> Behandlung von Angst vor lauten Geräuschen und Lärm (z.B. Feuerwerk) bei Tieren

Behandlung von Angst vor lauten Geräuschen und Lärm (z.B. Feuerwerk) bei Tieren

Behandlung von Angst vor lauten Geräuschen und Lärm (z.B. Feuerwerk) bei Tieren

Knallende Feuerwerkskörper oder Unwetter mit lautem Donnern führt bei vielen Tieren zu Angst. Sie versuchen zu flüchten, verstecken sich, oder entschnappen nach draußen. Dieser Stress ist für den Vierbeiner natürlich eine schwere Belastung. In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchen Methoden Sie die Angst vor lauten Geräuschen bei Ihrem Haustier behandeln können.

Symptome / Flucht-Reaktionen

Tiere können Lärm oder ungewohnte Geräusche, die für Menschen ganz normal sind (wie von Verkehr, Zügen, lauter Musik, Unwetter oder Feuerwerk), als ernsthafte Bedrohung erfahren. Die Angst, mit der sie hierauf reagieren, äußert sich auf verschiedene Art und Weise.

Das Tier kriecht beispielsweise unter das Sofa oder springt auf Schränke, hängt in den Gardinen, versucht aus dem Fenster zu springen, traut sich nicht nach draußen, oder rennt panisch weg sobald es im Freien ist. Die Panik kann hierbei sehr groß sein und hat nichts mit Gehabe zu tun. Wenn Ihr Vierbeiner bei Ihnen Halt sucht, sollten Sie ihn so gut wie möglich beruhigen.

Am liebsten will man natürlich, dass das Tier keine Angst mehr hat. Medikamente eignen sich zur Behandlung, doch letztlich ist Ihr Haustier am glücklichsten, wenn Sie Ihm die Angst abgewöhnen können. Hierzu müssen Sie allerdings mit dem Tier trainieren, was nicht einfach ist und viel Zeit kosten kann. Daher empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem Training zu beginnen, und dieses schrittweise aufzubauen. Wenn Ihr Tier an Feuerwerksangst leidet, sollten Sie beispielsweise schon einige Monate vor Silvester anfangen.

Training

Wenn Sie Ihr Tier an Geräusche gewöhnen möchten, die ihm Angst machen, können Sie u.a. mit einer CD mit Feuerwerksgeräuschen trainieren. Anfangs spielt man diese sehr leise ab, damit das Tier sich nicht erschreckt, und lenkt den Vierbeiner mit Spielen oder Leckerlis ab. Im Laufe des Trainings wird das Volumen dann schrittweise erhöht, wobei Sie die CD nie so laut abspielen sollten, dass Ihr Tier Angst zeigt.

Es kann mehrere Wochen oder Monate dauern, bis Ihr Haustier sich selbst an die volle Lautstärke gewöhnt hat. Zudem darf das Tier während des Trainings nicht von echtem, lautem Knallen erschreckt werden. Trainieren Sie also nicht, wenn ein Risiko auf echten Feuerwerkslärm besteht.

Manchmal empfiehlt es sich, einen Verhaltenstherapeuten für Hunde oder Katzen zu Rate zu ziehen. Dieser kann Ihnen genau erklären, worauf Sie achten müssen, und wie Sie das Training langsam steigern können.

Falls Ihr Vierbeiner sehr ängstlich ist, kann es auch ratsam sein, ihn erst von einem Tierarzt kontrollieren zu lassen, bevor Sie mit dem Lärm-Training beginnen. Denn auch körperliche Probleme können ein Tier geräuschempfindlicher machen. Handelt es sich um Angst mit ernsthaften Ausmaßen, so kann der Verhaltenstherapeut auch nach Absprache mit Ihrem Tierarzt beschließen, parallel zum Training Medikamente einzusetzen.

Medikamente

Als kurzfristige Lösung können Medikamente eingesetzt werden, die das Tier schläfrig und weniger empfindlich für Geräusche machen. Beispiele hierfür sind Diazepam und Alprazolam, die ausschließlich auf Rezept beim Tierarzt erhältlich sind. Da dies allerdings keine langfristige Lösung des Problems darstellt, eignen sich solche Mittel auch nicht für Haustiere, die regelmäßig Angst vor Verkehrslärm oder lauter Musik haben.

In solchen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel oder regulierende Medikamente eine geeignete Unterstützung für eine Verhaltenstherapie sein.

Mittel mit dem Inhaltsstoff L-Tryptophan (eine Aminosäure, die auch in Futter vorkommt) und B-Vitaminen können Hunde oder Katzen beruhigen. Zudem sind auf dem Markt Medikamente mit L-Theanin erhältlich, welches u.a. Bestandteil von grünem Tee ist und einen beruhigenden Effekt hat. (Calmex, Telizen, Royal Canin Calm Diet). Auch Pheromone werden bereits einige Zeit erfolgreich zur Behandlung von gestressten und ängstlichen Tieren eingesetzt (Feliway und Adaptil).

Auf unseren Kategorieseiten zu Angst-Verhalten-Stress finden Sie unsere traditionellen und alternativen Beruhigungsmittel für Hunde und Beruhigungsmittel für Katzen. Wenn Sie solche Mittel einsetzen möchten, sollten Sie dies aber erst mit einem Tierarzt besprechen. Denn einige der Medikamente lassen sich nicht frei mit allen anderen Mitteln kombinieren!

Hier finden Sie Produkte gegen Feuerwerkangst:

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

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