Welche Garnelen sind besser geeignet?
Größere Garnelen
Größere Garnelen werden seltener als Beute wahrgenommen. Amano- oder Japonica-Garnelen sind hierfür ein gutes Beispiel. Aufgrund ihrer Größe sind sie für viele Fische schwieriger zu fangen und daher besser für ein Gesellschaftsaquarium geeignet.
Zwerggarnelen
Zwerggarnelen (wie Neocaridina- und Caridina-Arten) sind deutlich empfindlicher. Sie sind klein, fallen stärker auf und passen bei vielen Fischen problemlos ins Maul. Dadurch sind sie schwieriger mit Fischen zu vergesellschaften. Besonders Junggarnelen haben eine Größe, die in jedes Fischmaul passt.
Welche Fische sollte man besser nicht mit Garnelen kombinieren?
Einige Fischarten sind eindeutig keine gute Wahl für ein Garnelenbecken:
- Betta-Fische (Siamesische Kampffische): Sobald sie merken, dass Garnelen fressbar sind, beginnen sie aktiv zu jagen
- Buntbarsche: territorial und räuberisch
- Skalare: sehen Garnelen als Nahrung
- Goldfische: fressen alles, was ins Maul passt
- Diskusfische: erbeuten Garnelen, sobald sie die Gelegenheit haben
Diese Kombinationen enden fast immer schlecht für die Garnelen.
Garnelen und Schwarmfische: ist das möglich?
Auch bei kleineren Schwarmfischen ist Vorsicht geboten.
Weniger geeignete Schwarmfische
Zu den weniger geeigneten Schwarmfischen für Garnelen zählen:
- Kardinalsalmler
- Rotkopfsalmler
Diese Fische sind groß genug, um Garnelen zu fressen, insbesondere junge oder kleinere Exemplare.
Bessere (aber nicht risikofreie) Schwarmfische
Schwarmfische mit der größten Chance, mit (Zwerg-)Garnelen zusammenzuleben, sind:
- Neonsalmler
- Andere sehr kleine Fischarten (Nanofische)
Diese Fische sind kleiner, dennoch gilt auch hier: Junggarnelen werden fast immer gefressen.
Warum lebendgebärende Fische keine ideale Wahl sind
Lebendgebärende Fische wie Guppys, Mollys und Platys fressen Garnelen, sobald sich die Gelegenheit bietet. Zusätzlich benötigen diese Fische härteres Wasser, während die meisten Garnelen sich in weicherem Wasser wohler fühlen. Das macht diese Kombination besonders ungeeignet.
Wie erhöht man die Erfolgschancen?
Möchten Sie dennoch Fische und Garnelen zusammen halten, ist die Einrichtung des Aquariums entscheidend.
Sorgen Sie für viele Versteckmöglichkeiten:
- Dicht bepflanzte Aquarien sind ein Muss
- Feinblättrige Pflanzen: Fische kommen hier schlecht hinein, Garnelen hingegen schon
- Moose (wie Javamoos): ideal als Versteck und Kinderstube für junge Garnelen
Je dichter und abwechslungsreicher die Einrichtung, desto größer ist die Überlebenschance der Garnelen.
Fische und Garnelen zusammen zu halten ist möglich, aber nur mit den richtigen Entscheidungen und realistischen Erwartungen. Wählen Sie vorzugsweise größere Garnelen, ruhige (kleine) Fische und ein stark bepflanztes Aquarium. Und bedenken Sie: Eine völlig risikofreie Kombination gibt es nicht.
Möchten Sie ganz sicher sein, dass Ihre Garnelen geschützt sind? Dann ist ein reines Garnelenaquarium ohne Fische immer die beste Wahl.