> Schwimmen gehen mit Ihrem Hund

Schwimmen gehen mit Ihrem Hund

Schwimmen gehen mit Ihrem Hund

In diesem Artikel erläutert unsere Tierärztin Ihnen die Vorteile, aber auch die Gefahren, die Sie beachten sollten, wenn Ihr Hund schwimmen geht.

Was gibt es bei diesem warmen Wetter Schöneres als Ihren treuen Vierbeiner beim Schwimmen angenehm abkühlen zu lassen?

Schwimmen gehen ist eine sehr gute Möglichkeit, durch die sich Ihr Hund abkühlen und erfrischen kann. Es ist jedoch nicht vernünftig, Ihren Hund einfach so überall schwimmen zu lassen.

Wo darf mein Hund schwimmen?

Zunächst einmal, dürfen Hunde nicht überall schwimmen. Es ist also gut, wenn Sie sich vorher gründlich informieren, ob Ihr Hund an dem ausgewählten Ort schwimmen darf. Es gibt verschiedene Freilaufgebiete mit einem Hundeschwimmteich oder einem Hundestrand, wo Sie mit Ihrem Hund hingehen können. Im Internet finden Sie in der Regel für jeden Strand und jedes Auslaufgebiet mit Gewässern Informationen dazu, ob Ihr Hund dort schwimmen darf oder nicht.

Badewasserqualität

Es ist darüber hinaus von entscheidender Bedeutung, die Qualität des Badegewässers im Auge zu behalten. Leider sterben noch immer jedes Jahr Hunde an Blaualgen und Botulismus. Das Schwimmen oder Baden in einem warmen, still stehenden Gewässer ist hierbei das größte Risiko. Auch die Weil-Krankheit (Leptospirose) bildet nach wie vor eine Gefahr für Hunde.

Wenn die Außentemperatur hoch ist, kann auch die Wassertemperatur schnell ansteigen. Bakterien und Algen bekommen die Chance, sich schnell zu vermehren.

Blaualgen sind Bakterien (Cyanobakterien), die aufgrund ihrer blaugrünen Farbe Algen ähnlich sehen. Sie erzeugen eine ölige und oft stinkende Schicht auf dem Wasser. Diese Blaualgen können ein gefährliches Nervengift produzieren, das innerhalb weniger Stunden tödlich wirken kann. Die ersten Symptome sind oft Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Muskelschwäche, Zittern und epileptische Krampfanfälle. Es ist wichtig, zu wissen, dass es kein Gegenmittel gibt! Eine symptomatische Behandlung ist das Einzige, was Ihr Tierarzt für Ihren Hund tun kann.

Auch der Botulismus wird durch Bakterien verursacht, die ein Nervengift produzieren. Wasservögel und Fische können damit leicht infiziert werden und sterben. Die Tierkadaver können das Wasser verseuchen, was Risiken für alle Tiere birgt, die in diesem Gewässer schwimmen. Die Symptome treten oft erst nach einigen Tagen auf und können sich folgendermaßen äußern: Erbrechen, Durchfall und die charakteristischen Lähmungserscheinungen. Auch für Botulismus gilt, dass es kein Gegenmittel gibt. Die Tiere können wiederum nur symptomatisch durch den Tierarzt behandelt werden.

Die Weil-Krankheit (Leptospirose), auch Weilsche Krankheit oder Morbus Weil genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die sich Hunde durch den Kontakt mit Wasser zuziehen können, das mit Rattenurin kontaminiert ist. Hunde können gegen die Weil-Krankheit geimpft werden. Diese Impfung muss jährlich wiederholt werden. Geimpfte Hunde können die Krankheit auch bekommen, werden aber weniger schwer krank und haben eine bessere Überlebenschance.

Meiden Sie so viele Plätze und Gewässer mit einem still stehenden Wasser wie möglich.

Sichere Badeorte

Schauen Sie auch stets, ob das Gewässer auf andere Art und Weise sicher ist. Es stellen sich zum Beispiel folgende Fragen und Situationen, die es zu prüfen gilt. Kann Ihr Hund von allein wieder aus dem Wasser kommen? Besteht keine starke Strömung durch beispielsweise eine Pumpstation oder ein Abflussrohr? Sind nicht zu viele Boote auf dem Gewässer unterwegs? Liegt nicht zu viel Dreck oder Müll auf dem Boden, durch den Ihr Hund Schaden nehmen kann?

Haben Sie einen Hund, der gut schwimmen kann und es gerne tut? Gehen Sie dann auf jeden Fall mit Ihrem Hund bei einem warmen Wetter oder Hitze ins Wasser, aber stellen Sie immer sicher, dass Sie auf Ihrem Ausflug auf alles gut vorbereitet sind!

Sorgen Sie immer für sauberes Trinkwasser!

Sorgen Sie ebenfalls immer dafür, dass Sie ausreichend sauberes Trinkwasser dabei haben, das Ihr Hund trinken kann. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihr Hund Salzwasser am Meer oder verschmutztes und verseuchtes Wasser aus still stehenden Gewässern trinkt.

Es gibt heutzutage praktische Hilfsmittel, durch die Sie Ihren Hund auch außerhalb der eigenen vier Wände jederzeit mit einem frischen sauberen Trinkwasser versorgen können. Dazu gehört zum Beispiel die Trixie Friends on Tour Thermosflasche oder der Popware Travel Cup mit Karabinerhaken oder die Ausführung mit Flaschenhalter. Ebenso gibt es die Beeztees tragbare Trinkflasche mit Kordel. Kurzum, Sie haben bei uns genug Auswahl.

Kühlprodukte für Hunde

Bietet sich Ihnen keine Gelegenheit, Ihren Hund in einem Gewässer in der freien Natur schwimmen zu lassen? Dann gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, um Ihren Hund bei warmen Temperaturen abkühlen zu lassen. Entscheiden Sie sich beispielsweise für einen praktischen Hundepool. Bevorzugen Sie lieber etwas Kompakteres? Dann bietet sich eine Kühlmatte, eine Kühlweste oder ein Kühlhalsband für Ihren Hund an.

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