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Blaualgen bei Hunden: Wie erkennt man sie und was sollte man tun?

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

An warmen Tagen suchen viele Hunde Abkühlung im Wasser. Das ist natürlich herrlich, doch leider lauert in stehenden Gewässern manchmal eine ernsthafte Gefahr: Blaualgen. Besonders im Sommer gibt es regelmäßig Warnungen vor Blaualgen. Für Hunde kann der Kontakt mit belastetem Wasser gefährlich und manchmal sogar lebensbedrohlich sein.

Cocker Spaniel läuft durch das Wasser

Was sind Blaualgen?

Blaualgen sind eigentlich keine echten Algen, sondern Bakterien aus der Gruppe der Cyanobakterien. Diese Bakterien wachsen besonders gut in:

  • warmem Wasser
  • stehendem Wasser
  • nährstoffreichem Wasser

Bei warmem Wetter können sich diese Bakterien schnell vermehren und giftige Stoffe produzieren. Dies wird als Blaualgenblüte bezeichnet.

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Wie sehen Blaualgen aus?

Damit Ihr Hund nicht durch Blaualgen krank wird, sollten Sie wissen, wie man Blaualgen erkennt. Blaualgen können aussehen wie:

  • ein blaugrüner oder grünlicher Schleier auf dem Wasser
  • schwimmende Schlieren oder Flocken
  • eine Schicht, die wie Erbsensuppe aussieht
  • Schaum am Ufer
  • Wasser mit muffigem oder unangenehmem Geruch

Trotzdem sind Blaualgen nicht immer deutlich sichtbar. Auch Wasser, das relativ sauber aussieht, kann belastet sein.

Warum sind Blaualgen gefährlich für Hunde?

Hunde haben ein erhöhtes Risiko, weil sie:

  • beim Schwimmen Wasser aufnehmen
  • ihr nasses Fell ablecken
  • manchmal direkt aus natürlichen Gewässern trinken

Dadurch können sie schnell eine gefährliche Menge an Giftstoffen aufnehmen.

Symptome einer Blaualgenvergiftung bei Hunden

Bei einer Blaualgenvergiftung können Symptome schnell auftreten. Die ersten Beschwerden können bereits innerhalb von 30 Minuten bis wenigen Stunden nach dem Kontakt mit belastetem Wasser entstehen.

Mögliche Symptome einer Blaualgenvergiftung bei Hunden sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Mattigkeit
  • Schwäche
  • übermäßiger Speichelfluss
  • Muskelzittern
  • Atemnot
  • Desorientierung
  • Krampfanfälle

In schweren Fällen können die Giftstoffe Schäden an der Leber, dem Nervensystem und anderen Organen verursachen.

Wie schnell treten Symptome bei Blaualgen auf?

Wie schnell Symptome auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • der aufgenommenen Menge an Giftstoffen
  • der Art der Blaualgen
  • der Größe und Gesundheit des Hundes

Manchmal treten Beschwerden bereits innerhalb von 30 Minuten auf. Bei anderen Hunden dauert es mehrere Stunden, bis Symptome sichtbar werden. Deshalb ist es wichtig, Ihren Hund nach dem Schwimmen gut zu beobachten.

Was sollten Sie bei Verdacht auf eine Blaualgenvergiftung tun?

Denken Sie, dass Ihr Hund mit Blaualgen in Kontakt gekommen ist? Dann handeln Sie schnell.

1 Spülen Sie Ihren Hund sofort ab

Spülen Sie das Fell gründlich mit Leitungswasser aus. So verhindern Sie, dass Ihr Hund noch mehr Giftstoffe aufnimmt, indem er sich trocken leckt.

2 Lassen Sie Ihren Hund nicht lecken

Versuchen Sie zu verhindern, dass Ihr Hund nach dem Schwimmen an seinem Fell leckt.

3. Kontaktieren Sie einen Tierarzt

Nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Tierarzt auf. Eine Blaualgenvergiftung ist ein Notfall. Warten Sie nicht ab, wenn Sie Symptome bemerken.

Gibt es eine Behandlung gegen Blaualgen?

Leider gibt es kein spezielles Gegengift gegen Blaualgen. Die Behandlung ist daher unterstützend und darauf ausgerichtet, Schäden zu begrenzen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Infusionstherapie
  • Medikamente gegen Übelkeit oder Krampfanfälle
  • Unterstützung von Leber und Organen

Je schneller ein Hund behandelt wird, desto größer ist die Chance auf Genesung.

Wie kann man Blaualgen vermeiden?

Vorbeugung ist bei Blaualgen besonders wichtig. Prüfen Sie deshalb immer vor dem Schwimmen, ob das Wasser sicher ist. Für die aktuellsten täglichen Messungen sind die lokalen Gesundheitsämter in den deutschen Bundesländern zuständig. Suchen Sie online nach: [Name der Region/Stadt] + Badegewässerqualität.

Vermeiden Sie außerdem stehendes warmes Wasser, Wasser mit grünlichem Schleier und Orte mit Warnschildern.

Lesen Sie auch unseren Blog 7 Tipps für sicheres Schwimmen mit Ihrem Hund.

Blaualgen stellen an warmen Tagen ein ernstes Risiko für Hunde dar. Da Symptome schnell auftreten können und es kein Gegengift gibt, ist es wichtig, auf Anzeichen einer möglichen Blaualgenvergiftung zu achten.

Kontrollieren Sie immer vorab die Wasserqualität, lassen Sie Ihren Hund nicht in verdächtigem Wasser schwimmen und nehmen Sie Beschwerden nach dem Schwimmen ernst. Im Zweifelsfall gilt: Nehmen Sie immer Kontakt mit einem Tierarzt auf.

Häufig gestellte Fragen zu Blaualgen bei Hunden

Wie erkennt man Blaualgen?

Blaualgen erkennt man häufig an einer blaugrünen oder grünlichen Schicht auf dem Wasser. Manchmal sieht man schwimmende Schlieren, Flocken oder einen Effekt wie „Erbsensuppe“. Außerdem kann das Wasser muffig riechen oder Schaumbildung am Ufer verursachen.

Welche Beschwerden verursacht Blaualgen bei einem Hund?

Ein Hund mit einer Blaualgenvergiftung kann Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit, Schwäche, Speichelfluss, Muskelzittern, Atemnot oder Krampfanfälle entwickeln. In schweren Fällen kann Blaualgen Schäden an der Leber und dem Nervensystem verursachen.

Wie schnell können Symptome von Blaualgen bei einem Hund auftreten?

Symptome können bereits innerhalb von 30 Minuten bis wenigen Stunden nach dem Kontakt mit belastetem Wasser auftreten. Deshalb ist es wichtig, einen Hund nach dem Schwimmen gut zu beobachten.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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