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Angiostrongylose (Lungenwurm) bei Hunden

Angiostrongylose (Lungenwurm) bei Hunden

In ganz Europa besteht für Hunde die Gefahr einer Infektion mit Angiostrongylus Vasorum (Lungenwurm). Doch mittlerweile gibt es Mittel zur Vorbeugung gegen diese Krankheit mit Milbemycinoxim und Praziquantel. Durch die regelmäßige Verabreichung dieser Mittel für Hunde kann das Risiko des Befalls mit Lungenwürmern stark vermindert werden.

Schnecken als Zwischenwirt

Im Lebenszyklus der Lungenwürmer dienen viele Arten von Nacktschnecken und Schnecken als Zwischenwirt. Hunde schlucken diese Schnecken oft versehentlich: bei einem Spaziergang im Garten oder durch das Trinken von kontaminiertem Wasser. Viele Hunde spielen auch gerne mit Nacktschnecken oder Schnecken und essen diese manchmal gezielt. In diesem Fall haben sie ein besonders hohes Risiko für die Infektion mit dem Lungenwurm.

Diagnose

Hunde können sich leicht mit dem Lungenwurm infizieren, aber die Diagnose ist nicht so einfach. Einige Hunde zeigen keine Symptome, bei anderen können Sie klare klinische Zeichen beobachten, die sich je nach Krankheit sehr unterschiedlich äußern: Husten, Gewichtsverlust und in schweren Fällen der plötzliche Tod. Der Tierarzt kann durch Entnahme einer Gewebeprobe bestimmen, ob eine Lungenwurm-Infektion vorliegt.

Symptome

Frühe Infektionen:

  • Es tritt Husten auf (manchmal heiser, als trockener Husten)
  • Probleme mit der Atmung
  • Blutarmut
  • Trägheit/Schläfrigkeit
  • verminderter oder fehlender Appetit
  • Anzeichen einer Blutgerinnungs-Störung, z. B. schwarzer Stuhl, Bluthusten, lange Blutungen bei leichten Verletzungen und subkutane Blutungen (Blutungen unter der Haut, Hämatome, blaue Flecke).

Bei schweren Infektionen:

Rechtsseitiges Herzversagen und sogar ein plötzlicher Tod

Chronische Infektionen:

Möglicherweise kann eine Lungenentzündung auftreten, die mit Anorexie (Nahrungsverweigerung), Gewichtsverlust und erhöhtem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge einhergeht.

Der Lungenwurm ist ein wachsendes Problem

Die Ausbreitung des Lungenwurms erfolgt in vielen Gebieten Europas, darunter Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Deutschland, der Schweiz und Italien. Es gibt immer mehr Fälle von Infektionen, die bei Hunden und Wildtieren gemeldet werden. Dies deutet darauf hin, dass die Krankheit auf dem Vormarsch ist. Vor allem Füchse sind ein relevanter Wirt, aber auch Wölfe, der Europäische Otter, Dachse und sogar Frettchen können eine Quelle der Infektion sein.

In Deutschland gab es in den letzten Jahrzehnten nur vereinzelte Nachweise von Lungenwurm-Infektionen. Jüngere Berichte weisen jedoch auf eine allmähliche Zunahme hin.

Haben Sie Fragen zur Infektion mit Lungenwürmern? Bitte kontaktieren Sie unseren Tierarzt per Telefon unter 06922 222 95 73 oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de

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