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Vorhautentzündung beim Rüden

Vorhautentzündung beim Rüden

Fast jeder Rüde hat mindestens einmal in seinem Leben eine Vorhautentzündung. Meist ist es nichts Ernstes, allerdings sollte man schnell reagieren und den Hund entsprechend behandeln. In diesem Artikel erhalten Sie nähere Informationen zur Vorhautentzündung (sogenannte Balanoposthitis) bei Rüden. Unsere Tierärztin erklärt, wie solch eine Entzündung entstehen kann, wie man sie erkennt und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Vorhautentzündung – eine häufig vorkommende Erkrankung

Eine Vorhautentzündung (sogenannte Balanoposthitis) tritt bei nicht kastrierten (intakten) Rüden relativ häufig auf – früher oder später erkrankt beinah jeder intakte Rüde ein oder mehrere Male an dieser Krankheit. In der Regel ist eine Vorhautentzündung nichts Ernstes, sie kann jedoch für Tier und Mensch sehr unangenehm sein.

Entstehung

Geschlechtshormone sorgen dafür, dass nicht kastrierte Rüden ihren Penis regelmäßig ausschachten. Hierdurch gelangen Bakterien aus der Umgebung unter die Vorhaut und können dort eine Entzündung auslösen. Meist werden solche Bakterien vom Körper selbst auf natürliche Weise abgetötet, sodass keine Entzündung entstehen kann. Das Ausschachten beginnt bei Rüden nach der Geschlechtsreife, also meist in einem Alter von 6 bis 12 Monaten. Zudem ist bei manchen Hunden die Vorhaut zu weit geöffnet, sodass Bakterien sich schneller einnisten und zu Beschwerden führen können. Wenn die natürlichen Abwehrkräfte des Rüden aus irgendeinem Grund nicht ausreichend sind, kann es zu einer Entzündung kommen. Während der Entzündung bilden sich Entzündungstropfen in Form von Eiter oder farbiger Flüssigkeit, die am Penis haften oder in seiner Umgebung abfallen. Besonderes Letzteres sorgt dafür, dass viele Menschen schon bei geringfügigen Entzündungen schnell etwas unternehmen.

Behandlung

Falls Sie vermuten, dass der Penis Ihres Hundes nicht gesund ist, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob es sich um eine kleinere Entzündung handelt, die durch Waschen mit Vorhautreinigern wie Prepusol behandelt werden kann, oder ob der Penis schwerwiegend entzündet ist. Letzteres äußert sich häufig durch Eitertropfen, einen rot verfärbten Penis oder sogar Blutflecken. In solch einem Fall sind Vorhautreiniger nicht mehr ausreichend und benötigt der Rüde die entsprechenden Medikamente, damit Bakterien abgetötet werden können und der Körper sich wieder erholt.

Kastration

Es hat sich gezeigt, dass manche Hunde häufiger Probleme mit Vorhautentzündungen haben, als andere. Die regelmäßige Reinigung mit Vorhautreinigern kann zu deutlichen Verbesserungen führen, muss jedoch regelmäßig wiederholt werden, da die Ursache der Entzündung hiermit nicht bekämpft wird. Falls Ihr Hund auch trotz einer regelmäßigen Reinigung noch häufig oder ernsthaft an Vorhautentzündungen leidet, empfiehlt sich die Beseitigung der männlichen Geschlechtshormone als Therapie. In diesem Fall muss der Hund kastriert werden, da kastrierte Hunde ihren Penis nicht mehr Ausschachten. Allerdings ist dies nicht für alle Hunde eine optimale Lösung (eine weite Vorhaut wird durch eine Kastration natürlich nicht enger). Daher sollte der Hund erst sorgfältig von einem Tierarzt untersucht werden, bevor direkt zur Kastration übergegangen wird, damit das eigentliche Problem hinter der Vorhautentzündung festgestellt werden kann.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

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