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Training mit der Hundebox

Training mit der Hundebox

In dem folgenden Artikel geht unsere Tierärztin auf das Thema Hundebox ein und wie Sie Ihren Hund darauf vorbereiten und trainieren in dieser Box zu verbleiben. Dabei gibt Sie nützliche Tipps damit Ihr Hund sein neues Heim schneller akzeptiert.

Bei der Nutzung einer Hundebox gehen die Meinungen von Hundebesitzern etwas auseinander. Bei richtigem Gebrauch kann eine Hundebox jedoch das Leben von Ihnen und Ihrem Hund ein Stückchen angenehmer machen.

Bedingungen für die Verwendung einer Hundebox

Es gibt ein paar Dinge, über die Sie nachdenken sollten, wenn Sie eine Hundebox benutzen.

  • Eine Hundebox muss als sicherer Ruheplatz für Ihren Hund angesehen werden. Wenn Ihr Hund alleine in der Box liegt, ist das ein Zeichen dafür, dass er seine Ruhe haben will. Kinder und andere Personen müssen das dann in diesem Moment akzeptieren und ihn auch wirklich in Ruhe lassen.
  • Verwenden Sie eine Box niemals als Bestrafung!
  • Nehmen Sie sich unbedingt genügend Zeit, um Ihren Hund an die Box zu gewöhnen, damit er auch den Sinn dieses Ortes erkennt, für den er bestimmt ist: Ruhe und Sicherheit.
  • Eine Hundebox kann dabei helfen, Ihren Welpen stubenrein zu bekommen.

Die richtige Boxengröße

Verwenden Sie immer die Boxengröße, die für die Rasse Ihres Welpen geeignet ist. Bedenken Sie, dass Ihr Welpe auch dann noch in der Hundebox liegen, stehen und sich umdrehen können muss, wenn er ausgewachsen ist. Kaufen Sie keine Box, die zu viel Platz bietet. Gerade für die Welpen großer Hunderassen ist die Hundebox anfangs oft viel zu groß. Es gibt verschiedene Arten von Boxen, die Sie für diesen Zweck benutzen können. Entdecken Sie hier unser Sortiment an Hundeboxen.

Hundebox verkleinern

Damit Sie nicht ständig eine neue Box kaufen müssen, wenn Ihr Welpe wächst, können Sie den Platz in der Hundebox reduzieren, sodass Ihr Welpe noch angenehm darin liegen kann. Das können Sie beispielsweise tun, indem Sie die Box mit einer zusätzlichen (Holz-)Wand in zwei Teile teilen oder eine Kiste in der passenden Größe in die Box hineinstellen, an der Sie die eine Seite zur Tür der Box hin herausnehmen. Verkleinern Sie die Box unbedingt mit etwas, auf das Ihr Welpe nicht hinaufklettern kann. Andernfalls besteht die Gefahr, dass er an der Wand hängen bleibt oder hinunterfällt. Nur dann, wenn die Hundebox klein genug ist, verhindern Sie damit, dass Ihr Welpe die Box auch als Toilette benutzt. In diesem Fall ist es möglich, diese auch für das Training zur Stubenreinheit zu benutzen. Denn Hunde möchten von Natur aus nicht an ihrem Schlafplatz ihre Geschäfte verrichten. Ist der Raum zu groß, werden Sie dieses Ziel nicht erreichen. Das bedeutet aber auch, dass Sie die Signale Ihres Welpen ganz genau beobachten und ihn aus der Box holen müssen, wenn er anzeigt, dass er muss. Tun Sie das nicht, wird Ihr Hund lernen, dass er seine Geschäfte auf seinem Bett verrichten darf. Aus diesem Grund kann es notwendig sein, die Hundebox abends und nachts ins Schlafzimmer oder in den Flur umzustellen.

Der richtige Standort für die Hundebox

Bei der Wahl des Standortes für die Hundebox, ist es sehr wichtig, einen geeigneten Platz zu finden. Stellen Sie die Box an einen ruhigen Ort ins Wohnzimmer, von wo aus der Welpe den gesamten Raum überblicken kann. Ungeeignet sind Standorte vor dem Fernseher oder an häufig frequentierten Laufwegen im Zimmer. Auch einen Platz an der Heizung oder an einem Fenster sollten Sie wegen der Zugluft und der Temperaturschwankungen vermeiden.

Der erste Eindruck von der Box

Bevor Sie Ihren Hund mit der Box bekannt machen, sollten Sie diese mit einem besonders weichem und bequemen Hundekissen auslegen. Dazu können Sie beispielsweise das Hundekissen von Beeztees oder Lief! auswählen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Welpe nicht ausrutschen kann. Lassen Sie Ihren Welpen die Box kennenlernen, indem Sie regelmäßig eine feines Leckerli in der Box platzieren. Sie können Ihren Welpen auch hineinlegen, sobald er müde wird und Anstalten macht, sich schlafen zu legen. Der erste Kontakt mit der Hundebox muss immer positiv sein! Sollte etwas zu fressen nicht interessant genug sein, um Ihren Welpen freiwillig in die Box zu locken, dann können Sie auch sein liebstes Hundespielzeug hineinlegen. In diesem Stadium muss die Tür stets offen bleiben. Fixieren Sie die Tür notfalls vorübergehend, damit sie nicht versehentlich zufällt, wenn Ihr Welpe in der Box liegt. Und: Zwingen Sie Ihren Welpen niemals, in die Box zu gehen!

Das Training mit der Hundebox

Wenn Ihr Welpe leicht von selbst in die Box geht, kann das eigentliche Training mit der Hundebox beginnen. Geben Sie Ihrem Welpen das Futter ab sofort in der Box. Dazu platzieren Sie seinen Hundenapf so weit wie möglich im hinteren Teil der Box, sodass er den ganzen Weg durch die Box zurücklegen muss, um an sein Futter zu gelangen. Sollte das noch nicht von Anfang an funktionieren und Ihr junger Hund traut sich noch nicht so weit hinein, dann stellen Sie den Futternapf an den Eingang. Jedes Mal, wenn Sie Ihren Welpen füttern, wandert der Napf dann etwas weiter in die Box hinein. Sobald das Füttern in der Box reibungslos vonstattengeht, können Sie die Tür gelegentlich während des Fressens schließen. Machen Sie die Türe aber sofort wieder auf, nachdem Ihr Welpe mit der Mahlzeit fertig ist. Versuchen Sie im weiteren Verlauf, die Türe immer ein wenig länger geschlossen zu halten, in etwa bis zu fünf Minuten nach Beendigung des Fressens. Vermeiden Sie, dass Ihr Welpe jammert, bevor Sie die Tür öffnen. In diesem Fall ist Ihr Welpe noch nicht so weit und Sie sind etwas zu schnell vorgegangen.

Kommando beibringen und belohnen

Sollte das Training mit dem Futternapf entspannt verlaufen und Sie können die Tür problemlos bis zu fünf Minuten schließen, gehen Sie einen Schritt weiter und versuchen, Ihrem Welpen ein Kommando beizubringen, mit dem Sie ihn in die Hundebox schicken. Das kann beispielsweise der Befehl "Box" oder "Platz" sein. Verwenden Sie dieses Kommando niemals, um Ihren Welpen zu bestrafen. Die Box muss stets ein angenehmer Ort für Ihren Hund bleiben. Belohnen Sie Ihren Welpen, wenn er ruhig in die Box geht und Sie die Türe für einen Moment schließen. Öffnen Sie die Tür nach ein paar Augenblicken wieder und belohnen Sie Ihren Welpen, wenn dieser entspannt bleibt. Verwenden Sie dazu beispielsweise einen unserer schmackhaften Hundeleckerlies. Üben Sie so lange geduldig, bis Ihr Welpe den Befehl versteht. Im Laufe der Zeit sollten Sie die Türe immer ein wenig länger geschlossen halten. Bleiben Sie dabei aber unbedingt im selben Raum.

Den Raum und das Haus verlassen

Bleibt Ihr Welpe ruhig, wenn er in der Hundebox ist und Sie für längere Zeit die Tür schließen, dann beginnen Sie damit, den Raum für kurze Zeit zu verlassen. Dehnen Sie auch diesen Zeitraum immer etwas weiter aus. Wenn Sie Ihren Welpen für rund 30 Minuten alleine lassen können, dann gehen Sie wieder einen Schritt weiter und verlassen für einen Augenblick das Haus. Üben Sie auch das Verlassen des Hauses, indem Sie die Zeit draußen immer weiter ausdehnen. Verabschieden Sie sich nicht unnötig lange oder emotional. Belohnen Sie Ihren Welpen, wenn er ruhig in die Box geht, und gehen dann weg. Belohnen Sie ihn ebenfalls, wenn er ruhig bleibt, wenn Sie zurückkommen und die Box öffnen. Wenn das alles reibungslos funktioniert, dann haben Sie einen Hund, der einen positiven Bezug zu seiner Box hat. Die Box kann auf diese Weise dazu beitragen, Ihrem Hund beizubringen, alleine zu Hause zu bleiben. Lesen Sie hierzu auch den Artikel ‘Hund alleine lassen‘.

Ihr Welpe jammert immer noch in der Box, was nun?

Es kann sein, dass Ihr Welpe weiterhin fiept, wenn er in der Box sitzt. Das kann daran liegen, dass er in diesem Moment ein anderes Bedürfnis verspürt, beispielsweise dass er Hunger hat oder auf die Toilette muss. Andererseits ist es natürlich auch möglich, dass Sie bei dem Training mit der Hundebox zu schnell vorgegangen sind. In diesem Fall sollten Sie ein paar Schritte im Training zurückgehen.

Klopfen Sie niemals auf die Box!

Schlagen oder klopfen Sie bitte nicht auf die Hundebox, um Ihren Welpen ruhig zu bekommen! Im schlimmsten Fall erschrickt Ihr junger Hund und wird die Box mit einem Angstgefühl in Verbindung bringen. Es kann sogar passieren, dass er Angst vor Ihnen als Besitzer entwickelt, weil Sie derjenige sind, der auf die Box geschlagen hat. Wenn Ihr Welpe in der Box jammert, tut er das oft aus einem bestimmten Grund: Er muss beispielsweise raus, um seine Geschäfte zu erledigen, ist hungrig, fühlt sich einsam oder er langweilt sich. Versuchen Sie also herauszufinden, warum Ihr Welpe fiept und verhalten Sie sich entsprechend.

Bevor Ihr Welpe in die Box geht

Bevor Sie Ihren Welpen in die Hundebox setzen oder ihn hineinschicken, sollte Sie ihm das Halsband ausziehen. Denn durch eine ungeschickte Bewegung könnte er mit dem Halsband irgendwo hängen bleiben und eine traumatische Erfahrung erleben oder gar ersticken.

Das Wichtigste noch einmal kurz zusammengefasst

Für ein erfolgreiches Boxentraining ist es daher wichtig, Folgendes zu berücksichtigen:

  • Wählen Sie die passende Größe und den richtigen Standort für die Box.
  • Lassen Sie sich Ihren Welpen langsam und schrittweise an die Hundebox gewöhnen und dehnen Sie den Zeitraum in der Box langsam aus.
  • Sie können die Box auch für das Sauberkeits-Training Ihres Welpen verwenden.
  • Nutzen Sie die Hundebox niemals als Strafe!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Training mit der Hundebox! Haben Sie noch Fragen? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an: tierarzt@medpets.de.

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