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Erbrechen - Ursachen und Behandlung

Erbrechen - Ursachen und Behandlung

Die meisten Haustiere müssen sich in ihrem Leben einmal erbrechen. Häufig ist verdorbenes Essen die Ursache und handelt es sich um nichts Ernsthaftes. In dieser Kolumne können Sie alles zum Thema Erbrechen lesen, von möglichen Ursachen bis hin zum Umgang damit und einer geeigneten Behandlung.

Erbrechen und Regurgitation

Erbrechen ist eine aktive reflexmäßige Entleerung des Magen- und/ oder Darminhalts durch den Mund. Erbrechen ist etwas anderes als Regurgitation. Dies ist, im Gegensatz zu Erbrechen, das passive Aufbringen von Nahrung aus der Speiseröhre ohne Übelkeit oder Anstrengung; hier war die Nahrung also noch nicht im Magen. Regurgitation hat andere Ursachen als Erbrechen und hier in diesem Newsletter wird auch nicht näher darauf eingegangen.

Symptome

Erbrechen besteht aus mehreren Schritten, und Sie können oft die folgenden Symptome erkennen:

  • Übelkeit, wobei auch regelmäßig Verhaltensänderungen zu sehen sind. Neben einem übermäßigen Speichelfluss kann Ihr Haustier sich zurückziehen, sich unwohl fühlen, manchmal Gras fressen und sogar anfangen zu zittern oder zu winseln.
  • Würgen, das begleitet wird von einer aktiven Kontraktion des Bauches.
  • Schließlich wird der Magen- und / oder Darminhalt aktiv nach draußen befördert.

Gelegentliches Erbrechen

Meistens erbrechen Tiere durch eine einfache Gastritis (Magenentzündung), zum Beispiel nach dem Essen verdorbener Lebensmittel oder durch eine Umstellung der Ernährung. Bei einem einmaligen Erbrechen besteht kein unmittelbarer Anlass zur Sorge und es kommt regelmäßig vor. Erbrechen kann auftreten in den verschiedensten Momenten: auf nüchternen Magen oder gleich nach dem Essen. Selbst Stunden nach der Mahlzeit kann noch unverdaute Nahrung erbrochen werden. Gelber oder weißer Schleim (Galle und / oder Magensaft) wird bei leerem Magen erbrochen.

Verschiedene Anreize

Erbrechen wird im Gehirn geregelt und kann durch sehr viele verschiedene Reize hervorgerufen werden, sowohl aus dem Magen-Darmkanal als auch von anderswo. Sie können denken an bestimmte Chemikalien, wie z.B. Medikamente oder Stoffe, die freikommen durch das weniger gut Funktionieren von bestimmten Organen wie Nieren und Leber, auch durch Angst, Schmerzen, akuten Stress, Reisekrankheit oder das Essen bestimmter fremder Objekte. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Haustier kein verdorbenes Essen usw. gefressen hat und sich doch erbricht, dann ist es immer wichtig, sich an Ihren Tierarzt zu wenden.

Etwas Falsches gefressen

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Tier etwas Falsches gefressen hat (was essbar ist; nicht wenn es sich handelt um nicht essbare Objekte), dann können Sie folgendes tun:

Lassen Sie Ihr Haustier ein paar Stunden nüchtern, Wasser geben ist schon erlaubt. Danach mehrere kleine Portionen leicht verdauliches Futter geben. Dies kann zum Beispiel Eukanuba Intestinal oder VetComplex Digestive sein oder natürlich eine der anderen kommerziellen Marken. Es ist ratsam, eine komplette Mahlzeit zu geben und nicht gleich selbst zu kochen (nur nach Absprache mit Ihrem Tierarzt und mit einem Rezept für eine ausgewogene Mahlzeit). Nach ein paar Tagen können Sie dann in der Regel wieder langsam zur üblichen Nahrung zurückkehren.

Medikamente

Wenn es sich um eine leichte Gastritis handelt, können Sie, neben einer Umstellung der Ernährung, außerdem erwägen, Medikamente zu geben, die die Übelkeit verringern, Magensäure hemmend wirken und / oder die Magen/Darmentleerung beschleunigen. Es empfehlen sich hierbei Produkte wie Finidiar.

Wenn das Erbrechen anhält oder verschlimmert (mehrmals täglich), Ihr Haustier krank aussieht, zu wenig Flüssigkeit bei sich behält, Blut oder Stuhl erbricht, usw., ist es immer ratsam, Ihren Tierarzt zu konsultieren.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

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