> Warum bellt Ihr Hund?

Warum bellt Ihr Hund?

Warum bellt Ihr Hund?

Jegliches Verhalten, das Ihr Hund zeigt, ist das Ergebnis einer speziellen Motivation und hat eine Funktion; er versucht, Ihnen etwas mitzuteilen. Um zu begreifen, warum ein Hund ein bestimmtes (unerwünschtes) Verhalten wie übermäßiges Bellen an den Tag legt, ist es wichtig, die Körpersprache und die Signale des Hundes zu verstehen. Denn dann können Sie in geeigneter Weise auf sein Verhalten reagieren.

Bellende Hunde

Kommunikationsmittel

Bellen gehört zum normalen Verhalten eines Hundes und dient der Kommunikation. Die Hunde einiger Rassen bellen von Natur aus häufiger als die anderer Rassen. Dazu zählen beispielsweise Hunderassen, die dazu gezüchtet wurden, Vieh zu hüten, zu wachen oder bei der Jagd zu helfen. Es werden verschiedene Arten von Bellen unterschieden, jeweils mit einer anderen Motivation und einem anderen Zweck. Hören Sie sich das Bellen Ihres Hundes ganz genau an, um zu erkennen, warum er bellt. Achten Sie unter anderem auf die Tonhöhe, die Anzahl der Belllaute und die Dauer des Bellens. Auch an der Körperhaltung des Hundes können Sie eine ganze Menge ablesen. Wenn Hunde übermäßig bellen, kann das zu einem anormalen oder ungewünschten Verhalten werden. Im Folgenden beschreiben wir unterschiedliche Arten des Bellens und was Sie tun können, wenn das Ganze ungewünschte Formen annimmt.

Freude/Erregung

Situation: Der Hund ist gut gelaunt oder erregt, z.B. bei der Ankunft des Herrchens oder Frauchens, wenn Die Türklingel ertönt, Besuch vorbeikommt oder wenn die Leine gepackt wird, um mit dem Hund Gassi zu gehen.
Beschreibung: Schnelles hintereinander folgendes (ununterbrochenes) Bellen in einer hohen Tonlage, manchmal verbunden mit Jaulen.
Körperhaltung: Der Hund zeigt einen hohen Bewegungsdrang (im Kreis rennen, Springen o.ä.).
Ziel: Freude/Erregung ventilieren können und Aufmerksamkeit bekommen.

Was müssen Sie beachten, wenn das Verhalten nicht erwünscht ist:

  • Ein kleines Maß an Freude und ein wenig Bellen sollte akzeptiert werden. Begrüßen Sie den Hund kurz bei der Ankunft, aber halten Sie sich zurück was seine Erregungen betrifft. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel mit dem Hund sprechen; das stimuliert nur das Bellen. Hört der Hund nicht von alleine auf zu bellen, dann können Sie ihn besser ignorieren. Was auch helfen kann ist ein langsames Training, um dem Hund beizubringen sich nach der ersten Begrüßung zu setzen. Warten Sie dann solange bis der Hund nicht mehr bellt und belohnen Sie ihn anschließend.
  • Regiert der Hund auf die Türklingel, dann können Sie versuchen ihn auf einen bestimmten Platz sitzen zu lassen und dort zu warten. Bitten Sie Ihren Besuch den Hund erst einmal zu ignorieren. Das Bellen beim Ertönen der Klingel oder bei der Ankunft von Besuch wird nämlich meistens belohnt, indem der Hund freudig begrüßt oder mit ihm gesprochen wird.

Warnung/Verteidigung

Situation: Der Hund fühlt sich bedroht. Oft ist diese Ursache hierfür andere Menschen oder Tiere. Denken Sie hierbei z.B. an das Bellen gegenüber anderen Menschen und/oder Hunden vor dem Fenster oder während dem Gassigehen an der Leine. Dieses Bellen kann auch bei Hunden mit Futter- und/oder Beuteneid auftreten.
Beschreibung: kurzes scharfes Bellen (Warnung). Wenn daraufhin nicht ausreichend reagiert wird, geht dies in ein langanhaltendes Knurren und Bellen über.
Körperhaltung: die Haltung des Hundes ist nach vorne gerichtet; das Tier bewegt sich in Richtung der Bedrohung. Der Hund kann nach vorne springen und nach der Bedrohung schnappen.
Ziel: andere Menschen oder Tiere abschrecken, um einen Konflikt zu vermeiden. Der Hund versucht sich selbst (oder sein Herrchen oder Frauchen/Territorium/Spielzeug/Futter) zu schützen.

Was tun, wenn das Verhalten nicht erwünscht ist:

  • Bellt der Hund, wenn Sie in die Nähe seines Futters oder Spielzeuges kommen, dann ist dies ein absolut unerwünschtes Verhalten. Bei Futterneid ist es wichtig, dem Hund beizubringen, dass Sie in die Nähe des Fressnapfes kommen dürfen. Dies können Sie z.B. trainieren, indem Sie bereits bei Welpen während der Fütterung den Napf festhalten. Bei älteren Hunden können Sie dies trainieren, indem Sie nach und nach Futter in den Fressnapf geben. So verbindet der Hund Ihre Handlung mit einem positiven Ereignis.
  • Sollte Ihr Hund Beuteneid zeigen und sein Spielzeug nicht hergeben wollen, dann können Sie am besten versuchen das Spielzeug zu ‘tauschen'. Bieten Sie ihm z.B. ein Leckerli im Tausch mit dem Spielzeug an. Sobald er sein Spielzeug freigibt, geben Sie ihm die Belohnung und unterstreichen Sie das Loslassen des Hundes mit einem Kommando, wie ‘los‘ oder ‘aus‘. Im Laufe der Zeit wird er dieses Kommando auch ohne eine Belohnung ausführen.
  • Wenn Ihr Hund an der Leine bellt, ist es wichtig, Ihrem Hund mehr Freiraum zu geben, wenn er an anderen Hund vorbeigeht. Mit anderen Worten; sorgen Sie dafür, dass die Bedrohung auf Abstand gehalten wird. Schenken Sie dem Hund nicht zu viel Aufmerksamkeit. Ein häufiger Fehler ist, dass viele Menschen fürchten Ihr Hund könnte erneut bellen, denn beim letzten Mal geschah dies auch. Als Reaktion hierauf reagieren die meisten, in dem sie die Leine kürzer nehmen und Ihren Hund mit den Worten: „Nein Max, nicht ziehen!“ vorwarnen. Auf diese Weise bekommt der Hund Aufmerksamkeit und der Hund weiß, dass etwas passieren wird. Daher wird er eher dazu neigen, zu bellen. Einige Hunde bellen auch bereits, wenn sie einen Hund auf der anderen Straßenseite sehen. Dieses Verhalten ist oft angelernt und wurde durch den Besitzer (unbewusst) verstärkt. Um dieses Verhalten wieder abzulegen bedarf es eines weiteren Trainings. So können Sie versuchen Ihren Hund mit etwas Leckerem abzulenken, sobald Sie in der Ferne einen anderen Hund sehen können.
  • Ein weiteres wohlbekanntes Problem ist, dass Hunde den Postboten oder andere Passanten anbellen. Dieses Verhalten hat wahrscheinlich irgendwann einmal als Bellen zur Verteidigung oder Abwehr begonnen. Das Gebell ist mit der Zeit dann aber zu einem angelernten Verhalten geworden, weil Sie ihm (oft unbewusst) Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ein Beispiel: Ihr Hund ist früher zum Fenster gelaufen, wenn jemand daran vorbeigegangen ist, und hat gebellt. Sie sind zu ihm gegangen und haben dann zu ihm gesagt: "Was siehst du denn da?" In diesem Moment haben Sie Ihrem Hund gleich auf zwei Arten Aufmerksamkeit geschenkt: sowohl physisch als auch mit Ihrer Stimme. Inzwischen hat sich der Hund angewöhnt, jedes Mal zu bellen, sobald Sie zum Fenster schauen oder der Hund bellt ausgiebig jedem nach, der vorbeikommt. Das Verhalten ist inzwischen angelernt.

Angst

Situation: Der Hund ist ängstlich. Denken Sie hier beispielsweise an Hunde mit Trennungsangst oder Angst vor Feuerwerk.
Beschreibung: Eine lange Reihe von Belllauten in hoher Tonlage (hysterisches Bellen). Manchmal endet das Bellen auch mit Jaulen.
Körperhaltung: Der Körper des Hundes ist nach hinten gerichtet, er will weg von dem, wovor er sich fürchtet. Oft ist die Körperhaltung auch geduckt und kann Stresssignale aussenden. Der Hund kann unruhig sein, hin und her laufen oder auch an der Türe kratzen.
Ziel: Die Angst erkennbar machen und einen Weg finden, mit dem dazugehörigen Stress umzugehen.

Was zu tun ist, wenn das Verhalten nicht gewünscht ist:

Es handelt sich um ein eindeutiges Signal des Hundes, das nicht ignoriert werden darf. Der Hund sollte in dieser Situation auf keinen Fall bestraft werden. Holen Sie Ihren Hund aus der Situation heraus, die ihm Angst macht, und unterstützen Sie ihn, indem Sie ruhig bei ihm sitzen und ihn streicheln. Sie dürfen Ihren Hund natürlich gerne trösten. Aber wecken Sie nicht den Eindruck, dass Sie den Hund für sein Verhalten belohnen, denn er wird das als Belohnung für sein Bellen ansehen. Es ist wichtig, die Ursache der Angst herauszufinden und ein gezieltes Training zu beginnen, falls erforderlich unter der Aufsicht eines qualifizierten Verhaltenstherapeuten. Im Fall von Trennungsangst ist es von Bedeutung, den Welpen bereits früh daran zu gewöhnen, stets etwas länger alleine zu bleiben (beispielsweise in einer Bench). Wenn Ihr Hund bereits eine Trennungsangst entwickelt hat, ist es das Beste, zusammen mit einem Verhaltenstherapeuten zu versuchen, ihm das wieder abzutrainieren. Das kann allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Frustration/Stress

Situation: Der Hund ist frustriert oder leidet unter dauerhaftem Stress. Er ist beispielsweise einsam oder langweilt sich. Das kann auftreten, wenn der Hund in einem Zwinger untergebracht oder alleine zu Hause ist. Außerdem ist Frustration möglich, wenn der Hund bestimmte Erwartungen hatte, diese aber nicht erfüllt wurden.
Beschreibung: Ausdauerndes, eintöniges (oft tiefes) Bellen, das manchmal mit einem typischen Jaulen endet.
Körperhaltung: Meist steht der Hund still, es können aber auch Übersprungshandlungen auftreten wie Graben, Kratzen, im Kreis laufen oder hin und her laufen.
Ziel: Frustration abbauen, eine Möglichkeit finden, mit Stress umzugehen. Wahrscheinlich wirkt dieses Verhalten auf den Hund selbstbelohnend, sodass er sich wohler fühlt, wenn er dieses Verhalten zeigt.

Was können Sie tun, wenn das Verhalten nicht gewünscht ist:

  • Falls der Hund bellt, wenn er alleine gelassen wird oder in den Zwinger soll, gibt der Hund damit ein eindeutiges Zeichen. Der Hund erlebt in diesem Augenblick starken Stress und muss aus dieser Situation herausgeholt werden. In diesem Fall kann es helfen, den Hund weniger lange alleine zu lassen oder ihn in eine Unterkunft zu bringen, in der er die Gesellschaft von anderen Hunden hat. Eine andere Möglichkeit, Langeweile bei Ihrem Hund zu reduzieren, ist, ihm eine Beschäftigung und Ablenkung anzubieten. Eine wunderbare Ablenkung kann beispielsweise mit einem Kong Spielzeug geschaffen werden, das Sie mit Leckereien füllen können. So ist der Hund für einen langen Zeitraum beschäftigt. Testen Sie im Vorfeld aber unbedingt, ob Sie Ihren Hund mit dem Spielzeug alleine lassen können und dass er es nicht zerstört. Manchmal hilft es auch, morgens etwas früher aufzustehen und einen langen gemeinsamen Spaziergang zu machen. Auch Intelligenzspielzeuge bieten eine Herausforderung für Ihren Hund. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Vierbeiner körperlich und geistig ermüdet und früher schlafen gehen wird. Kurzum, es ist wichtig, Ihrem Hund mehr Ablenkung und gemeinsame Unternehmungen anzubieten, um sicherzustellen, dass sich das ungewünschte Verhalten bessert.
  • Natürlich bleiben auch Hunde nicht davon verschont, gelegentlich enttäuscht zu werden, wenn sie etwas freudig erwarten. Das kann beispielsweise passieren, wenn Sie immer erst nach Ihrer Jacke greifen, bevor Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen. Wenn Sie dann einmal zum Supermarkt gehen müssen und Ihre Jacke aufnehmen, erwartet der Hund womöglich, dass Sie mit ihm spazieren gehen. Er läuft zur Tür und wartet dort begeistert auf Sie. Wenn dann aber kein Spaziergang ansteht, kann ungewünschtes Bellen aus Frustration auftreten. Probieren Sie deshalb aus, Ihre Routine gelegentlich zu durchbrechen. Legen Sie Ihrem Hund beispielsweise zuerst das Halsband an, bevor Sie Ihre Jacke nehmen. Wenn das Halsband angezogen ist, ist das ein eindeutiges Zeichen für den Hund, dass er mit darf. Sie können den Spaziergang auch an ein spezielles Wort koppeln wie "Gassi" oder "Raus". So ist der Hund in der Lage, die Situation nicht so schnell zu verwechseln.

Im Allgemeinen ist es richtig, zu behaupten, dass die Ausübung eines Hundesports wie Jagdsport, Canicross oder Agility Ihren Hund besser auslastet und für mehr Ausgeglichenheit sorgt.

Aufmerksamkeit/Angelerntes Verhalten

Situation: Hunde lieben Aufmerksamkeit. Beispielsweise wenn der Hund im Garten spielen will, geht er zur Tür und macht sich durch Bellen oder Fiepen bemerkbar. Wenn sich der Besitzer gerade in einem Gespräch mit anderen Menschen befindet, kann es sein, dass er bellt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Bestimmtes Bellverhalten kann auch dadurch angelernt sein, dass der Besitzer dem Hund (oft unbewusst) in bestimmten Situationen Beachtung geschenkt hat.
Beschreibung: Der Hund bellt drei bis vier Mal, dann folgt eine Pause und ein erneutes drei- bis viermaliges Bellen. Bei der Tonhöhe unterscheidet sich das Bellen nicht von einem ganz normalen Gebell.
Körperhaltung: Der Hund schaut fragend zu seinem Besitzer (oder beispielsweise zur Tür) oder kann auch ungeduldig herumlaufen.
Ziel: Aufmerksamkeit vom Besitzer bekommen oder seine eigenen Ziele erreichen.

Was können Sie unternehmen, wenn das Verhalten nicht gewünscht ist:

  • Aufmerksamkeit dosieren: Als Hundebesitzer wählen Sie selbst die Zeiten aus, zu denen Sie den Hund nach draußen lassen und wann Sie zusammen spielen. Lassen Sie nicht Ihren Hund bestimmen, wann er rausgehen oder spielen will. Das kann dazu führen, dass er an der Türe quengelt und dieses Verhalten angelernt wird. Da auch negative Aufmerksamkeit ein bestimmtes Verhalten hervorruft, sollten die Zeichen des Hundes einfach ignoriert werden. Bekommt der Hund nämlich in diesen Fällen keine Aufmerksamkeit, wird sich das Verhalten von selbst abschwächen. Mit ignorieren ist gemeint, dass Sie keinerlei Reaktionen gegenüber Ihrem Hund zeigen sollten. Dazu gehört auch, dass kein Blickkontakt stattfindet. Am besten drehen Sie sich einfach um und gehen weg.
  • Angelerntes Bellen: Wenn ein Verhalten erst einmal angelernt ist, ist es sehr schwierig, das Ganze wieder rückgängig zu machen. Es ist wichtig, in der jeweiligen Situation genau in Erfahrung zu bringen, warum der Hund bellt. Und versuchen Sie, sich auch selbst zu beobachten. Überlegen Sie, was Sie getan haben, um dem Hund möglicherweise einen Anlass zu geben. Anhand dessen können Sie einen Aktionsplan erarbeiten. Am besten lassen Sie sich dabei von einem qualifizierten Verhaltenstherapeuten unterstützen.

Aufforderung zum Spiel

Situation: Der Hund möchte Spielen und ist aufgeregt. Er nimmt beispielsweise einen Ball auf, trägt ihn zum Besitzer, legt ihm den Ball vor die Füße und beginnt zu bellen. Auch während des Spiels mit dem Besitzer oder einem anderen Hund kann gebellt werden.
Beschreibung: Eine kurze Reihe durchdringender Belllaute.
Körperhaltung: Der Hund fordert seinen Besitzer oder einen anderen Hund zum Spiel auf, indem er gegenüber seinem gewählten Spielgefährten seinen Vorderkörper stark absenkt, während sein Hinterteil in die Höhe steht. Dabei wedelt er meist freudig mit seinem Schwanz. Der Hund kann auch Scheinangriffe starten, um sein Gegenüber zu animieren, in Aktion zu treten.
Ziel: Den Besitzer oder andere Hunde zum Spielen anstiften, Umgang mit Aufregung.

Was zu tun ist, wenn das Verhalten nicht gewünscht ist:

Wenn Ihr Hund während des Spiels bellt, muss das toleriert werden, denn es ist für den Hund ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Bellt der Hund jedoch, um seinen Besitzer zum Spiel überhaupt erst zu animieren, fällt das in die Kategorie: Bellen hinterfragen. Grundsätzlich entscheiden Sie, wann ein Spiel beginnt und wann es endet (siehe oben).

Verhaltenstherapeut

Es kann ganz schön schwierig sein, Ihrem Hund ein ungewünschtes Verhalten wieder abzugewöhnen. Wenn Sie es alleine nicht schaffen sollten, nehmen Sie am besten Kontakt zu einem Verhaltenstherapeuten auf, um sich helfen zu lassen.

Antibellhalsbänder

Es sind unterschiedliche Produkte zur Bellkontrolle auf dem Markt, wie beispielsweise Antibellhalsbänder, die ein Spray, Vibrationen oder Stromstöße verwenden, um das Bellen zu unterbrechen. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass solche Halsbänder kein Allheilmittel gegen das ungewünschte Bellverhalten darstellen. Ohne zusätzliches Training und/oder Maßnahmen sind diese Produkte nicht wirksam genug, um das Bellen dauerhaft zu unterbinden. Außerdem kann sich in einigen Fällen durch die Verwendung eines solchen Antibell-Halsbandes das Wohlbefinden des Tieres vermindern. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass dieser negative Reiz bei einem Hund, der nur aus Angst oder Stress bellt, dafür sorgt, dass sich der Hund noch unwohler fühlt. Es mag in diesen Fällen zwar sein, dass der Hund seine Gefühle nicht mehr durch Bellen zum Ausdruck bringt, aber die Ursache des Bellens ist dadurch noch lange nicht beseitigt.

Wie bereits ausführlich beschrieben, ist es bei ungewünschtem Bellen am wichtigsten, dass Sie Ihren Hund ganz genau beobachten und verstehen, warum und unter welchen Umständen er dieses Bellverhalten zeigt. Zudem ist es auch notwendig, Ihre eigene Reaktion objektiv zu betrachten (in der Vergangenheit oder auch jetzt noch), während Ihr Hund dieses Verhalten zeigt. Anhand dieser Erkenntnisse kann je nach Hund bestimmt werden, wie das Bellverhalten wieder verlernt oder zumindest verringert werden kann.

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