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Welpen stubenrein bekommen

Welpen stubenrein bekommen

Bereits im Nest lernt ein Welpen eine gewisse Stubenreinheit, doch danach ist ein gutes und konsequentes Training gefragt. In diesem Artikel gibt Ihnen unsere Tierärztin ein paar nützliche Tipps damit dieses auch erfolgreich und Ihr Hund stubenrein wird.

Es ist so weit: Ihr Welpe kommt heute zu Ihnen nach Hause! Das bedeutet, dass auch heute das Sauberkeitstraining beginnt. Schließlich soll der kleine Neuankömmling vom ersten Tag an lernen, wo er seine Geschäfte verrichten darf. Doch wie bringt man es am besten bei?

Welpen stubenrein machen

Die ersten Erziehungsmaßnahmen zur Stubenreinheit erfährt Ihr Welpe bereits in seiner Wurfhöhle, wenn alles optimal läuft. Während der ersten Lebenswochen lecken die Muttertiere die neugeborenen Welpen sauber und nehmen dabei deren Urin und Kot auf. Diese Nestsäuberung durch die Hündin wird ab der dritten bis vierten Woche aber immer seltener. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die Welpen, selbst herumzulaufen. Ist die Wurfkiste groß genug, suchen sich die Welpen einen Platz am Rand oder in einer Ecke, um sich zu erleichtern. Hunde sind saubere Tiere, die ihren Schlafplatz nicht beschmutzen möchten. Wird die Wurfkiste oft genug gesäubert, werden die Welpen ihre Geschäfte immer an einem anderen Ort als ihrem Schlafplatz erledigen.

Sobald Ihr Welpe zu Ihnen nach Hause kommt, beginnt das Sauberkeitstraining.

Wann muss mein Welpe raus?

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie mehrere feste Plätze im Garten oder in der Nähe haben, an denen sich Ihr Welpe erleichtern darf. Soll ein Welpe an einem bestimmten Ort urinieren oder Kot absetzen, sollte er das am besten gleich von Anfang an lernen. Es ist wichtig, verschiedene Plätze anzubieten, damit Sie verhindern, dass Ihr Hund später nur an einem einzigen Ort sein Geschäft verrichten kann.

In der Anfangsphase können Sie noch einige Unterlagen, wie die Puppy Pads von Beaphar, ins Haus legen, beispielsweise ins Wohnzimmer. Hat der Welpe verstanden, dass er seine Geschäfte auf der Trainingsmatte erledigen soll, können Sie die Unterlage langsam Richtung Haus- oder Terrassentür bewegen. Diese Lösung ist auch dann praktisch, wenn Sie in einer Wohnung leben und keinen Zugang zu einem Garten haben.

Welpen können Kot und Urin noch nicht lange halten und müssen daher im Allgemeinen etwa alle zwei Stunden nach draußen. Gehen Sie grundsätzlich immer nach dem Fressen, dem Spielen und dem Schlafen mit dem Welpen raus. Nehmen Sie den jungen Hund einfach mit nach draußen und lassen Sie ihm ein wenig Zeit. Wenn Ihr Welpe Urin oder Kot absetzt, können Sie ihn mit Ihrer Stimme oder einer kleinen Leckerei belohnen. Anschließend gehen Sie dann wieder ins Haus. Haben Sie einen Welpen bei sich aufgenommen, ist es jederzeit wichtig, sein Verhalten gut zu beobachten. Schnuppert der junge Hund längere Zeit an einem bestimmten Ort oder fängt an, sich um sich selbst zu drehen, ist es Zeit, mit ihm nach draußen zu gehen.

Bei einem Missgeschick bestrafen oder nicht?

Zu den wichtigsten Regeln beim Sauberkeitstraining gehört es, den Hund nicht zu bestrafen, wenn er sich im Haus erleichtert hat. Im Nachhinein kann der Welpe die Strafe nicht mit dem Missgeschick verbinden. In diesem Fall bewahren Sie am besten Ruhe, auch wenn Sie sich ärgern. Ignorieren Sie den Hund, schauen Sie ihn nicht an und sprechen Sie auch nicht mit ihm. Sollten Sie den Hund allerdings dabei ertappen, wie er sich hinhockt, um den Boden im Haus zu beschmutzen, können Sie ein lautes "Nein" oder "Pfui" von sich geben. Nehmen Sie den Welpen in diesem Fall mit nach draußen, um ihm zu zeigen, wo er seine Geschäfte erledigen darf. Bitte denken Sie daran, dass am Anfang immer ein paar Missgeschicke passieren. Das ist normal und gehört einfach dazu. Eine Belohnung zur richtigen Zeit fördert das Sauberkeitstraining ungemein.

Missgeschicke verhindern

Versuchen Sie, versehentliches Urinieren im Haus oder der Wohnung zu vermeiden. In Zeiten, in denen der Hund nicht ausreichend beaufsichtigt werden kann, hat sich eine Box oder ein Gitterkäfig bewährt. Diese Bench muss allerdings mit einem eignen Training angelernt werden, damit sie der Hund als schönen und entspannten Ort erleben kann. Da der Welpe sein Lager nicht so einfach verschmutzen möchte, wird er sich bemühen, seine Geschäfte zurückzuhalten oder sich zu melden. Sollte eine solche Box noch etwas zu groß für den Welpen sein, ist es ratsam, sie zu verkleinern. Das können Sie beispielsweise mit einem Karton oder einer Kiste tun, sodass lediglich ein Schlafplatz übrig bleibt. Auf diese Weise können Sie den Drang des Hundes reduzieren, seine Box zu verschmutzen. Natürlich kann es auch hier zu "Unfällen" kommen, wenn der Welpe unter Druck steht oder Sie nicht schnell genug bei der Box sind.

In der ersten Zeit muss der Welpe auch nachts seine Geschäfte erledigen. Deshalb raten wir Ihnen, die Bench in den ersten Tagen ins Schlafzimmer neben Ihr Bett zu stellen oder alternativ für ein paar Tage im Wohnzimmer neben dem Lager des Hundes zu schlafen.

Sollte Ihr Hund dann unruhig werden und Ihnen zeigen, dass er hinaus möchte, können Sie ihn in diesem Fall nämlich direkt mit nach draußen nehmen, um ihm die Chance zu geben, sich draußen zu erleichtern. Wenn der Welpe älter wird, ist er zunehmend in der Lage, Kot und Urin anzuhalten und die Nacht durchzuschlafen.

Spaziergänge - Gassigehen

Welpen finden draußen immer alles sehr aufregend und möchten daher natürlich alles eingehend untersuchen. Oft vergessen sie dabei, dass sie auch müssen, sodass es womöglich zu einem Missgeschick kommt, wenn Sie wieder zu Hause sind.

Viele Hundebesitzer gehen mit Ihrem Welpen nur so lange spazieren, bis dieser seine Geschäfte erledigt hat. Dann geht es umgehend zurück nach Hause. Auf diese Weise kann es passieren, dass der Hund Folgendes lernt: Es bedeutet, dass er wieder nach drinnen muss, sobald er Urin oder Kot absetzt. Wenn der Welpe es draußen aber sehr spannend findet, kann er seine Bedürfnisse zu unterdrücken beginnen, um möglichst lange im Garten bleiben zu können. Sie denken dann vielleicht, dass Ihr Hund nicht muss, und gehen unverrichteter Dinge wieder nach drinnen. Aber hier erinnert sich der Welpe wahrscheinlich daran, dass er dringend urinieren muss ...

Aus diesem Grund ist es wichtig, zwischen notwendigen Spaziergängen zu unterscheiden, bei denen Sie Ihren Hund an seinen festen Platz bringen, um seine Bedürfnisse zu erfüllen, und Ausflügen, bei denen der Hund nach Herzenslust laufen, erforschen und spielen darf. Eine andere Variante besteht darin, Ihren Welpen zuerst Urin oder Kot absetzen zu lassen und dann mit ihm spazieren zu gehen.

Urinieren bei der Begrüßung

Einige Welpen neigen auch dazu, gelegentlich zu urinieren, wenn Ihr Besitzer zurück nach Hause kommt (Begrüßungspinkeln). In diesem Fall ist der Hund besonders aufgeregt und freut sich so sehr, dass er eine kleine Pfütze auf dem Boden produziert. Dieses Verhalten ist oft ein Zeichen der Unterwürfigkeit. Um das Urinieren bei der Begrüßung zu verhindern, sollten Sie den Welpen am besten ignorieren, wenn Sie nach Hause kommen, bis seine Aufregung nachgelassen hat. Erst wenn er sich beruhigt hat, dürfen Sie ihn begrüßen. Dieses Verhalten wird von alleine abnehmen, wenn der Hund älter wird, und irgendwann ganz automatisch von selbst verschwinden.

Auf Kommando pinkeln

Es kann wirklich nützlich sein, wenn Ihr Hund auf Befehl urinieren oder Kot absetzen kann. Das ist beispielsweise auf Reisen wichtig, wenn Sie möchten, dass Ihr Hund bei einem Zwischenstopp schnell einmal seine Geschäfte verrichtet. Ein solches Verhalten kann der Hund recht leicht erlernen, wenn Sie mit dem Training bereits im Welpenalter anfangen. Sobald sich Ihr Hund setzt, um Urin oder Kot abzusetzen, geben Sie zum Beispiel den Befehl "Pipi machen". Vergessen Sie das Loben nicht. Irgendwann verbindet der Hund die beiden Aktionen und pieselt auf Befehl.

In welchem Alter stubenrein

Wann kann ich damit rechnen, dass mein Welpe stubenrein ist? Durchschnittlich sind Welpen etwa zwischen dem sechsten und achten Monat komplett stubenrein. Das Ganze hängt natürlich sehr stark vom jeweiligen Hund ab, aber auch vom Training und dem Besitzer. Viele Hunde sind ab einem gewissen Alter grundsätzlich stubenrein. Gelegentlich kann es aber trotzdem noch zu Missgeschicken kommen, wenn sie sehr enthusiastisch spielen oder der Besitzer dann doch einmal ein paar Minuten nicht aufpasst. Das ist aber völlig normal und wird im Laufe der Zeit immer weniger häufig passieren. Sollte Ihr Hund trotz aller Bemühungen und Geduld nicht stubenrein werden, sollten Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen, um festzustellen, ob vielleicht eine medizinische Ursache für die Unsauberkeit vorliegt.

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