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Läuse bei Hunden und Katzen

Läuse bei Hunden und Katzen

Läuse sind kleine Insekten, die bei nahezu allen Arten von Vögeln und Säugetieren auftreten können. Dabei lassen sich im Wesentlichen zwei Arten von Läusen unterscheiden: die Blut-Läuse und die Haar-Läuse.

Blut-Läuse (saugende Läuse oder Milben)

Der offizielle Name dieses Ektoparasiten, der im Volksmund Blut-Laus genannt wird, ist Vogelmilbe. Die Parasiten benötigen das Blut ihres Wirtstieres, um sich zu vermehren. Sie leben eigentlich auf Vögeln. Befallen werden aber auch andere Tiere, wenn keine Vögel als Wirt verfügbar sind. Somit können praktisch alle Säugetiere-Arten, einschließlich Hunde und Katzen, befallen werden. Sogar der Mensch kann von Blut-Läusen betroffen sein. Die Parasiten sind eine wirkliche Plage für Vogelliebhaber und Geflügelzüchter. Die kleinen Insekten vermehren sich sehr schnell. In der Nacht saugen sie Blut; tagsüber verstecken sie sich in den kleinsten Ritzen der Käfig oder Volieren, sodass man sie kaum bekämpfen kann. Vogelmilben können monatelang ohne Nahrung und bei extremen Temperaturschwankungen überleben. Bei Hunden und Katzen kommen sie glücklicherweise nur selten vor.

Haar-Laus (beißende Läuse)

Die Haar-Läuse - auch Pelz-Laus genannt - ernährt sich von den Hautschuppen und dem Blut des Tieres; sie wohnt permanent in dessen Fell. Haar-Läuse sind 1-2 Millimeter groß und damit mit dem bloßen Auge erkennbar. Sie sind am besten sichtbar, wenn Sie Ihren Hund oder Ihre Katze mit einem Nissenkamm oder einem feinen Flohkamm untersuchen. Die Eier der Läuse, oft bezeichnet mit dem Begriff Nissen, kleben an den Haaren des Tieres.

Infektionen

Infektionen, die durch Haar- oder Blut-Läuse entstehen, sind bei Hunden und Katzen selten, dennoch aber nicht ausgeschlossen. Die Läuse treten vor allem bei Tieren auf, die unzureichend gepflegt werden und unter unhygienischen Bedingungen gehalten werden. Wenn viele Tiere in einem kleinen Raum zusammenleben, können sich die Läuse einfach verbreiten und rasch vermehren.

Symptome

Die Symptome eines Befalls mit Läusen sind den Auffälligkeiten bei einem Floh-Befall sehr ähnlich:

  • Jucken und (starkes) Kratzen
  • Muffiger Geruch des Fells
  • Hautläsionen oder Infektionen, die durch das Kratzen verursacht werden

Kontrolle und Behandlung

Läuse können mit medizinischen Maßnahmen, wie Frontline Spot On, gezielt bekämpft werden. Außerdem ist es - wie bei einem Flohbefall - wichtig, überhaupt eine Behandlung zu initiieren, um eine Verschlimmerung des Befalls zu vermeiden und andere Tiere zu schützen. Zudem reagieren Haustiere in der Regel sehr gut auf die Behandlung. Reinigen Sie Kissen, Spielzeug und Deckchen bei hoher Temperatur in der Waschmaschine. Gegenstände, die nicht gewaschen werden können, wie Bürsten oder Plastikspielzeug, können Sie auch mit einem Dampf-Reiniger säubern. Darüber hinaus ist es äußerst ratsam, die Umgebung mit einem Umgebungs-Spray zu behandeln, etwa dem Umweltspray von Sectolin oder dem Beaphar Dimethicare Umgebungsspray. Eine regelmäßige (vorbeugende) Behandlung gegen Flöhe mit einem Mittel von Frontline oder von Advantage gewährleistet auch, dass die Läuse abgetötet werden. Bei eine Befall von Läusen ist es zudem wichtig, alle Tiere zu behandeln und diese Behandlung zeitgleich durchzuführen, um das Risiko der (Wieder-)Infektion zu minimieren.

Läuse und Menschen

Läuse, die auf Hunden und Katzen auftreten, sind nicht gefährlich für den Menschen. Läuse verlassen ihren Wirt nur selten und daher ist es unwahrscheinlich, dass sie auf den Menschen übergreifen. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze Läuse hat, dann besteht unter normalen hygienischen Bedingungen keine große Gefahr, dass Sie auch auch infiziert werden.

Haben Sie Fragen zu Prävention oder Bekämpfung von Läusen bei Hund oder Katze? Bitte kontaktieren Sie unseren Tierarzt telefonisch unter der 06922 222 95 73 oder per E-Mail: tierarzt@medpets.de

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