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Angst bei Tieren

Unsere Tierärztin beschreibt in diesem Artikel, in welcher Form sich Stress bei Hund, Katze und Pferd äußert. Sie lesen, wie Sie Stresssymptome erkennen können, und welche Gründe und Ursachen vorliegen könnten. Zudem berät unsere Tierärztin Sie dazu, welche Mittel und Methoden sich zur Stressbehandlung eignen.

Hunde

Sozialisierungsphase

Beim Hund beginnt die Entwicklung des Verhaltens früh nach der Geburt. Die sogenannte primäre Sozialisierungsphase liegt bei Welpen zwischen 3 und 14 Wochen. Wenn ein Hund in dieser Phase gut sozialisiert ist, wird er sich im späteren Leben gut an unterschiedliche Situationen anpassen können.

Verhaltensstörungen

Leider verläuft die Sozialisierungsphase nicht immer optimal oder der Welpe hat ein traumatisches Erlebnis in dieser so wichtigen Zeit. Dann besteht die Möglichkeit, dass ein Hund hierdurch so gestresst wird, dass er im späteren Leben Verhaltensstörungen zeigen wird.

Kontakt

Es ist daher wichtig, dass Welpen in den ersten Wochen Ihres Lebens in Kontakt kommen mit einigen älteren "Erzieher"-Hunden. Es ist auch ratsam, dass Sie mit Ihrem jungen Hund an einem Welpenkurs teilnehmen, wo er im Umgang mit anderen Welpen eine Art Basis-Gehorsamkeit lernt. Nehmen Sie Ihren Welpen mit zu einer Autofahrt, in die Bahn und in den Bus. Gewöhnen Sie ihn an die Geräusche der Stadt.(Beaphar Reisefit)

Verhaltensprobleme können sich zeigen als:

Ängstliches Verhalten, aggressives Verhalten, kein Respekt für soziale Regeln, überaktiv sein, sehr nervös sein, schlecht alleine sein können, inaktiv sein, nicht spielen wollen, Ungehorsamkeit oder Krankheit.

Katze

Die primäre Sozialisierungsphase

Bei Jungtieren liegt die primäre Sozialisierungsphase zwischen 2 und 9 Wochen. Während dieser Zeit lernen die Kätzchen von ihrer Mutter und ihren Geschwistern alles, von der persönlichen Hygiene bis zum sozialen Umgang mit Artgenossen. Eine unzureichende Sozialisation, eine zu frühe Entfernung von der Mutter und eine plötzliche Veränderung in der häuslichen Situation kann zu Verhaltensstörungen führen.

Stress-Symptome bei Katzen sind:

Wegkriechen, nicht sauber sein, viel miauen und sogar aggressives Verhalten.

Verhaltenstherapie

Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze eine der oben genannten Symptome zeigt, ist es ratsam, die Hilfe eines Tierarztes oder eines Verhaltenstherapeuten zu suchen. Die Verhaltenstherapie kann mit Stress-reduzierenden Medikamenten, Pheromonen oder mit einer Diät unterstützt werden. (Telizen, Zylkène, Royal Canin Calm Diät, Adaptil, Feliway) Dies sind Produkte auf der Basis von natürlichen Inhaltsstoffen, die beruhigend wirken, ohne dass sie Ihren Hund oder Ihre Katze müde und schläfrig machen.

Pferd

Flucht

Pferde sind von Natur aus Herdentiere, die den ganzen Tag grasen, um ihren täglichen Nahrungsbedarf zu decken. Ihre natürliche Reaktion auf akuten Stress oder Angst ist die Flucht. Ein gestresstes Pferd sieht angespannt um sich herum, dreht die Ohren in alle Richtungen und hat angespannte Muskeln; bereit zur Flucht. Beispiele für Situationen, die ein Pferd akut stressen können, sind: Rasieren, Transport im Anhänger oder eine Wettkampf-Situation. Um Ihrem Pferd zu helfen, sich in diesen Situationen zu entspannen, können Sie ihm beruhigende Medikamente vorab geben. (Primeval Stressless, Seroteze Equine) Hiervon wird Ihr Pferd nicht benommen, und diese Produkte sind kein Doping.

Stereotypisches Verhalten

Wenn es sich um eine lang andauernde Stresssituation handelt durch zum Beispiel: keine oder geringere Beweidung, zu wenig Rohfutter, kein oder nur wenig Kontakt mit anderen Pferden, dann können Pferde stereotypisches Verhalten zeigen, wie z.B. Beißen an der Krippe, Wind-Saugen oder Weben.

Stellen Sie daher sicher, dass Ihr Pferd lange genug draußen auf die Weide kommt, ausreichenden Kontakt mit Artgenossen hat, genug Heu zu fressen bekommt und im Stall ausreichend Ablenkung erhält (Jolly Ball).

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Erkrankungen / Produkten? Nehmen Sie dann gerne Kontakt mit unserer Tierärztin auf unter Telefonnummer 06922 222 95 73, oder per E-Mail an tierarzt@medpets.de.

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