verstecke. Auch moderne, streng gepflegte Gärten bieten oft zu wenig Nahrung und Schutz. Zudem stellt der Mähroboter ein wachsendes Risiko dar: Wird er nachts eingesetzt, kann er aktive Igel verletzen. Sie können Igel schützen, indem Sie kein Gift verwenden, Teiche mit Ausstiegsmöglichkeiten sichern und vorsichtig mit Mährobotern umgehen (diese vorzugsweise nur tagsüber verwenden). Kontrollieren Sie außerdem immer Komposthaufen oder Laub, bevor Sie diese bewegen. Sehen Sie einen Igel am Tag oder einen geschwächten Igel, wenden Sie sich an eine Igelstation oder einen Tierarzt.

Alles über den Igel

Was frisst ein Igel?

Igel sind echte Insektenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Käfern, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Tieren. Außerdem fressen sie gelegentlich auch Früchte, Beeren oder Aas. Im Garten können Sie sie zusätzlich mit speziellem Igelfutter oder Nassfutter für Katzen unterstützen.

Wie viele Stacheln hat ein Igel?

Ein erwachsener Igel hat durchschnittlich etwa 5.000 bis 7.000 Stacheln. Diese dienen als Schutz vor Fressfeinden. Ähnlich wie Haare fallen die Stacheln nach und nach aus und wachsen wieder nach. Dies geschieht kontinuierlich, sodass ein Igel nie plötzlich viele Stacheln verliert und stets gut geschützt bleibt.

Wie alt wird ein Igel?

In freier Wildbahn werden Igel durchschnittlich 2 bis 5 Jahre alt. Einige Tiere können älter werden, aber durch Verkehr, Nahrungsmangel und Fressfeinde erreichen viele dieses Alter nicht.

Wie erkennen Sie, ob ein Igel in Ihrem Garten lebt?

Die Anwesenheit eines Igels bemerken Sie oft an leisen Geräuschen in der Dämmerung oder nachts, wie Rascheln im Laub. Auch Igelkot, aufgewühlte Erde und umgestoßene Futterschalen können Hinweise darauf sein, dass ein Igel in Ihrem Garten lebt.

Welche Geräusche macht ein Igel?

Igel geben verschiedene Laute von sich, wie Schnaufen, Schnauben und leises Grunzen. Bei Gefahr können sie auch fauchen oder zischen, um sich zu verteidigen.

Wie sieht Igelkot aus?

Igelkot ist meist dunkel, länglich und etwa 3 bis 5 cm lang. Oft sind darin Reste von Insekten zu erkennen, wie glänzende Käferpanzer. Er liegt meist verstreut im Garten und hat einen relativ starken Geruch.

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