> Chronische Niereninsuffizienz bei Hund und Katze

Chronische Niereninsuffizienz bei Hund und Katze

Chronische Niereninsuffizienz bei Hund und Katze

In dieser Kolumne behandelt unser Tierarzt das Thema chronische Niereninsuffizienz bei Hunden und Katzen. Sie erfahren, welche Symptome mit einer Niereninsuffizienz verbunden sind, und natürlich auch, wie diese Erkrankung am besten behandelt werden kann.

Chronisches Nierenversagen

Chronisches Nierenversagen (= Niereninsuffizienz) tritt vor allem bei älteren Katzen auf und weniger häufig bei Hunden. Die genaue Ursache der sich verschlechternden Nierenfunktion ist oft nicht feststellbar. Dieser Prozess ist jedoch zu dem Zeitpunkt, wenn die ersten Symptome auftreten, schon oft lange im Gange. Erst wenn 70% der Nierenfunktion verloren gegangen ist, entstehen die Beschwerden. In dieser Kolumne können Sie mehr über die Symptome und die Behandlung von Nierenerkrankungen bei Hunden und Katzen lesen.

 

Symptome

Viel Trinken ist das erste und das auffälligste Symptom (täglich mehr als 800 ml für eine durchschnittliche Katze; mehr als 10% des Körpergewichtes des Hundes pro Tag) und viel Wasserlassen. In einem späteren Stadium verschlechtert sich die allgemeine Kondition des Tieres und werden die Tiere müde, essen schlechter, übergeben sich regelmäßig und verlieren Gewicht. Durch Beschädigung der Schleimhäute sind Nieren-Patienten anfälliger für Zahnfleischerkrankungen, Blasenentzündung und neigen sie eher zu Durchfall. Die Entstehung dieser Symptome kann Monate dauern, kann aber auch innerhalb eines Tages erfolgen.

 

Ursache

Die Ursache für eine schlechte Nierenfunktion ist leider nicht so einfach herauszufinden. Die Untersuchungen, die notwendig sind für die Diagnose, sind manchmal zu belastend für das Tier. Urinanalyse, Blutuntersuchungen und eine Echografie der Nieren werden oft zuerst durchgeführt, aber es kann auch notwendig sein, einen Patienten für eine Nierenbiopsie weiterzuverweisen. Hierbei wird Gewebe aus der Niere für eine mikroskopische Untersuchung entnommen.

 

Behandlung

Da Nierenpatienten mehr Wasser urinieren, als sie aufnehmen, trocknen sie aus. Abfallstoffe sammeln sich jetzt im Blut. Abhängig von der Schwere der Dehydration wird Ihr Tierarzt sich höchstwahrscheinlich entschließen, Flüssigkeit intravenös zuzuführen und zusätzlich Medikamente zu verschreiben.

Diät

Eine Nierendiät ist unentbehrlich in der Behandlung. Sie ist so zusammengesetzt, dass die Einnahme von allerlei verschiedenen potentiellen Giftstoffen reduziert wird, damit die restliche Nierenfunktion ausreichend ist, um das Tier bei Kondition zu halten. Außerdem korrigiert die Diät auch die veränderte Salz-Zusammensetzung und den Säuregehalt des Blutes. Weil die Nieren oft nicht regenerieren können, muss eine Diät das ganze weitere Leben gegeben werden. Nierendiäten für Hunde und Katzen sind bei uns in verschiedenen Geschmacksrichtungen und von verschiedenen Marken erhältlich, in Form von Brocken und auch als Nassfutter. Damit können Sie die Mahlzeit Ihres Tieres reichlich variieren.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

Teilen Sie diesen Artikel

Medpets verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen. Mit diesen Cookies verfolgen wir und Drittanbieter Ihr Verhalten im Internet. Somit können wir personalisierte Werbung schalten, können Sie Informationen auf Social Media Plattformen teilen und eine gut funktionierende Webseite anbieten. Durch die Weiterverwendung von Medpets.de, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Lesen Sie mehr Schließen