Nassfutter

Eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hundearten und Katzenrassen, die mit dem Menschen in Kontakt stehen, ist das Nassfutter. Eine ganze Industrie beschäftigt sich mit der Herstellung von Nassfuter. Aber auch die Tierforschung ist ständig mit Untersuchungen beschäftigt, um ein möglichst artgerechtes Nassfutter für Katzen und ein gesundes Hunde Nassfutter zu entwickeln. Davon merken Sie als Verbraucher recht wenig, denn ausschlaggebend ist die Auswahl im Handel, die sie bei der Suche nach passendem Futter vor eine Herausforderung stellt. Die riesige Auswahl ist einerseits günstig, um viel Abwechslung bieten zu können. Andererseits verunsichert das enorme Spektrum an Nassfutter viele Halter, Pfleger und Züchter.

Gutes Feuchtfutter erkennen

Nassfutter wird aufgrund seines hohen Anteils an Wasser meist auch als Feuchtfutter bezeichnet. Als Alternative zum wasserfreien Trockenfutter kann Nassfutter für die Katze und das Hündchen als Alleinfutter oder als Ergänzungsfutter eingekauft werden. Alleinfutter stellt eine vollwertige Mahlzeit dar. Ergänzungsfutter wird meist genutzt, wenn Futter selbst gekocht wird und noch zusätzliche essentielle Substanzen zugeführt werden müssen. Auch beim Barfen ist ein Ergänzungsfutter oftmals unentbehrlich. Eine Entscheidungshilfe beim Einkauf ist einerseits die umfangreiche Kenntnis über den Zustand und die Vorlieben Ihres Tieres. Andererseits gibt Ihnen die Deklaration auf der Verpackung bedeutende Hinweise.

Inhaltsliste ist nicht gleich Inhaltsliste

Nicht alle Hersteller sind transparent, wenn es um die Angabe aller Inhaltsstoffe im Nassfutter geht. Achten Sie darauf, dass so genau wie möglich aufgeführt ist, was sich in den Dosen befindet. Hill's und Applaws geben beispielsweise bei Fleisch und Nebenprodukten genau an, um welches Fleisch es sich handelt. Ist nur pauschal geschrieben, dass Nebenprodukte verarbeitet wurden, kann es sich um Schlachtabfälle, Geflügelschnäbel, Federn oder Fischmehl handeln. Schlecht bekömmlich sind außerdem synthetische Zusatzstoffe. Diese werden meist als Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe aufgeführt. Davon sollten am besten gar keine enthalten sein. Dasselbe trifft auf Lockstoffe und Geschmacksverstärker zu. Diese forcieren die Futteraufnahme und machen Fips und Molli abhängig vom Futter. Jeder Halter und Züchter, der von einem Nassfutter mit einem Anteil an Geschmacksverstärkern auf eine andere Futterquelle umgestellt hat, kennt die damit verbundenen Probleme. Schauen Sie auf Nassfutter, in dem viel Muskelfleisch enthalten ist und wenig Fleisch- und Fischmehl. Besonders eiweißreich ist Hühnerfleisch. Alle Hunderassen mögen Wild und Ente sehr gern, weil das Fleisch ihrer natürlichen Nahrung sehr nahe kommt. Vitamine, Mineralstoffe, Vitalstoffe und Taurin sowie Biotin, pflanzliche oder tierische Öle mit Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren sowie etwa 6 Prozent Rohasche sind optimal. Diese essentiellen Substanzen bleiben bei schonenden Herstellungsverfahren erhalten. Je intensiver die Verarbeitungsprozesse beispielsweise Hitze unterliegen, desto weniger Vitamine bleiben übrig. Zu Rohasche werden alle Bestandteile, die bei einer Temperatur von mindestens 550 °C verbrannt werden können. Das sind meist Ballaststoffe von Pflanzenteilen.

Vorteile von gutem Feuchtfutter

Positiv beim Nassfutter in unterschiedlichen Packungsgrößen ist zunächst die hohe Konzentration an Wasser. Nicht alle Hunde und Fellnasen trinken reichlich, sodass ein Großteil an Flüssigkeit schon über das Nassfutter gegeben wird. Insbesondere bei Schmusetigern führt eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme recht schnell zu Nierenerkrankungen. Darüber hinaus zeichnet sich ein qualitativ hochwertiges Nassfutter von Animonda oder Terra Canis durch das Fehlen von Getreide aus. Getreide ist zu einem geringen Anteil schon wichtig für eine ausgewogene Ernährung und für ein intaktes Verdauungssystem. Ist der Anteil an Getreideeiweiß aber zu hoch, kann das auf Dauer eine Glutenallergie auslösen. Des Weiteren sind zu viele Kohlenhydrate im Nassfutter ungünstig für die Zahngesundheit und den Allgemeinzustand des Tieres. Kohlenhydrate, wobei Stärke auch ein Mehrfachzucker ist, werden in kleinen Mengen als schnelle Energiequelle genutzt. Tiere, die sich wenig bewegen, setzen bei zu viel Zucker bald übermäßiges Körperfett an und werden übergewichtig.

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