Service
Warenkorb
Menu
Diese Woche bis zu 33 % Rabatt auf Zahnpflege für Ihr Tier Mehr lesen

Welche Fische kann man mit Garnelen zusammen halten?

Geschrieben von Mara |

Viele Aquarienliebhaber fragen sich, ob Fische und Garnelen gemeinsam in einem Aquarium leben können. Die kurze Antwort lautet: ja, manchmal, aber es bleibt immer ein Risiko. Ob es gut funktioniert, hängt von der Fischart, der Garnelenart und der Einrichtung des Aquariums ab.

Fische in einem Aquarium mit Pflanzen

Die wichtigste Regel

Eine einfache, aber wichtige Faustregel lautet: Passt die Garnele ins Maul des Fisches, wird sie gefressen.

Fische sind keine „schlechten Mitbewohner“, sondern folgen ihrem natürlichen Jagdinstinkt. Deshalb ist die Kombination aus Fischen und Garnelen niemals zu 100 % sicher.

Relevante Produkte

Welche Garnelen sind besser geeignet?

Größere Garnelen

Größere Garnelen werden seltener als Beute wahrgenommen. Amano- oder Japonica-Garnelen sind hierfür ein gutes Beispiel. Aufgrund ihrer Größe sind sie für viele Fische schwieriger zu fangen und daher besser für ein Gesellschaftsaquarium geeignet.

Zwerggarnelen

Zwerggarnelen (wie Neocaridina- und Caridina-Arten) sind deutlich empfindlicher. Sie sind klein, fallen stärker auf und passen bei vielen Fischen problemlos ins Maul. Dadurch sind sie schwieriger mit Fischen zu vergesellschaften. Besonders Junggarnelen haben eine Größe, die in jedes Fischmaul passt.

Welche Fische sollte man besser nicht mit Garnelen kombinieren?

Einige Fischarten sind eindeutig keine gute Wahl für ein Garnelenbecken:

  • Betta-Fische (Siamesische Kampffische): Sobald sie merken, dass Garnelen fressbar sind, beginnen sie aktiv zu jagen
  • Buntbarsche: territorial und räuberisch
  • Skalare: sehen Garnelen als Nahrung
  • Goldfische: fressen alles, was ins Maul passt
  • Diskusfische: erbeuten Garnelen, sobald sie die Gelegenheit haben

Diese Kombinationen enden fast immer schlecht für die Garnelen.

Garnelen und Schwarmfische: ist das möglich?

Auch bei kleineren Schwarmfischen ist Vorsicht geboten.

Weniger geeignete Schwarmfische

Zu den weniger geeigneten Schwarmfischen für Garnelen zählen:

  • Kardinalsalmler
  • Rotkopfsalmler

Diese Fische sind groß genug, um Garnelen zu fressen, insbesondere junge oder kleinere Exemplare.

Bessere (aber nicht risikofreie) Schwarmfische

Schwarmfische mit der größten Chance, mit (Zwerg-)Garnelen zusammenzuleben, sind:

  • Neonsalmler
  • Andere sehr kleine Fischarten (Nanofische)

Diese Fische sind kleiner, dennoch gilt auch hier: Junggarnelen werden fast immer gefressen.

Warum lebendgebärende Fische keine ideale Wahl sind

Lebendgebärende Fische wie Guppys, Mollys und Platys fressen Garnelen, sobald sich die Gelegenheit bietet. Zusätzlich benötigen diese Fische härteres Wasser, während die meisten Garnelen sich in weicherem Wasser wohler fühlen. Das macht diese Kombination besonders ungeeignet.

Wie erhöht man die Erfolgschancen?

Möchten Sie dennoch Fische und Garnelen zusammen halten, ist die Einrichtung des Aquariums entscheidend.

Sorgen Sie für viele Versteckmöglichkeiten:

  • Dicht bepflanzte Aquarien sind ein Muss
  • Feinblättrige Pflanzen: Fische kommen hier schlecht hinein, Garnelen hingegen schon
  • Moose (wie Javamoos): ideal als Versteck und Kinderstube für junge Garnelen

Je dichter und abwechslungsreicher die Einrichtung, desto größer ist die Überlebenschance der Garnelen.

Fische und Garnelen zusammen zu halten ist möglich, aber nur mit den richtigen Entscheidungen und realistischen Erwartungen. Wählen Sie vorzugsweise größere Garnelen, ruhige (kleine) Fische und ein stark bepflanztes Aquarium. Und bedenken Sie: Eine völlig risikofreie Kombination gibt es nicht.

Möchten Sie ganz sicher sein, dass Ihre Garnelen geschützt sind? Dann ist ein reines Garnelenaquarium ohne Fische immer die beste Wahl.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Lesen Sie auch unsere anderen Blogs

Mehr Tipps
image (20)

Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

Lesen Sie mehr über Mara