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Entwurmung bei Pferden

Entwurmung bei Pferden

Was Sie über die Entwurmung Ihres Pferdes oder Ponys wissen sollten

Würmer kommen bei Pferden/ Ponys sehr häufig vor und die Wurm-Infektionen können zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Die Symptome reichen von stumpfem Fell, einem schlechten Allgemeinzustand, Leistungsabfall und Gewichtsverlust bis hin zu schweren Darmproblemen und Koliken. Letztere können sogar so stark sein, dass sie eine chirurgische Intervention erfordern!

Arten von Würmern

Je nach Alter des Tieres und den einwirkenden Umweltfaktoren kann ein Befall mit unterschiedlichen Arten von Würmern erfolgen.

Fohlen

Bei Fohlen sind vor allem der Milchwurm und der Spulwurm relevant. Fohlen können mit den Würmern über die Milch der Stute infiziert werden und das schon unmittelbar nach der Geburt. Aus diesem Grund wird im Alter von 10-14 Tagen eine Untersuchung der Jungtiere angeraten. Auch Spulwürmer können ernsthafte Probleme verursachen, wenn das Fohlen einige Monate alt ist. Um diese Würmer zu bekämpfen, wird ein individuell auf das Tier abgestimmtes Wurmmittel benötigt, da die Parasiten gegen gängige Mittel häufig Resistenzen entwickelt haben. Ihr Tierarzt kann Sie zu einem geeigneten Vorgehen und dem Einsatz des Entwurmungsmittels beraten.

Bandwurm

Pferde können sich durch die Aufnahme von Milben, die in Moosen leben, mit Bandwurmeien infizieren, wenn die Tiere auf der Weide fressen oder Heu und/ oder Silage zu sich nehmen. Die Bandwürmer haften sich am Übergang vom Dünndarm zum Blinddarm an die Wände des Verdauungstraktes, wo sie Darm-Schäden verursachen und manchmal sogar zu Geschwüren führen. Leichte Infektionen können asymptomatisch verlaufen, schwere Infektionen verursachen wiederkehrende Koliken und Darm-Beschwerden.

Blutwürmer (Strongyliden)

Pferde können sich beim Weiden mit Wurmeiern der Strongyliden infizieren. Diese Gattung von Würmern besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Arten, einschließlich der sogenannten "großen Strongyliden". Dieser Wurm verursacht Darmverletzungen und Symptome wie Gewichtsverlust, Leistungsabfall und Durchfall. Darüber hinaus nistet diese Art in der Nähe der Dickdarm-Arterie, was zu Entzündungen oder gar einer Thrombose sowie Koliken führen kann. Die "kleinen Strongyliden" werden auch als rote Blutwürmer bezeichnet. Diese Parasiten siedeln sich hauptsächlich im Blinddarm und Dickdarm an und beschädigen ebenfalls die Darmwand. Als klinisches Bild zeigen sich Durchfall und Gewichtsverlust. Wie Sie diese Würmer am besten bekämpfen, erklärt Ihnen Ihr Tierarzt, denn eine passgenaue Entwurmung ist bei dem Befall mit Blutwürmern unverzichtbar.

Madenwurm

Die Wurmarten des Oxyuris equi - des Madenwurms - infizieren den letzten Teil des Verdauungstraktes bei (vor allem jungen) Pferden. Die weiblichen Würmer legen ihre Eier um den Anus herum ab, was zu Juckreiz führt. Die betroffenen Pferde kratzen sich häufig, indem sie mit dem Hinterteil an Stallwänden entlang scheuern - dies ist das einzige beobachtbare Symptom.

Lungenwurm

Pferde haben ein höheres Risiko, von Lungenwürmern befallen zu werden, wenn sie auf einer Wiese gemeinsam mit Eseln gehalten werden. Bei Eseln sind oft keine klinischen Symptome zu sehen, aber sie geben Wurmeier in ihre Umgebung ab, die von den Pferden aufgenommen werden und zu einer Infektion der Tiere führen sowie Atemwegsprobleme verursachen.

Stuhltests

Zur Behandlung wurden Pferde und Ponys früher regelmäßig für einen bestimmten Zeitraum entwurmt. Diese Strategie hat aber dazu geführt, dass sich bei den Parasiten Resistenzen entwickelt haben und so wurden die Behandlungsschemata geändert. Heutzutage wird empfohlen, dass Ihr Tierarzt regelmäßig Stuhltests durchführt und auf der Grundlage der Ergebnisse eine auf Ihr Tier abgestimmte Therapie entwickelt. Dieses Entwurmungsschema richtet sich nach bestimmten Umweltfaktoren und dem Risiko einer Infektion. Für zwei Pferde, die auf einem großen Feld weiden, werden etwa andere Mittel empfohlen als für eine größere Zahl an Pferden, denen nur eine kleine kahle Wiese zur Verfügung steht. Ebenso spielt die Jahreszeit eine entscheidende Rolle. Nach der Behandlung wird der Erfolg der Maßnahmen mit einem erneuten Stuhltest gemessen.

Vorbeugung

Präventive Maßnahmen werden immer wichtiger, da einige Wurmarten gegen bestimmte Wurmmittel resistent geworden sind und daher der Einsatz von Entwurmungsmitteln sorgfältig überlegt sein sollte. Die Prävention ist unerlässlich!

Hygiene

Mehrere Maßnahmen können dazu beitragen, dass das Risiko einer Infektion mit Würmern deutlich reduziert wird. Pferde infizieren sich oft über die Weide. So ist es ratsam, regelmäßig den Dünger von der Weide zu entfernen und auch ein Abgrasenlassen der Weideflächen durch Schafe hat sich als günstig erwiesen.

Pflanzliche Präparate

Medpets bietet Ihnen verschiedene Mittel, die Sie präventiv einsetzen können. Diese Produkte basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen und beeinflussen den Darm des Pferdes so, dass die Bedingungen für Würmer im Darmtrakt sehr ungünstig werden und die Parasiten sich dort nicht mehr ansiedeln können. Darüber hinaus verbessern die enthaltenen Kräuter die Gesundheit des Darms. Beispiele solcher Produkte sind: CdVet Wurm-o-Vet Forte Pferd, Verm-x Pferde und Equi Parex.

Für diese Produkte wird kein Rezept benötigt. Beachten Sie aber, dass bei einer tatsächlichen Wurminfektion in Absprache mit dem Tierarzt dennoch Entwurmungsmittel eingesetzt werden müssen.

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