> Flöhe – auch im Winter aktiv!

Flöhe – auch im Winter aktiv!

Flöhe – auch im Winter aktiv!

Es geht wieder Richtung Winter und die Tage sind bereits deutlich kälter geworden. Dann macht man es sich drinnen gern gemütlich – Vorhänge zu, Kerzen an, und die Heizung hochdrehen. Das finden nicht nur Sie, sondern auch Ihr Haustier gemütlich... und leider auch die am meisten gefürchteten Parasiten: Flöhe! Flöhe sind gefürchtete Plagegeister. In dieser Kolumne lesen Sie, wie Sie Ihr Tier optimal gegen sie schützen, und was Sie bei einem Flohbefall in Ihrem Haus tun können.

Hundefloh & Katzenfloh

Man unterscheidet zwei Floh-Arten: den Hundefloh und den Katzenfloh. Während der Hundefloh ausschließlich Hunde befällt, lebt der Katzenfloh nicht nur auf Katzen, sondern auch auf Hunden und Kaninchen. Flöhe scheuen Licht, daher werden Sie einen Floh nicht so schnell auf Ihrem Hund oder Ihrer Katze zu sehen bekommen. Sie kriechen tief ins Fell, sodass man Sie nur beim Kämmen entdeckt, und selbst dann lassen sich manchmal auch nur schwarze Kügelchen finden. Dies ist der Kot der Flöhe, der sich auf einem feuchten Taschentuch rostbraun verfärbt (Flöhe ernähren sich von Blut, das sie aus dem Hund oder der Katze saugen, daher besteht ihr Kot aus verdautem Blut).

Anzeichen für Flohbefall

Flöhe verursachen oft großen Juckreiz, dies ist allerdings nicht immer eindeutig zu erkennen. Weiter können kahle Stellen, abgebrochene Haare oder Krusten am Hinterrücken, dem oberen Schwanzteil oder den Flanken auf eine Infizierung mit Flöhen hinweisen. Bei sehr jungen Tieren kann ein ernsthafter Flohbefall sogar zu Blutarmut führen, da die Parasiten viel Blut aus dem Körper saugen. Weniger bekannt ist, dass Flöhe auch eine Bandwurm-Infizierung übertragen können.

Die Entwicklung von Flöhen

Wenn ein weiblicher Floh Eier legt, bleiben diese nicht im Fell Ihres Haustieres hängen, sondern in der näheren Umgebung. Nach einigen Tagen bis Monaten schlürfen aus den Eiern Larven. Die Larve verpuppt sich, und schlüpft unter Einfluss von Temperatur und Zittern einige Wochen bis ein Jahr später aus dem Kokon. Daher kann es passieren, dass die Larven sich schneller verpuppen und schlüpfen, wenn die Heizung im Haus angeht. Die Folge ist eine Flohplage.

Behandlung von Flohbefall

Wenn Sie entdecken, dass Ihr Hund oder Ihre Katze Flöhe hat, sollten Sie nicht nur das infizierte Tier behandeln, sondern alle Tiere in Ihrem Haushalt gleichzeitig. Wählen Sie hierfür ein sicheres Mittel in der richtigen Dosierung: beispielsweise Advantage für Hunde oder Katzen, Effipro oder Frontline. Wie bereits erwähnt, können Flöhe auch Bandwürmer übertragen. Daher ist es auch wichtig, dass Sie Ihren Hund oder Ihre Katze mit einer Wurmkur behandeln, die gegen Bandwürmer wirksam ist – beispielsweise Vitaminthe.

Die Floheier und -larven halten sich wie gesagt nicht auf Ihrem Tier auf, sondern in seiner Umgebung. Daher sollten Sie gründlich staubsaugen, besonders in Ecken und entlang von Leisten. Doch auch Staubsaugen ist häufig nicht ausreichend, um alle Eier zu entfernen. Sie können ein gutes Ungeziefer-Spray, wie das Umgebungsspray von Beaphar Dimethicare, gebrauchen, um die restlichen Flöhe, Larven und Eier abzutöten. Zudem empfiehlt es sich, Kissen und Decken bei hohen Temperaturen zu waschen.

Prävention

Da Hunde und Katzen sich immer wieder infizieren können, ist Flohbekämpfung leider keine einmalige Sache. Um erneuten Flohbefall zu verhindern empfiehlt es sich, das Haustier einmal pro Monat mit einem Spot-on Produkt wie Frontline, Advantage oder Amflee zu behandeln. Dies sollten Sie während des ganzen Jahres tun, auch im Winter!

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

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