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Alles zum Entwurmen von Haustieren

Alles zum Entwurmen von Haustieren

Was Sie über die Entwurmung Ihres Haustieres wissen sollten

Die Entwurmung gehört zur Basis-Versorgung eines Haustieres und sollte bei Hunden und Katzen regelmäßig erfolgen. Alternativ kann auch in regelmäßigen Abständen eine ausführliche Kotuntersuchung durchgeführt werden. Da oft Fragen rund um dieses Thema entstehen, haben wir hier die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Welche Arten von Würmern gib es?

Es gibt mehrere Arten von Schädlingen, die Ihr Haustier (und möglicherweise auch Sie) befallen können. Die am meisten vorkommenden Arten sind Spulwürmer, Peitschenwürmer, Hakenwürmer, Lungenwürmer, Bandwürmer, sowie die Eier der Strongyliden (bei Pferden) und Anuswürmer (bei Pferden).

Infektionsquellen sind die Aufnahme von Wurmeiern und Larven über die Nahrung, durch Beute, durch die Muttermilch oder durch die Plazenta im Mutterleib. Eine Infizierung mit Würmern kann durch die direkte Aufnahme der Eier oder Larven (bei Spulwürmern), über einen sogenannten Wirt (bei Bandwurminfektionen) oder durch das Auflecken der Eier vom Boden (bei Peitschen- und Hakenwürmer) erfolgen. Die Infektion mit Herzwurmern (Dirofilaria) geschieht wiederum durch Mücken, was aber glücklicherweise in Mitteleuropa selten geschieht, sondern eher in Südeuropa auftritt. Dies sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden, wenn Sie mit Ihrem Tier in den Urlaub fahren!

Fohlen können direkt bei der Geburt durch die Stute mit Milch- und Spulwürmern infiziert werden. Bei Pferden kann eine Infizierung wiederum durch die Aufnahme von Hornmilben/oribatiden Milben geschehen (Bandwurmeier), während des Grasens (infiziert mit Wurmeiern der Strongyliden) oder im Kontakt mit Eseln, wenn sie zusammen auf einer Koppel gehalten werden (Lungenwürmer).

Mehr über Lungenwürmer lesen Sie in unserem Artikel zum Lungenwurm beim Hund.

Die Bedeutung der Entwurmung

Würmer können bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze für eine Vielzahl von Beschwerden verantwortlich sein und die Gesundheit des Tieres beeinträchtigen. Welche genauen Symptome auftreten, hängt von der Art der Wurminfektion und deren Schwere ab. Bei einer niedrigen Anzahl von Würmern bleiben die Infektionen manchmal ohne Symptome, was insbesondere auf Spulwürmer, Band- und Peitschenwürmer zutrifft. In anderen Fällen lassen sich nur vage Symptome beobachten wie stumpfes und mattes Fell, schlechte Kondition, Leistungsverminderung, oder Gewichtsabnahme. Auch analer Juckreiz oder Darm- und Herzprobleme sind mögliche Beschwerden. Bei Welpen kann zudem der berüchtigte "Wurm-Bauch" auftreten. Ein stärkerer Befall mit Haken- und Peitschenwürmern kann deutlicher ausgeprägte Darm-Probleme verursachen, wie (blutigen) Durchfall, Anämie und/oder Gewichtsverlust. Offensichtlicher sind die Symptome bei einer Infektion mit dem Herzwurm, denn dieser verursacht als Hauptsymptome Husten, Belastungsintoleranz und Gewichtsverlust.

Neben der Tatsache, dass man natürlich versuchen sollte, einen Befall des Tieres zu vermeiden, ist auch eine regelmäßige Entwurmung für die eigene Gesundheit sehr wichtig! Besonders Spulwurminfektionen (und zu einem viel geringeren Ausmaß auch Hakenwurm-Infektionen) können auf Menschen übertragen werden. Vor allem junge Kinder werden oft von Haustieren angesteckt, weil sie Wurmeier beim Spielen im Sandkasten oder auf dem Rasen verschlucken.

Wie häufig sollte entwurmt werden?

Es gibt Richtlinien für die Entwurmung von Haustieren, die etwa von der Non-Profit-Organisation ESCCAP stammen - einer Gruppe von führenden Spezialisten von Tier-Parasitologen. Für Hunde wird Folgendes empfohlen: Welpen müssen im Alter von 2, 4, 6 und 8 Wochen entwurmt werden, danach bis zu einem Alter von 6 Monaten monatlich. Hiernach gilt die Regel, dass 4 Mal pro Jahr, also alle 3 Monate, eine Wurmkur verabreicht werden sollte. Für (Jagd-)Hunde gilt, dass in Gebieten mit Fuchsbandwurm öfter entwurmt werden muss.

Für Kätzchen wird empfohlen, mit der Entwurmung im Alter von 3, 5, und 7 Wochen anzufangen und danach bis zu einem Alter von 6 Monaten monatlich zu entwurmen. Die Katze sollte danach am besten 4 Mal pro Jahr, also alle 3 Monate, mit einer Wurmkur behandelt werden. Fohlen können wie gesagt bereits bei der Geburt infiziert werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Fohlen bereits im Alter von 10-14 Tagen zu entwurmen.

Haustiere können lediglich kurativ entwurmt werden. Eine Alternative stellt die regelmäßige Durchführung einer ausführlichen Kotuntersuchung dar, auf welche die Behandlung gegen Würmer dann abgestimmt werden kann.

Was ist mit Hauskatzen?

Es ist bekannt, dass etwa 20% der Katzen, die mit Spulwurminfektionen zu kämpfen haben, im Haus gehalten werden. Diese Tiere werden indirekt durch den Eigentümer infiziert: draußen können Sie in Kot treten oder in Erde, die Wurmeier enthält und so transportieren Sie die darin enthaltenen Wurmeier mithilfe Ihres Schuhwerks in die Wohnung, wo die Katze diese aufnehmen kann. Daher ist die Entwurmung auch für Wohnungskatzen notwendig!
Hinweis: Wurmeier sind nicht mit bloßem Auge im Stuhl Ihres Tieres zu sehen und selbst bei einer Infektion sehen sie die Parasiten nicht, höchstens wenn eine Behandlung stattfindet und die toten Würmer im Stuhl ausgeschieden werden. Eine Ausnahme sind die Körpermodule von Bandwürmern. Die Tiere bestehen aus verschiedenen Einheiten, auch Bricks oder Module genannt, und diese lösen sich ab. Sie sehen aus wie Reiskörner und werden manchmal im Kot gefunden. Wenn Sie Zweifel haben, können Sie immer Ihren Tierarzt fragen und um die Durchführung einer Stuhluntersuchung bitten!

Zeitpunkt der Entwurmung

Ihr Haustier kann in allen Jahreszeiten mit Würmern infiziert werden. Empfohlen wird die Entwurmung etwa zwei Wochen vor der jährlichen Impfung, denn wenn ein Tier während einer Impfung mit Würmern infiziert war, dann wird das Immunsystem dadurch geschwächt. Die Immunreaktion, welche die Impfung hervorrufen soll, und das Produzieren der Antikörper fällt schwächer aus, wodurch die Impfung nicht so gut wirken kann. Daher sollte ein Tier vor der Impfung entwurmt werden.

Was können Sie präventiv tun?

Hygiene!

Neben der eigentlichen Entwurmung ist es wichtig, dass der Kontakt Ihres Haustieres zu Wurmeier möglichst verhindert wird. Entsorgen Sie etwa den Kot des Tieres hygienisch und geben Sie diesen nicht auf den Kompost. Decken Sie Sandkästen ab und waschen Sie sich Ihre Hände häufig sowie gründlich, insbesondere nach der Gartenarbeit. Wie bereits erwähnt, kann die Bandwurminfektionen durch Flöhe als Zwischenwirt verbreitet werden, sodass zusätzlich zur regulären Entwurmung auch eine gute Floh-Prävention wichtig ist.

Pflanzliche Präparate

Medpets bietet Ihnen mehrere Produkte, die Sie präventiv gegen die Würmer einsetzen können. Diese basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen und beeinflussen die Darmumgebung so, dass die Bedingungen für die Würmer im Darmtrakt ungünstig werden und sich die Parasiten dort nicht mehr ansiedeln können. Darüber hinaus tragen die enthaltenen Kräuter zur Gesundheit des Darms bei. Beispiele für solche Produkte sind: Canina Kräuter-Doc Wurmschutz, cdVet Wurm-O-Vet, Doggy Parex, Verm-X Hunde und Verm-X Katzen. Ist jedoch tatsächlich ein Wurmbefall aufgetreten, sollten regelmäßig Entwurmungsmittel angewendet werden!

Auf unserer Website finden Sie verschiedene Arten von Anthelminthika, also Wurmkuren, für Hunde und Katzen. Auch für Welpen und Kätzchen gibt es geeignete Mittel.

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